Braunschweig: Abriss der Burgpassage

Diese PoMo-Herrlichkeit in der Braunschweiger City hat spätestens 2018 ausgedient (Bild: Mattes, CC BY SA 2.0)
Diese PoMo-Herrlichkeit in der Braunschweiger City hat spätestens 2018 ausgedient (Bild: Mattes, CC BY SA 2.0)

Bald hat es ein Ende mit der postmodernen Stahl-Glas-Dachlandschaft der Burgpassage in Braunschweig. Das 1983 eröffnete Einkaufszentrum soll nach Plänen des Eigentümers Development Partner im kommenden Jahr abgerissen und neu gebaut werden. Vor zwei Jahren übernahm der Großinvestor die innerstädtische Einkaufsmeile, die im Blockinneren zwischen Hutfiltern und Schuhstraße verläuft. In den vergangenen Jahren zogen sich bereits mehrere Großmieter zurück, die Wirtschaftlichkeit der Anlage wurde mehrfach diskutiert. Nun soll die komplette Neukonzeption für eine Wiederbelebung sorgen.

Das Düsseldorfer Architekturbüro Faltin + Sattler führt hierfür ein Gutachterverfahren mit sechs Architekturbüros durch. Vorgesehen ist, die bislang überdachten Passage durch eine zweigeschossige Bebauung zu ersetzen, die über den nach wie vor für den Einzelhandel vorgesehenen  Bereichen Platz für Wohnungen bieten soll. Gebaut wurde die Burgpassage 1981-83 im Auftrag der Allianz AG durch den Braunschweiger Entwickler Munte. Auf 6600 Quadratmetern finden (noch) etwa 40 Geschäfte und diverse Büros Platz. Die jeweiligen Eingangsbauten am Hutfiltern und in der Schuhstraße sind vom 2018 anstehen Abriss nicht betroffen: Hier wurden historische Gebäude in den damaligen Neubau mit einbezogen, beide stehen unter Denkmalschutz. Solche Ehren wird das rückwärtige, 34 Jahre alte Einkaufszentrum nun nicht mehr erlangen. (db, 20.3.17)