Kirchbaumoderne

Iris Nestler, "Meisterwerke der Glasmalerei des 20. Jahrhunderts in den Rheinlanden" (Bild: Buchcover, B. Kühlen Verlag))

Meisterwerke moderner Glaskunst

Eine besondere Dichte an qualitätvoller Glasmalereien findet sich, wie bereits 2015 von der Kunsthistorikerin Dr. Iris Nestler in ersten Band entfaltet, am Niederrhein. Doch es gibt ebenso herausragende Werke am Mittelrhein, wie beispielsweise die Fenster von Hans Gottfried von Stockhausen in der Liebfrauenkirche Koblenz, Marc Chagall in St. Stephan Mainz, Jacques Le Chevallier in der Liebfrauenkirche Trier oder Emil Kiess in der Trinitatiskirche Mannheim.

Im nun frisch vorliegenden zweiten Band möchten die Autoren wieder einen Bogen über ein ganzes Jahrhundert spannen: 50 Künstler von Melchior Lechter über Jacoba van Heemskerck bis Kim en Joong. Dabei wird deutlich, wie unterschiedlich die Aufträge zwischen historischer und rekonstruierter, moderner und zeitgenössischer Architektur sein können. Und wie kontrastreich die Ergebnisse zwischen Geometrie, Figürlichkeit und Abstraktion ausfallen. Mit Fachbeiträgen von zehn Autoren, großformatigen Farbabbildungen, Literaturverzeichnis und Künstlerbiografien wird nicht nur der aktuelle Stand der Forschung dargelegt. Darüber hinaus soll der Leser dazu angeregt werden, die vorgestellten (vorwiegend) Kirchen mit ihren Kunstwerken selbst aufzusuchen. (kb, 21.9.17)

Iris Nestler (Hg.), Meisterwerke der Glasmalerei des 20. Jahrhunderts in den Rheinlanden, Bd. 2, B. Kühlen Verlag, Mönchengladbach 2017, Festeinband (Hardcover) in Fadenheftung, 24 x 30 cm, 288 Seiten, Farbabbildungen, ISBN 978-3-87448-480-0.

Titelmotiv: Iris Nestler, „Meisterwerke der Glasmalerei des 20. Jahrhunderts in den Rheinlanden“ (Bild: Buchcover, Detail, B. Kühlen Verlag)

Wenn Pfarrer bauen: Grundsteinlegung für die Kölner Auferstehungskirche im Jahr 1965 (Bild: gemeinfrei)

Phase 2: Kirchen an Rhein und Ruhr

Beim ersten Treffen im Februar 2017 stand rasch fest: „Die moderne Kirchenlandschaft an Rhein und Ruhr ist etwas Besonderes.“ Im Dialograum Kreuzung an Sankt Helena sollte damals der Grundstein gelegt werden für eine Stiftung, die sich um eben jenes wertvolle Erbe kümmert. Schon bei dieser ersten Zusammenkunft wurde aber auch deutlich, dass die Initiative vor keiner leichten Aufgabe steht. Deshalb wollen die Initiatoren in einem nächsten Schritt vor allem darüber nachdenken, „wie die unterschiedlichen Initiativen und Gedanken durch ‚Gesprächsangebote und Lösungsmodelle‘ so zusammengebracht werden können, dass den Kirchen im Rheinland eine gute Zukunft bevorsteht“.

Daher will man beim nun anstehenden Netzwerktreffen gemeinsam überlegen, wo und in welcher Form bereits Initiativen bestehen wie davon ausgehend eigene Formate entwickelt werden können. Auch die zukünftige Organisationsform dieses Kreises soll dabei eine Rolle spielen. Die Teilnehmer werden gebeten, in kurzer Form einige Impulse zu Ihren eigenen Vorhaben und Gedanken mitzubringen. Diese sollen dann vor Ort zu einer „Kirchen-Netzwerk-Karte“ zusammengefügt werden. Das Treffen findet am 11. September um 18.30 Uhr in Bonn im Dialograum der „Kreuzung an Sankt Helena“ (Bornheimer Str. 130, 53119 Bonn) statt. Interessierte sind herzlich eingeladen. (kb, 9.9.17)

