Politiken des Formats seit 1960

New River, Gorge Bridge, 1972, aufgenommen mit einer Polaroid-Kamera, digital kopiert mit Adobe Photoshop (Bild: Teaberryeagle, GFDL oder CC BY SA 3.0)
Treffen sich ein Analog und ein Digital: die „New River Gorge Bridge“ in West-Virginia, aufgenommen 1972 mit der Polaroid-Kamera, später digital bearbeitet (Bild: Teaberryeagle, GFDL oder CC BY SA 3.0)

„Format“ meint heute zumeist die Form eines (digitalen) Datenträgers oder einer medialen Darstellung. Dabei wurde lateinische „formare“ für „bilden, gestalten“ bereits im 17. Jahrhundert im Buchdruck angewendet. Im 19. Jahrhunderts nutzte die noch junge Kunstgeschichte den Begriff z. B. als Maß für die Wirkung auf den Betrachter. Heute blicken Experten vor allem auf die Netzwerkbildung im digitalen Raum. Daher fragt der Workshop „Bilder trimmen. Politiken des Formats seit 1960“, der vom 13. bis zum 14. Oktober 2017 in Bern (Institut für Kunstgeschichte) stattfindet: Wie veränderte das seit den 1960er Jahren vermehrte Aufeinandertreffen von Künsten und Bildtechnologien die Standards der Bilderzeugung und -verbreitung?

Denn vor allem in den Nachkriegsjahrzehnten beschäftigten sich die Künste mit den neuen Technologien: ob Fernsehen, Video, Telekommunikation oder den Vorformen digitaler Praktiken. Nachwuchswissenschaftler werden eingeladen, Themenvorschläge für den Workshop einzubringen. Schwerpunkte könnten sein: Bildformat als Bedeutungsgröße; Editing und Retusche; Datenbanken, Plattformen und Archive; antiquierte Formate; Materialität der Technologie; Produktivität des Formatbegriffs. Die Vorschläge (max. 500 Wörtern, ein CV) für Vorträge (25-30 Minuten) können bis zum 30. April 2017 eingesendet werden an: yvonne.schweizer@ikg.unibe.ch und magdalena.nieslony@ikg.uni-stuttgart.de. (kb, 16.3.17)