Für Spontane: Wiederaufbau, Nürnberg

Nürnberg, Pellerhaus (Bild: Keichwa, GFDL oder CC BY SA 3.0)
Der Renaissancebau Pellerhaus wurde in Nürnberg 1955-57, teils in moderner Formensprache, wiederaufgebaut (Bild: Keichwa, GFDL oder CC BY SA 3.0)

„Alle reden über Fassaden. Wir reden über Architektur.“ So wirbt der BDA Kreisverband Nürnberg, Mittelfranken–Oberfranken in Kooperation mit dem Verein BauLust – Initiative für Architektur und Öffentlichkeit e. V. für seine Vortragsreihe in der Reihe „Architektur des Wiederaufbaus: Haltung und Erhaltung“. Denkmalwerte, architektonische Qualitäten und städtebauliche Potentiale des Nachkriegsbauwerkes stehen im Mittelpunkt dreier Vortragsabende.

Konkreter Anlass ist die aktuelle Rekonstruktionsdebatte: Man will den in Frage stehenden Archiv- und Bibliotheksbau von Fritz und Walter Mayer aus dem Jahr 1957, den nachkriegsmodernen Wiederaufbau des historischen Pellerhauses, in seiner Gesamtheit würdigen. Denn in Nürnberg wird die Rekonstruktion der Renaissance-Südfassade diskutiert, was die Zerstörung oder Translozierung der nachkriegsmodernen Fassade bedeuten würde. Für Kurzentschlossene steht daher heute (!) Abend, den 15. Dezember, der zweite Vortrag der Reihe offen. Unter dem Titel „Pellerhaus – Eine Positionsbestimmung“ sprechen um 19 Uhr im Nürnberger Pellerhaus (Egidienplatz 23) Prof. Dr. phil. Klaus Jan Philipp (Institut für Architekturgeschichte, Architektur und Stadtplanung an der Universität Stuttgart) und Prof. Berthold Burkhardt (Architekt Braunschweig, wissenschaftlicher Beirat für das Denkmalprogramm der Wüstenrotstiftung), die Moderation übernimmt Ira Mazzoni. (kb, 15.12.16)