Grundsteinlegung für die Kölner Auferstehungskirche im Jahr 1965 (Bild: gemeinfrei)

Steinfurt-Borghorst, Marienkirche, 2011 (Bild: Derburgimwalder, GFDL oder CC BY SA 3.0)

Ein bisschen abreißen

Auch wenn es „ein bisschen schwanger“ bekanntlich nicht gibt, mit dem Verb „abreißen“ geht es offensichtlich schon. So zumindest klingt der bevorstehende „Rückbau“ (als Wort nicht minder erstaunlich) von St. Mariä Himmelfahrt (1953, Josef Drüen) in Steinfurt-Borghorst. Hier will man in diesem Herbst – die Abbruchgenehmigung liegt bereits vor – das Kirchenschiff niederlegen. An seiner Stelle soll ein Investor einen neuen Bau für den katholischen Kindergarten errichten, den die Gemeinde dann anmietet. Das damit freiwerdende gegenüberliegende Grundstück des bisherigen Kindergartens wird ebenfalls abgegeben, um den Rückbau des Kirchenschiffs zu finanzieren.

Gottesdienste sind, so die Gemeinde, weiter möglich. Hierfür werde der verbleibende Kirchen-Rumpf neu hergerichtet und mit einem eigenen Eingang erschlossen. Und obendrauf gibt das Bistum noch Geld für die Dachsanierung der zweiten (intakt bleibenden) Gemeindekirche, für St. Nikomedes in Steinfurt. In den Verhandlungen, die dieser komplexen Lösung vorausgegangen sind, hatten Gemeinde und Bistum (glaubt man der Presse) um jeden Meter gerungen: Die Gemeinde wollte zehn Meter vom Schiff (für ein Foyer) behalten, das Bistum keinen, jetzt werden zwei Meter bleiben. Der letzte Gottesdienst, der in der Marienkirche in ihrer vollen Länge gefeiert werden kann, ist für den 15. Oktober diesen Jahres angesetzt. (kb, 7.9.17)

Steinfurt-Borghorst, Marienkirche, 2011 (Bild: Derburgimwalder, GFDL oder CC BY SA 3.0)

Bremen-Lehe, Andreaskirche (Bild: mapio)

„Gotteshaus mit Flügeln“

Es gibt sie schon, die stolzen Gemeinden, die das junge Baujahr ihrer Gottesdienststätte nicht mit einem „praktisch ist sie ja“ entschuldigen. Zum diesjährigen „Tag des offenen Denkmals“ (TofD) stehen vermehrt auch moderne Kirchenbauten auf dem Programm. In Bremen-Lehe, um ein Beispiel herauszugreifen, wird die Führung (10. September, 15.00 Uhr durch Pastor Martin Warnecke) durch die Andreaskirche (1968, O. Ahlers) angepriesen mit: „Gotteshaus mit Flügeln“, mit „schwebender Dachkonstruktion“ und „elegantem Campanile“ (geöffnet nach (Kinder-)Gottesdienst 12 bis 16 Uhr).

Auch außerhalb von Bremen lohnt der Blick ins TofD-Programm: In München wurde eine Gaststätte mit Biergarten 1919 zur Himmelfahrtskirche (spätere Um-/Wiederaufbauten) umgestaltet (Kidlerstraße 15, 81371 München Sendling, geöffnet 9 bis 20 Uhr, 10 Uhr Gottesdienst, 11 Uhr Kirchenkaffee, 12 Uhr Führung). In Köln, inmitten einer historischen Parkanlage, wird die 1964 vom Taizé-Bruder Eric Sassure gestaltete Erzengel-Michael-Kirche geöffnet (Sürther Straße 169, 50999 Köln Rodenkirchen, Führungen 12, 14 und 16 Uhr). Oder Sie besuchen in Hamburg eine andere Moderne, die Kirche des Heiligen Prokopij, die 1965 im „altrussischen Stil“ entstand (Hagenbeckstraße 10, 20357 Hamburg Eimsbüttel Stellingen, geöffnet 9./10. September 14 bis 16 Uhr, Führungen an beiden Tagen 14.30 und 15.30 Uhr). Oder Sie setzen in Berlin mit der Kirche St. Judas Thaddäus (1959) auf einen Altmeister der Moderne (Bäumerplan 1-5, 12101 Berlin-Tempelhof-Schöneberg geöffnet 9.30 bis 10.30, 12 bis 13 und 17 bis 19 Uhr, Kirchenführungen 16 und 18 Uhr, Orgelführung 17.30 Uhr, dazwischen liturgische, musikalische und kulinarische Angebote). Oder … (kb, 1.9.17)

