Oberhausen, Hl. Familie (Bild: jjm, via mapio.de)

Oberhausen: Kein Geld für die Heilige Familie?

Wenn es so etwas wie eine glückliche Weiternutzung eines Kirchenraums gibt, dann wohl eine wie diese: In die von Rudolf Schwarz und Josef Bernard 1958 gestaltete Heiligen Familie in Oberhausen zog 2007 die örtliche Tafel ein. Nur wenige, reversible Änderungen ließen dem Kulturdenkmal seine Wirkung – und (nicht nur) die Theologen liebten die neue karitative Seite des ehemaligen Gottesdienstraums. Doch im Bistum Essen sind die Gemeinden dazu aufgefordert, ein Konzept für die Jahre bis 2030 zu erstellen. Eines der Ziele ist die Halbierung der Kosten – und damit auch ein kritischer Blick auf den Gebäudebestand.

Die Katholische Pfarrei St. Marien in Oberhausen will von ihren sieben Kirchen mittelfristig zwei behalten: St. Marien und St. Katharina. Die fünf übrigen – Zu unsrer Lieben Frau (1957), St. Johannes Evangelist (1952), Hl. Geist (1958), St. Michael (1929) und die Heilige Familie – sollen in den kommenden Jahren abgegeben oder umgenutzt werden. Die Heilige Familie soll künftig keine Mittel für den Bauunterhalt bekommen. „Wir wollen uns von dem Gebäude trennen, wenn’s geht“, erklärte Pfarrer Thomas Eisenmenger der NRZ. Die Tafel könne beispielsweise in die Kirche St. Michael umziehen. Nun werden die Pläne der Gemeinde beim Bistum eingereicht und geprüft, bevor es dann an die Umsetzung gehen kann. (kb, 3.5.18)

Oberhausen, Hl. Familie (Bild: jjm, via mapio.de)