Rettung für die Sahneschnitte

Das Cafe Kustermann in München-Solln (Bild: Sophie Anfang)
Süßes Teilchen: das Café Kustermann in München-Solln (Bild: Sophie Anfang)

Eine echte „Sahneschnitte“ der Architektur ist das Café Kustermann aus den 1950er Jahren, darum wird es auch von seinen Stammgästen gerne so genannt. Die mussten vor acht Monaten noch um das außergewöhnliche Café in München-Solln bangen, denn der Pachtvertrag war abgelaufen und die Immobilie stand zum Verkauf. Doch die Rettung ist geglückt: Das Gebäude bleibt erhalten und soll unter Denkmalschutz gestellt werden.

Der schlanke runde Pavillon wurde 1951 nach Plänen von Ludwig Reiber errichtet. Er steht zentral an der Hauptstraße, so wurde er schnell zu einem Wahrzeichen des Viertels. Und schon der Kosename „Sahneschnitte“ deutete an, was es dort alles Leckeres zu holen gab. Um so härter traf die Sollner die Nachricht, dass der Pachtvertrag im April 2016 nicht verlängert und das Gelände neu bebaut werden sollte. Dass nun das Café mit dem runden Eingang erhalten bleibt, ist vor allem einer lokalen Interessensgemeinschaft zu verdanken, die sich mit dem Bezirksausschuss und dem Denkmalschutz zusammentat. Der Pavillon soll jetzt trotz eines Neubaus direkt hinter diesem bestehen bleiben, unter Denkmalschutz gestellt werden und weiterhin als Café genutzt werden. Ob auch der ehemalige Pächter dort wieder einzieht, ist noch offen. (ps, 22.12.16)