Bauhäusler am Strand (Bild: Irene Bayer oder Marianne Brandt, 1926-27. Bauhaus-Archiv Berlin)

Heute: Der Tod des Bauhaus?

Der Countdown zum Bauhaus-Jubiläum 2019 läuft und alle Welt fragt nach der Aktualität und Möglichkeiten der Wiederauflage des Bauhauses. Nicht so das Projekt Bauhaus, das sich stattdessen an einer „kritischen Inventur“ versucht. Das Bauhaus war demnach „visionär, aber dennoch in seiner Zeit verhaftet“. Es sei daher „an der Zeit, Abschied vom Bauhaus zu nehmen. […] Doch wie ‚beerdigt‘ man eine untote Denkfigur?“ Paff. Kurzentschlossene, die sich jetzt nicht mit Grausen abwenden, können am heutigen Samstag beim vom Projekt Bauhaus organisierten Symposium „Vom Bauhaus zum Silicon Valley“ auf eine Antwort hoffen.

Als entscheidende wirtschaftliche und gesellschaftliche Triebfeder der Gegenwart macht die Tagung die Digitalisierung aus. Bauhaus-Epigonentum erscheint damit zwar obsolet, nicht aber der historische Vergleich. Wie sieht zum Beispiel der Neue Mensch – zentrale Figur in der Bauhaus-Mythologie – in den Visionen des Silicon-Valley aus? Und wie wirkt sich das digitale Zeitalter auf die Gestaltung aus? Diesen und anderen Fragen geht das Symposium heue, am 2. Dezember, ab 12 Uhr im Berliner Haus der Kulturen der Welt nach. (jr, 2.12.17)

Bauhäusler am Strand (Bild: Irene Bayer oder Marianne Brandt, 1926-27. Bauhaus-Archiv Berlin)