Daun, St. Thomas Morus, 2017 (Bild: wohnenplus.net)

Im Dutzend billiger?

Es ist nicht neu, aber mit konkreten Zahlen eine Zeitungsnachricht (noch dazu in der Vorweihnachtszeit). Eine aktuelle Umfrage der Deutschen Presseagentur (dpa) sagt: Seit 2000 wurden in Rheinland-Pfalz und im Saarland „Dutzende katholische Kirchen geschlossen“. Vor Kurzem hatte schon katholisch.de Ähnliches erhoben. Im Bistum Essen stehen die Gemeinden noch bis Ende des Jahres vor der kniffligen Aufgabe, auch ihren Baubestand auf den Prüfstand zu stellen und – vor allem – etwas einzusparen. (Die Ergebnisse sollen 2018 mit dem Bistum in konkrete Schritte übersetzt werden.) An ähnliche Meldungen hat man sich aus dem Westen und Norden inzwischen leider fast gewöhnt.

Doch jetzt gerät die bislang eher schleichende Entwicklung im Südwesten in den Blick der Presse. Die ermittelten dpa-Zahlen: Das Bistum Trier habe 31, das Bistum Speyer 16 und das Bistum keine (nun gut, eine, aber „nur“ eine Kapelle) aufgegeben – wegen schwindender Finanz- und Mitgliederstärke. Speyer und Trier erklärten gegenüber der Presse, dass sie von weiteren schmerzhaften, aber unvermeidlichen Kirchenschließungen ausgingen. (Auf protestantischer Seite dürfte es bundesweit nicht besser aussehen.) Wer sich einen Überblick über die aktuelle Lage in seiner Region verschaffen möchte, dem empfehlen wir unsere virtuelle Karte „invisibilis“. Darauf einen Glühwein! (kb, 18.12.17)

Daun, St. Thomas Morus, 1970, Peter van Stipelen, röm.-kath., 2015 profaniert, Abriss 2017 für Wohnungsbauten (Bild: wohnenplus.net)