Buchmesse

"Büro im Wasser" (Foto: Georg Pahl, 1926, Bild: Bundesarchiv Bild 102-08112, CC BY SA 3.0)

Erfrischende Druckwerke

Unsere Tipps zur Frankfurter Buchmesse 2017 – per Klick auf das jeweilige Bild öffnet die passende Hintergrund-Info in einem neuen Fenster. (db/kb/jr, 9.10.17)

Titelmotiv: „Büro im Wasser“ (Bild: G. Pahl, 1926, Bundesarchiv 102-08112, CC BY SA 3.0)

Moderne-Nachlese der Buchmesse

Nach der Messe ist ja bekanntlich vor der Messe. Und jetzt, da die Dichte an Lesepromis sich in Rhein-Main wieder langsam lichtet, bleibt Zeit für einen Blick auf den Ertrag für bibliophile Modernisten. Zum achten Mal haben die Frankfurter Buchmesse und das Deutsche Architekturmuseum (DAM) 2016 den Internationalen DAM Architectural Book Award vergeben. 88 Architektur- und Kunstbuchverlage weltweit hatten ihre Kandidaten ins Rennen geschickt.

Eine Fachjury aus externen Experten sowie Vertretern des DAM hatte dann aus den insgesamt 214 Einsendungen – nach Kriterien wie Gestaltung, inhaltliche Konzeption, Material- und Verarbeitungsqualität, Grad an Innovation und Aktualität – die zehn besten Architekturbücher des Jahres ausgewählt: vom Katalog zu „African Modernism“ (Park Books) bis zu den tiefen Einblicke in die „urbane Selbstregulierung“ von Dachaufbauten von „Nadogradnje“ (M Books). Zehn weitere Einsendungen wurden für die „Shortlist“ des DAM Architectural Book Awards 2016 ausgewählt: darunter „Up Up: Stories of Johannesburg’s Highrises“ (Hantje Cantz) oder eben jener „Stadtbilderklärer Gera-Lusan“ (Verlag: Mitteldeutscher Verlag, Autor/Gestaltung/Fotografie: Christoph Liepach) – eben jenes Gera-Lusan, das wir auch in unserem aktuellen Foto-Spezial vorstellen. Daher gratulieren wir hier und natürlich allen anderen Gewinnern herzlich (und notieren die Titel schon einmal für die private Jahresendfestwunschliste)! (kb, 11.11.16)

Aus dem Gastland der Buchmesse

Das Gastland der Frankfurter Buchmesse ist traditionell auch Ausstellungs-Thema im Deutschen Architekturmuseum (Bild: DAM)
Das Gastland der Frankfurter Buchmesse ist traditionell auch Ausstellungs-Thema im Deutschen Architekturmuseum (Bild: DAM)

Der Blick nach Finnland, ins diesjährige Gastland der Buchmesse, hat die deutsche Baukunst der 1960er und 1970er Jahre entscheidend geprägt. Dieses Land ist nun auch Ausstellungsthema im Deutschen Architekturmuseum Frankfurt (DAM). Im Rahmen des Messe-Begleitprogramms präsentieren die Hessen mit dem Museum of Finnish Architecture und dem Architecture Information Centre Finland „Suomi Seven“ – die zweite Generation moderner finnischer Architekten, die in den 1970er und 1980er Jahren geboren sind. Die Werke von sieben Büros sind bis Januar 2015 nun im Ungers-Bau am Frankfurter Schaumainkai zu sehen.

Dank der finnischen Tradition der offenen Architekturwettbewerbe hatten viele Baukünstler bereits früh in ihrer beruflichen Laufbahn die Möglichkeit, an großen Projekten zu arbeiten. Die Zukunft der Architektur aus dem Land der 1.000 Seen liegt nun in den Händen einer aufstrebenden Generation global vernetzter Gipfelstürmer. Das Bild zeigt das Kilden Theater- und Konzerthaus in Kristiansand, Norwegen, das das Büro ALA Architects Ltd. entwarf. Und wer keine Zeit hat, die Ausstellung zu besuchen, kann für 16 Euro den Katalog beim DAM erwerben. (db, 6.10.14)