Auto

Internationale Automode vor dem Ostberliner Kino International (Bild: Bundesarchiv, Bild 183-C0808-0006-002, Spremberg, Joachim, CC-BY-SA 3.0

Die Deutschen und ihre Autos

Die Kult-Autos VW Käfer und Trabant sind motorisierte Erinnerungsorte der deutschen Moderne. Nichts bewegt die Deutschen, ihre Gefühle und Mobilität, so wie das Auto. Es steht für Freiheit und Dynamik, für Status, Lebensstil und Macht. Mit der Wahl von Automarke, Modell und Ausstattung drücken Käufer ihre Persönlichkeit, Sehnsüchte, Lebensumstände und häufig auch den Umfang ihres Geldbeutels aus. Werbe- und Marketingstrategen investieren Millionen, um ihr Produkt emotional aufzuladen.

Der „Deutschen liebstes Kind“ bleibt auch ein bedeutender Wirtschaftsfaktor: Hunderttausende Arbeitsplätze hängen direkt oder indirekt von der Autoindustrie ab. Gleichzeitig schmälern Umweltbelastung, verstopfte Autobahnen und Innenstädte zunehmend die Freude am Fahren. Car-Sharing, autonomes Fahren und Elektromotoren weisen auf drastische Veränderungen der Autowelt hin: Ist das Ende der Autolust absehbar? Die Ausstellung „Geliebt. Gebraucht. Gehasst. Die Deutschen und ihre Autos“ im Bonner Haus der Geschichte macht mit ausgewählten Fahrzeugen, Medien, Plakaten, Fotos und Dokumenten die Faszination des Autos deutlich. Sie zeigt die soziale und kulturelle Bedeutung des Autos in Deutschland vor dem Hintergrund wirtschaftlicher und politischer Rahmenbedingungen. Die Präsentation ist noch bis zum 21. Januar 2018 zu sehen, begleitend ist im Sandstein Verlag eine gleichnamige Publikation erschienen. (kb, 25.10.17)

Internationale Automode vor dem Ostberliner Kino International (Bild: Bundesarchiv, Bild 183-C0808-0006-002, Spremberg, Joachim, CC BY-SA 3.0

Auto. Stadt. Geschichte.

Die autogerechte Stadt (hier Ludwigshafen von ganz unten) zählt zu den überkommenen Leitbildern (Bild: Immanuel Giel)
Die autogerechte Stadt (hier Ludwigshafen von ganz unten) zählt zu den überkommenen Leitbildern (Bild: Immanuel Giel)

Organisiert vom Leibniz-Institut für Regionalentwicklung und Strukturplanung mit dem Centre for Urban History der Universität Leicester, diskutiert das Symposium „Städtische Automobilität im Wandel“ die Geschichte des städtischen Verkehrsmanagements im Kontext von Städtebau und urbaner Kultur aus internationaler wie interdisziplinärer Perspektive. Die Veranstaltung im Berliner „InnoZ – Innovation Center for Mobility“ bringt von 16. bis 18. September 2015 Stadt- und Planungshistoriker, Geographen, Transportspezialisten, Städtebauer und Ingenieure ins Gespräch über die Geschichte einer Technologie und Kultur, welche die europäische Stadt in ihren Strukturen stark geprägt hat.

Das Symposium wird sich mit einer Reihe von Einzelfragen auseinandersetzen: von den Mustern der Verkehrsregelung vor der Ankunft des Automobils über den transnationalen Austausch von Ideen und Fachwissen zum Verkehrsmanagement bis zur Vielfalt städtebaulicher Konzepte zur Steuerung des Autoverkehrs. Die Konferenzsprache ist Englisch und Deutsch, es ist noch eine begrenzte Anzahl von Teilnehmerplätzen verfügbar. Anmeldungen sind bis zum 31. August 2015 möglich unter: petra.geral@irs-net.de, 03362/793-142. (db, 24.8.15)