Veranstaltungen

Dessau, Meisterhäuser (Bild: Dirk Schmidt, GFDL oder CC BY SA 3.0)

Der große Bauhaus-Call

Für die 16. Docomomo-Deutschland-Tagung „100 Jahre Bauhaus: Was interessiert uns heute die Moderne?“, die am 22. Februar 2019 (!) in der Berliner Akademie der Künste stattfinden soll, werden noch Themen gesucht. Bis zum 31. März 2018 können sich Akteure aus Wissenschaft, Lehre und Praxis ein, die eingebunden sind in Prozesse der Erhaltung, Konservierung, Renovierung oder Transformierung von Gebäuden, Stätten und Nachbarschaften des Modern Movement melden bei: docomomo@bauhaus-dessau.de. Die Eingänge sollen Bezug auf: Register (Gebäude, Typologien, Architekten/Planer), Urbanism+Landscape (Gebäudeensembles, Außenräume, Policies), Education+Theory (Programme, Konzepte, Ansätze), Technology (Komponenten, Materialien, Techniken) oder Interior Design (Innenräume, Ausbauten, Atmosphären).

Die Unterlagen müssen enthalten: 1. Titel (max. 65 Zeichen) und Abstract (max. 300 Wörter); Keywords (max. 5 Wörter); 2. Themenauswahl (Urbanism+Landscape, Education+Theory, Technology oder Interior Design); 3. Autoreninformation (Name, Universität/Firma/Organisation, Land); 4. Biographie (max. 100 Wörter) – und E-Mailadresse und Telefonnummer. Abstracts sollen ein Themengebiet definieren und die Argumente zusammenfassen, die später in einem längeren Beitrag dargestellt werden. Die Beiträge sollen auf einer gut dokumentierten originären Forschungs-/Projektarbeit beruhen und vorzugsweise analytisch interpretierend sein. Die Inhalte sollen vorher weder veröffentlicht oder öffentlich präsentiert worden sein. Es ist nur eine Einreichung je Autor/Koautor zulässig. Es wird erwartet, dass jede/r Sprecher/in die Konferenz sowie Reise und Unterkunft aus eigenen oder institutionellen Mitteln finanziert. (kb, 18.1.18)

Dessau, Meisterhäuser (Bild: Dirk Schmidt, GFDL oder CC BY SA 3.0)

Wuppertal-Oberbarmen, Berliner Platz (Bild: Frank Vincentz, GFDL oder CC BY SA 3.0, 2008)

Ein Kuckuk und viele Bären

Mit der Vortragsreihe „Denkmalpflege im Blick“ bietet das LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland seit 2014 im Äbtesaal der Abtei Brauweiler (Ehrenfriedstraße 19, 50259 Pulheim-Brauweiler) regelmäßig Einblicke in seine Arbeit. Die Vorträge beginnen jeweils um 18 Uhr. Der Besuch der Veranstaltungen ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Am 25. Januar 2018 eröffnen Dr. Gundula Lang, wissenschaftliche Referentin in der Abteilung Bau- und Kunstdenkmalpflege, und Dipl.-Ing. Christian Welter, projektplus GmbH/Siegen, den Reigen mit einem Bericht über die Sanierung von Haus Mayer-Kuckuk in Bad Honnef. Das Wohnhaus für den Atomphysiker Theo Mayer-Kuckuk wurde 1967 als Prototyp für einen modularen Systembau errichtet.

Am 24. Mai 2018 spricht Nadja Frählich M. A., wissenschaftliche Referentin in der Abteilung Inventarisation, über „Berliner Bären im Rheinland: Mahnmale der deutschen Teilung und Wiedervereinigung“. Am 27. September 2018 präsentieren Dr. Elke Janßen-Schnabel, Dr. Kerstin Walter, wissenschaftliche Referentinnen in der Abteilung Inventarisation, den frisch denkmalgeschützten Rheinauenpark in Bonn als „Vorgarten der Bundesregierung“. Und nicht zuletzt erläutert Dipl.-Rest. Sigrun Heinen, Werkstatt für anorganische Materialien, am 22. November 2018 über „Die Wandmalereien von Peter Hecker aus den 1950er/60er Jahren“. (kb, 14.1.18)

Wuppertal-Oberbarmen, Berliner Platz (Bild: Frank Vincentz, GFDL oder CC BY SA 3.0, 2008)

Berlin, Deutsche Oper (Bild: Uli Borgert)

Bewegliche Architekturen

Wie verhalten sich Baukunst, Bewegung, städtischer Raum und der Raum für die darstellenden Künste zueinander? Dieser Frage stellt sich vom 18. bis 20. Januar in Leipzig die Tagung „Bewegliche Architekturen – Architektur und Bewegung“. Nachgezeichnet werden Veränderungen, die im alltäglichen Erleben eines Stadtgefüges, in Entwurfsprozessen und Arbeitsmethoden von Planern entstehen – und wie sie sich auch in der (Selbst-)Darstellung von Aufführungsorten wiederfinden. Für solche Spielstätten der Moderne ist Beweglichkeit zu einem zentralen Gradmesser geworden.

