Gütenbach, "Villa im Tessin" (Foto: Hagen Stier)

märklinMODERNE

Nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelten Edwin und Hermann Faller in Gütenbach ein Produkt, das bald in keinem Hobbykeller mehr fehlen durfte: „Häuschen“-Bausätze für die Modelleisenbahn. Im Schweiz-Urlaub waren die Brüder dann von einem futuristischen Bungalow derart begeistert, dass sie sich daheim im Schwarzwald ein ähnliches Haus errichten ließen. 1961 nahmen sie auch noch den Bausatz „Villa im Tessin“ in ihr Programm auf, der sich zum Klassiker entwickeln sollte. Im Wahljahr 1972 schließlich verband der Plakatkünstler Klaus Staeck das Foto eines Stuttgarter Appartementhauses mit dem Schriftzug: „Deutsche Arbeiter! Die SPD will euch eure Villen im Tessin wegnehmen“.

Das Ausstellungsprojekt „märklinMODERNE“ zeichnet nach, wie die „große“ Architektur den Weg in den Modellbau fand – und umgekehrt. Die Ausstellung ist ein Projekt des Online-Magazins moderneREGIONAL, das seit 2014 ehrenamtlich täglich frische Beiträge und vierteljährliche Themenhefte rund um die Architekturmoderne veröffentlicht. „märklinMODERNE“ wird im Sommer 2018 parallel an zwei Orten starten: im Deutschen Architekturmuseum (DAM) Frankfurt und in der Architekturgalerie am Weißenhof Stuttgart. Im Anschluss wandert die Ausstellung weiter durch die Bundesrepublik, begleitend erscheinen ein Film des Dokumentarfilmers Otto Schweitzer und ein Katalog im Jovis Verlag mit Fotografien von Hagen Stier.

Mit von der Partie sind: Daniel Bartetzko, Karin Berkemann, Jutta Drewes (Layout), Oliver Elser, Dina Dorothea Falbe, Teresa Fankhänel, Christian Holl, Ralf Liptau, Matthias Ludwig, Verena Pfeiffer-Koss, Julius Reinsberg, Jörg Schilling, Otto Schweitzer (Film), Hagen Stier (Foto).

 

Impressionen

Titelmotiv: Modellbausatz „Villa im Tessin“ (Bild: faller.de)

Kontakt zu den Kuratoren: Daniel Bartetzko (d.bartetzko@moderne-regional.de) und Karin Berkemann (k.berkemann@moderne-regional.de).

Pressematerial zum Download: www.moderne-regional.de/presse/.