Gibt es nicht – deutsche Texte

Jüdische Architektur!

(deutsche Zusammenfassung, hier gehts zum englischen Beitrag) (Heft 15/1)

Elkins Park, Beth Sholom Synagogue (Bild: Smallbones)
Elkins Park, Beth Sholom, Synagoge (Bild: Smallbones)

Gibt es das, jüdische Architektur? Kann man jüdische Identität – wortwörtlich genommen – bauen? Edward van Voolen beantwortet diese Fragen in seinem Beitrag mit einem klaren „Ja!“. Denn in der Geschichte der jüdischen Diaspora sei die Entscheidung zum Bauen immer auch eine Entscheidung zum Bleiben gewesen. Mit Blick auf die letzten 100 Jahre sieht van Voolen eine Renaissance – im Synagogen- und Museumsbau, in den USA, in Israel und in Deutschland. Gerade in den letzten Jahren verwirklichten renommierte Architekten an prominenten Standorten vielbeachtete Leitbauten der Moderne. Vielleicht, so schließt van Voolen, trifft die im Judentum tief verankerte Suche nach Identität und Spiritualität einfach den Nerv unserer Zeit.

Geometrie in der Negev Wüste

(deutsche Zusammenfassung, hier gehts zum englischen Beitrag) (Heft 15/1)

Negev, Synagoge, Zvi Hecker (Copyright: Zvi Hecker)
Negev, Synagoge, Zvi Hecker (Copyright: Zvi Hecker)

In seinem Beitrag entfaltet Rudolf Klein die besondere Form der Synagoge, die Zvi Hecker (* 1931) von 1969 bis 1970 in der Negev Wüste gestaltete. Etwas abseits eines israelischen Militärlagers gelegen, fügte der Strukturalist Hecker komplexe kristalline dreidimensionale Elemente zu einem Baukörper. Nach innen verband er den zentralisierenden Grundriss mit den liturgischen Polen: Bima und Toraschrein. In der Tradition des modernen Synagogenbaus überführte Hecker das zweidimensionale Symbol des Davidsterns damit auf außergewöhnliche Weise in die Dreidimensionalität.