Bremen-Lehe, Andreaskirche (Bild: mapio)

Bous, Kloster Heiligenborn, 2007 (Bild: immobilienscout24.de)

Bous: modernes Kloster unter dem Hammer

Am 16. September soll sich das weitere Schicksal des nachkriegsmodernen Klosters Heiligenborn entscheiden: Für diesen Tag ist die Versteigerung der gut 30.000 Quadratmeter großen Anlage angesetzt, die seit 2009 nicht mehr von den Redemptoristen genutzt wird. Die Geschichte des Klosters im saarländischen Bous reicht bis in die 1940er Jahre zurück, als sich der Orden 1949 in einem ehemaligen HJ-Heim einrichtete. An einer Quelle, der die Legende eine Heiligengeschichte zuordnet, hatten die Nationalsozialisten Anfang der 1940er Jahre den Bau eines Jugendheims mit Thingstätte aufgenommen.

Der Grundstein für einen Neubau mit Klosterkirche (unter Einbeziehung einiger NS-Vorgängerbauten) wurde 1951 gelegt. Der Auftrag ging an den ungarischen Künstler György Lehoczky (1930-79) (mit Rösinger), der auch das Kloster im nahegelegenen Püttlingen gestaltete. Die Fertigstellung der Anlage zog sich bis 1957 hin. Nach 2009 waren vielfältige Umnutzungen im Gespräch, die sich alle zerschlugen: Kinderhospiz, Jugendherberge, betreutes Wohnen oder Gründerzentrum. Seit 2015 liegt auf dem denkmalgeschützten Ensemble eine behördliche Veränderungssperre, die gerade erst um ein Jahr verlängert wurde. Die Kommune selbst hat erklärt, das Kloster nicht kaufen zu wollen. Kritiker fordern ein Engagement des Landes, um den Bau zu erhalten und angemessen zu nutzen. Das Mindestgebot wurde auf 365.000 Euro festgesetzt. (kb, 28.8.17)

Bous, Kloster Heiligenborn (Bilder: immobilienscout24.de)

Essen, Pax Christi, 2005 (Bild: wiki05, PD)

TofD Essen bis Hannover: Wie man sich bettet

In Hannover kann das Kesselhaus der ehemaligen Bettfedernfabrik Werner und Ehlers (Zur Bettfedernfabrik 3, 30451 Hannover-Linden) mit einem 45 Meter hohen Turm auftrumpfen. Zum „Tag des offenen Denkmals“ (TofD) wird das Kesselhaus, dessen noch vorhandener Kessel bis ins Jahr 1927 zurückreicht, am 10. September von 12 – 18 Uhr zugänglich gemacht, Führungen erfolgen stündlich durch Mitglieder der Kesselhausinitiative. Begleitend gibt es ein Open Air Konzert sowie eine Ausstellung über Leben und Werk von Anton Wilhelm Amo und einen Flohmarkt (Kontakt: Jörg Djuren, Faust e. V., 0511/455001, info@linden-kesselhaus.de)

In Essen wird am TofD von 10 bis 18 Uhr eine „grundrissgleiche Doppelkirche“ aus dem Jahr 1960 geöffnet: Pax Christi (An St. Albertus Magnus 45, 45136 Essen-Bergerhausen. dient als Gedenkstätte für Opfer von Gewalt. Auf dem Boden der Unterkirche sind ca. 1.500 Namen eingeschrieben von Menschen, die von Anderen getötet wurden. Kunstwerke unterstreichen diese Botschaft, z. B. „Der Hörende“ von Toni Zenz. Am 10. September werden Führungen angeboten um 11.15, 15 und 17 Uhr durch den Arbeitskreis der Pax-Christi-Kirche. Zudem stehen auf dem Programm: 10 Uhr Heilige Messe, Rallye durch die Kirche für Kinder und Familien ganztags, 18 Uhr Vesper im Anschluss an die letzte Führung (Kontakt: Pastor im bes. Dienst Heinrich Henkst, Pfarrei St. Laurentius, 0172/2817747, heinrichhenkst@t-online.de; Dorothea Dautzenberg, Arbeitskreis der Pax-Christi-Kirche, 0201/8439223, dorisdautzenberg@hotmail.com). (kb, 28.8.17)

