Spatz verhindert Abriss

Haussperling (Bild: Alexxx1979, CC BY SA 3.0)
Spatz und Beton geht offensichtlich gut zusammen – und sollten Sie interessiert sein, das betreffende Haus zu sehen, werden Sie hier fündig (Bild: Alexxx1979, CC BY SA 3.0)

„Die Spatzen waren schneller als der Investor“, so fasste die Berliner Zeitung Ende Mai den Vorgang zusammen. Die Rede ist von den 1988-92 in der Berliner Wilhelmstraße 56-59 errichteten Plattenbauten. Aus den typischen postmodernen Ostmodernehäusern mit vor- und rückspringenden Fassadenelementen und einer vielgestaltigen Dachlandschaft sollen Luxuswohnungen werden. Dafür hat der neue Eigentümer die alten Mieter nach langen Protesten und mit viel Geld „herausgekauft“ und den Abbruch vorbereitet.

Im April schon sollte der Abriss beginnen, doch dann meldeten sich Nachbarn beim Berliner Umweltschutz. Im nunmehr leerstehenden Block würden Spatzen, Fledermäuse und Mauersegler nisten. Und sowohl der Mauersegler als auch der Haussperling gelten als bedroht und müssen daher in ihren Brutperioden geschont werden. Der Investor könne, so die Berliner Zeitung, daher „mit dem Abriss frühestens Ende September beginnen, denn Spatzen brüten gern mehrmals im Jahr.“ (kb, 14.6.16)