Der heiße Draht: Marl trifft Münster

Marl, Rathaus (Bild: Daniel Ullrich (Threedots), GFDL, CC BY SA 3.0 oder CC BY SA 2.0)
Ab Juni 2017 wird Marl am Skulpturenprojekt teilnehmen (Bild: Marl, Rathaus, Daniel Ullrich (Threedots), GFDL, CC BY SA 3.0 oder CC BY SA 2.0)

Seit 1977 findet alle zehn Jahre das „Skulpturenprojekt“ im westfälischen Münster statt und bleibend im öffentlichen Raum erlebbar ist. Vom 10. Juni bis zum 1. Oktober 2017 nun soll die fünfte Open-Air-Ausstellung dieser Art stattfinden. Zu diesem Anlass soll das Projekt in zwei Städten gastieren, die ihrerseits nach dem Krieg eine besondere Prägung erhielten: Der Wiederaufbau von Münster steht für eine städtebaulich und gesellschaftlich konservative Haltung.

Marl hingegen, mit dem sich das Münsteraner Projekt 2017 partnerschaftlich zusammentun wird, erhielt in den 1960er Jahren ein innovatives Gesicht: Auf der „grünen Wiese“ entstanden das bekannte moderne Rathaus (van den Broek und Bakema, 1960-67) und das Einkaufszentrum Marler Stern. Bereits 1970 und 1972 fanden in Marl die sogenannte Stadt- und Skulpturenausstellungen statt, 1982 institutionalisierte sich im Rathauskomplex das Skulpturenmuseum Glaskasten Marl. Für das Skulpturenprojekt 2017 nun schwebt den Verantwortlichen vor: ein „Skulpturentausch“ zwischen beiden Städten, das Schreibprojekt „Authors in Residence“ mit einer Dependance auch in Marl – und nicht zuletzt das Symposium „Nothing Permanent: Sculptures and Cities“ vom 13. bis 15. September 2017 in Marl und Münster. (kb, 9.1.17)