ICOMOS: Paukenschlag für den City-Hof

Der Hamburger Cityhof: einst strahlend weiß, heute grau verblendet (Bild: Ajepbah)
Der City-Hof: einst ein strahlend weißer Neuaufbruch im Nachkriegshamburg, seit den 1970er Jahren grau verblendet (Bild: Ajepbah)

Die Hamburger „Initiative City-Hof“, die sich für das bedrohte Hochhausensemble am Hauptbahnhof einsetzt, spricht von einem „Paukenschlag“. Gemeint ist der Offene Brief, den das Deutsche Nationalkomitee von ICOMOS sowie der Bund Heimat und Umwelt heute an den Hamburger Bürgermeister richten: „Hamburg kann stolz sein auf seinen guten Ruf als internationales Zentrum der modernen Kontorhausarchitektur im 20. Jahrhundert: Die Freie und Hansestadt Hamburg sollte ihren Welterbeambitionen und Welterbekompetenzen auch in der nominierten Pufferzone und Welterbeumgebung uneingeschränkt Rechnung tragen.“

Damit beziehen sich die Unterzeichner auf den Antrag, die Speicherstadt und das Chilehaus mit Kontorhausviertel auf die UNESCO-Welterbeliste zu setzen. So käme auch den City-Hof-Häusern, die der Architekt Rudolf Klophaus – selbst mit einigen Inkunabel im Kontorhausviertel vertreten – 1956 gestaltete, ein besonderer Wert zu. Mit der „ästhetischen Rehabilitierung“ (gedacht ist an die „Wiederherstellung“ der ehemals weißen Fassadenverkleidung) des City-Hofs könne ein positives Signal in der Eingangssituation zur Stadt und für den Welterbeantrag gesetzt werden. Wer sich selbst in Bild machen möchte: Die nächste Führung durch den City-Hof gibts am 26. April 2015 um 15:00 Uhr. (kb, 16.4.15)