Essen, Pax Christi, 2005 (Bild: wiki05, PD)

Leipzig, Alte Propsteikirche (1982) (Bild: Rabanus Flavus, CC0)

Propsteikirche verkauft – und bald abgerissen?

Name und Preis sind zwar noch unbekannt, doch eines hat der Leipziger Propst Gregor Giele gegenüber „KNA/katholisch.de“ bestätigt: Die Alte (sprich nachkriegsmoderne) Propsteikirche in Leipzig ist verkauft. Der kubische Bau in der Emil-Fuchs-Straße entstand 1982 nach Plänen der DDR-Bauakademie. Zuvor war 1954 die „erste“ Propsteikirche (1847) in der Rudolphstraße nach Kriegsbeschädigungen gesprengt worden. Nach der Wiedervereinigung entschied sich die katholische Gemeinde für einen Neubau an der prominenten Kreuzung von Martin-Luther-Ring, Peterssteinweg und Nonnenmühlgasse. Ein vielbeachteter Architektenwettbewerb mündete in den 2015 geweihten Neubau durch das Leipziger Architekturbüro Schulz & Schulz.

Der nunmehr „alte“ Kirchenraum wurde 2015 sowohl profaniert als auch (als besonderes Zeugnis der DDR-Architektur) unter Denkmalschutz gestellt – und damit war ein Konflikt programmiert, wollte die Gemeinde doch das Grundstück veräußern (inklusive Abriss der bestehenden, als „baufällig“ bezeichneten Kirche). Inzwischen sollen die Arbeiten des Berliner Metallbildhauers Achim Kühn, der für Leipzig die liturgischen Orte und Portale gestaltete, eingelagert worden sein. Sie sollen künftig in einem Museum in Borna gezeigt werden. Und der Käufer des ostmodernen Kirchengebäudes habe, so „KNA/katholisch.de“, „bei Bauamt und Denkmalpflege erfolgreich prüfen lassen, dass ein Abriss (…) doch möglich wäre“. (kb, 21.8.17)

Leipzig, Alte Propsteikirche (Bild: Rabanus Flavus, CC0)

Frankfurt am Main, Paulskirche (Bild: Dontworry, CC BY SA 3.0)

Paulskirche: Sanierung steht an

Als man die Paulskirche 1948 in moderner Formensprache wiederaufbaute, wollte die Stadt ein „nationales Zeichen“ setzen: Frankfurt warb damals (vergeblich) um den Regierungssitz der jungen Bundesrepublik. Der Ort war eigentlich perfekt gewählt, gilt die Paulskirche doch als „Wiege der Demokratie“. In dem klassizistischen Bau, 1833 an der Stelle der mittelalterlichen Barfüßerkirche errichtet, hatte sich 1848/49 mit der Nationalversammlung Deutschlands „erste frei gewählte Volksvertretung“ getroffen.

Der Wiederaufbau der Kriegsruine lag in den Händen eines renommierten Architektenteams: Rudolf Schwarz, Eugen Blanck, Gottlob Schaupp und Johannes Krahn. Damit erhielt die Paulskirche ihr neues flaches Kuppeldach, eine horizontale Unterteilung und die ikonische klare Innenraumgestaltung. Bis 1991 unter der Leitung von Maria Schwarz behutsam renoviert, kamen eine Glasgestaltung von Jochem Poensgen und ein Wandgemälde von Johannes Grützke hinzu. Aktuell melden die Baufachleute Bedenken an: Statik (1997 hatte sich eine Glocke gelöst), Brandschutz, Belüftung und Tontechnik bedürften drängend einer Sicherung bzw. Erneuerung. Gutachter prüfen nun den Handlungsbedarf. Zu diesem Zweck wurde die Paulskirche Anfang August vorübergehend geschlossen. In solchen Momenten merkt die Mainmetropole, was ihr an dieser Kirche, die heute vorwiegend als Gedenk-, Ausstellungs- und Versammlungsstätte dient, fehlen würde. Für die für 2020 avisierte Sanierung steht ein zweistelliger Millionenbetrag im Raum. (kb, 18.8.17)

