Kassel-Wilhelmshöhe: Freibad bleibt

Kassel, Freibad Wilhelmshöhe (Bild: Gelehrter2000, CC BY SA 4.0)
Gerade 80 Jahre alt geworden: das Traditionsbad in Kassel-Wilhelmshöhe (Bild: Gelehrter2000, CC BY SA 4.0)

„In diesem Traditionsbad haben ganze Generationen den Sommer verbracht und schwimmen gelernt.“ Das Freibad Wilhelmshöhe, verkehrsgünstig am grünen Rand der Stadt Kassel gelegen, wirbt seiner 80-jährigen Vergangenheit. Natürlich gibt es da auch das „Schwimmerbecken mit integriertem Nichtschwimmerteil“ von stolzen 50 Metern Länge, ein Kinderbecken, Spielgeräte – und natürlich eine Pommesbude.

Noch vor kurzem drohte dem Freibad die Schließung, die Stadt Kassel muss sparen und sah keine Möglichkeiten, die anstehende Sanierung der Anlage zu finanzieren. Doch es regte sich Bürgerprotest. Schließlich sei das Freibad inzwischen historisch, mit der eigenen Jugend eng verbunden – und überhaupt müsse sich die Jugend heute auch wieder mehr bewegen. Mit Aktionen wie „Sponsorenschwimmen“, „Nochdsee-Lust“ zum Jubiläum und retroverdächtigem Jazz am Schwimmbecken will man auch Hippster anziehen. Mit Erfolg, 2015 kamen schon 50.000 Besucher und bis Saisonende sollen es 70.000 werden. Damit ließ sich auch die Politik überzeugen: einigte sich: Das Freibad soll 2016 saniert werden, der Förderverein finanziert die neue Rutsche. Ab Sommer 2017 gibt es dann wieder Pommes neben dem Becken. (kb, 27.8.15)