Die Tagung präsentiert aktuelle Theater-Neu- und Umbauprojekte und Entwürfe bzw. Planungen im Zusammenhang mit Entwicklungen seit den 1960er Jahren. Damit will man einen Diskurs über Räume für aktuelle Experimente in den Aufführungskünsten anstoßen. Hierfür kommen Experten aus Architektur, Denkmalpflege, Urbanistik, Design, Szenografie, Kuration, Theater, Tanz- und Kulturwissenschaften zusammen. Die Tagung ist eine Veranstaltung des DFG-Forschungsprojekts „Architektur und Raum für die Aufführungskünste – Entwicklungen seit den 1960er Jahren“ der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig und der Hochschule für Musik und Theater Leipzig. Ebenso wie das Thema ist die Tagung selbst dynamisch angelegt und findet an drei Orten in Leipzig statt. Das Projekt kooperiert hierzu mit der Galerie für Zeitgenössische Kunst und der Residenz Schauspiel Leipzig. Die Teilnahme ist kostenfrei. (kb, 13.1.18)

Berlin, Deutsche Oper (Bild: Uli Borgert)

Breslau, Wohnsiedlung "Manhattan" (Bild: Olgierd Rudak, CC BY SA 2.0)

Polish Postmodernism

Wer von postmoderner Architektur spricht, denk zumeist an eine Zeitspanne kapitalistischen Wirtschaftens, an Villen und Bürogebäude mit überbordenden Fassaden und augenzwinkernden Formenzitaten. Dabei war das postmodere Bauen nicht auf den Westen beschränkt, auch im Osten Europas rangen Architekten in den 1970er und 1980er Jahren um neue Ausdrucksformen. Vor diesem Hintergrund will die Tagung „Polish Posmodernism“, die vom 27. bis 28. September 2018 im Deutschen Historischen Institut Warschau (Al. Ujazdowskie 39; 00-540 Warszawa) stattfinden wird, den Blick vor allem auf die polnische Architekturszene dieser Jahre lenken.

Zwischen 1968/70 und dem Ende der sozialistischen Ära war Polen nicht allein geprägt duch ökonomisch-politische Umwälzungen, sondern auch durch architektonische Innovationen. In diesen Jahren setzten sich Architekten lokal über die Begrenzungen des vorfabrizierten Bauens hinweg, fanden zu Restaurierungsprojekten oder zu über die Blockgrenzen hinweg vielbeachteten Kirchenneubauten. Gesucht werden noch Themenvorschläge, die kreisen um einzelne Bauprojekte, um architektonische Diskurse, um politische, soziale oder ökonomische Hintergründe des Baubetriebs. Vorschläge (Abstract von 400 bis 600 Worten, kurze CV, Beiträge sind auf Polnisch und Englisch möglich) sind willkommen bis zum 28. Februar 2018 unter: wienert@dhi.waw.pl and f.urban@gsa.ac.uk. (kb, 12.1.17)

Breslau/Wrocław, Plac Grunwaldzki , „Manhattan“ (frühe 1970er Jahre, Jadwiga Grabowska-Hawrylak mit Zdzisław Kowalski und Włodzimierz) (Bild: Olgierd Rudak, CC BY SA 2.0)

Daniel Brühl wünscht als "Sharing-Heritage-Botschaft" ein schönes Kulturerbejahr (Bild: Sharing Heritage)

Wie (nachkriegs)modern ist ECHY?

Am gestrigen Abend wurde in Hamburg hochoffiziell das Kulturerbejahr 2018 (kurz: ECHY) eröffnet. Im zutiefst histor(ist)isch anmutendenden Rathaus der Hansestadt spürte allerlei politische Prominenz der „Seele Europas“ nach. Schauspieler Daniel Brühl wünschte via Projektion ein schönes Kulturerbejahr. Und dieses wurde mit der Glocke des ersten denkmalgeschützten Schiffes, der Schaarhörn, offiziell eingeläutet. Denkmalpflege präsentiert sich schick, konsensfähig und generationsübergreifend. Dazu taugt die als historisch akzeptierte Baukunst in augenfälliger Weise. Doch im bunten Strauß der ECHY-Aktionen hat sich auch die Nachkriegsmoderne einen verdienten Platz erobert.

Zu nennen ist da etwa „Big Beautiful Buildings“, eine Aktion der Landesinitiative StadtBauKultur NRW. Oder die Ausstellung „Das Zeitalter der Kohle“ in Essen, die „Heimkehrer-Dankes-Kirche“ (1959) in Bochum, die interaktive Plattform „Murmeln der Erinnerung“, die Hamburger Nachkriegsmoderne sendet ein deutliches „SOS“, es geht um die „Resonanzen“ deutsch-französischer Moderne im Saarland und die norddeutschen Bauten eines Clemens Holzmeister. Auch moderneREGIONAL ist mit zwei Projekten dabei: mit der virtuellen Karte „invisibilis – der Kirchenwiederfinder“ und der Wanderausstellung „märklinMODERNE. Vom Bau zum Bausatz und zurück“, die am 18. Mai 2018 im Deutschen Architekturmuseum (DAM) Frankfurt eröffnet und von einer Präsentation in der Stuttgarter architekturgalerie am weißenhof begleitet wird.(kb, 9.1.18)

Hamburg am gestrigen Abend: Daniel Brühl wünscht als „Sharing-Heritage-Botschaft“ ein schönes Kulturerbejahr (Bild: Sharing Heritage)