Frankfurt am Main, Paulskirche (Bild: Loop oh, CC BY SA 3.0)

Berlin, Maria Regina Martyrum (Bild: Rabanus Flavus, PD)

Ein Abriss, ein Jubiläum und viel Stille

Wenn dieser Tage wieder der Abriss einer modernen Klosteranlage Schlagzeilen macht (Düsseldorf, Franziskanerkirche/St. Antonius, 1955, Heinz Thoma), dann ist ein – wenn auch zehnjähriges – Kloster-Jubiläum umso mehr zu feiern: Vom 5. bis zum 6. August begeht die evangelische Communität Don Camillo den freudigen Anlass mit Ausstellung, Führungen, Konzerten und Turmbesteigungen. Über das ganze Jahr bietet die Segenskirche (1908, August Dinklage/Ernst Paulus/Olaf Lilloe) in Berliner-Prenzlauer Berg als „Stadtkloster“ ebenso Spirituelles für Passanten wie Gästezimmer für Ruhebedürftige.

Auch ein klarer Betonbau dient in der Hauptstadt als Klosterkirche: Der Karmel hat seinen Sitz seit 1984 an der Gedenkkirche Maria Regina Martyrum (1963, Hans Schädel/Herbert Jünemann/Friedrich Ebert). In direkter Nachbarschaft zur Gedenkstätte Plötzensee, einer ehemaligen NS-Haftanstalt, verstehen sich die Schwestern auch als Hüterinnen der Erinnerung. In Berlin reicht die Palette – der Tagesspiegel spricht 2014 von 400 Nonnen und 125 Mönchen (Buddhisten mitgerechnet) – vom (für Berliner Verhältnisse alteingesessenen) Dominikanerkloster St. Paulus (Engelbert Seibertz, 1893) in Moabit bis hin zu den abgeschiedenen Steyler Anbetungsschwestern in St. Gabriel/Mariae Verkündigung (1937, Martin Braunstorfinger) in Westend. (kb, 3.8.17)

Titelbild: Berlin-Plötzensee, Maria Regina Martyrum (Bild: Rabanus Flavus, CC BY SA 4.0)

Rom, 1983 (Bild: Archiv H. W. Peuser)

Wenn die Ewigkeit ruft

Nein, eine Nummer kleiner haben wir es nicht: Es geht um das Ewige, das Göttliche, das Heilige. Oder, um es mit den Worten von Sektion M24 zu sagen. „Cities, Space and the Sacred: Exploring Urban (Religious) Landscapes in the Modern Era“. Austragungsort ist (Redundanz erwünscht) die Ewige Stadt Rom (Department of Business Studies – Roma Tre University, Via Silvio d’Amico 77, 00145 Rom). Für die Veranstalter, die European Association of Urban History (EAUH), reicht die Moderne von 1800 bis in die Gegenwart.

Vom 29. August bis zum 1. September 2018 (!) trifft man sich in Rom zur 14 th International Conference on Urban History. Zu diesem Anlass werden vom Deutschen Historischen Institut (Rom) für die besagte Sektion noch Themenvorschläge zu diesen Schwerpunkten gesucht: die sich wandelnde Rolle religiöser Orte, wie religiöse Gemeinschaften den städtischen Raum markieren, wie weltliche Mächte in der Stadt heilige Räume ausweisen wollen. Willkommen sind fachübergreifende Zugänge inner- und außerhalb der europäischen Kulturlandschaft. Vorschläge (max. 450 Worte) können online eingereicht werden bis zum 5. Oktober 2017. Wer es mit dem Heiligen nicht so hat, kann sich in einer der zahlreichen Sektionen z. B. auch für „Räume der Furcht“ (M 28) bewerben. (kb, 20.7.17)

Der moderne Kirchenbauer H. W. Peuser besucht 1983 Rom (Bild: Archiv H. W. Peuser)