Martin Maleschka

Martin Maleschka: Kunstkalender 2018 (Detail)

Ost-Kunst-Kalender

Wie könnte man das bald kommende Jahr besser beginnen als mit großformatigen Motiven zur Ostmoderne aus den bewährten Händen des Fotografen Martin Maleschka. In diesem Jahr hat er sich für seinen Fotokalender die baugebundene DDR-Kunst vorgenommen. Das Ganze wird edel produziert: mattes 300-Gramm-Papier im A3-Hochformat. Gezeigt werden Motive aus zwölf Städten: Eisenhüttenstadt, Magdeburg, Berlin, Frankfurt/Oder, Hoyerswerda, Halle-Neustadt, Rostock, Schwedt/Oder, Chemnitz, Waren/Müritz, Merseburg, Dresden und Neubrandenburg.

Beziehen kann man den Kalender für 20 Euro direkt bei Martin Maleschka unter: kunstkalender@icloud.com. Weihnachten kommt auch dieses Jahr wieder schneller, als man denkt! Und wer noch eine weitere gute Dosis Maleschka sucht, findet diese ab dem 10. Oktober (Vernissage ab 19.30 Uhr) in der Neuen Sächsischen Galerie (Neue Chemnitzer Kunsthütte e. V., Moritzstraße 20, 09111 Chemnitz) in der Sammelausstellung „Roter Oktober. Kommunismus als Fiktion und Befehl“, kuratiert von Dr. Paul Kaiser in Zusammenarbeit mit Christoph Tannert und Mathias Lindner. Die Präsentation ist bis zum 14. Januar 2018 zu sehen. (kb, 9.10.17)

Titelmotiv und Bildgalerie: Martin Maleschka, Kunstkalender 2018

Was macht die Kunst in Frankfurt/Oder?

Es ist nicht neu, hat aber leider noch nicht ganz den Weg gefunden aus den Herzen der Ostmodernisten in die Köpfe der Entscheider: Kunstobjekte der DDR-Zeit verschwinden im großen Stil aus dem öffentlichen Raum und landen im besten Fall im städtischen Depot. Sie aus diesem unfreiwilligen Winterschlaf wieder hervorzuholen, hat sich die Ausstellung „Was macht die Kunst?“ in Frankfurt/Oder vorgenommen. In Zusammenarbeit mit dem Kultureigenbetrieb der Stadt werden so für einige Zeit wieder Kunstwerke sichtbar, die sonst aktuell nicht der Öffentlichkeit zugänglich sind. Die Objektschau ist Teil einer kleinen Bestandsaufnahme noch vorhandener Kunst im öffentlichen Raum – mit Fotografien von Martin Maleschka.

Dass gerade Frankfurt Oder über einen reichen Schatz baugebundener Kunst verfügte, verdankte man u. a. dem Status als Bezirkshauptstadt mit ihren vielen ostmodernen Neubauten . Der Ausstellungsort selbst bildet einen solchen authentischen Rahmen für die Präsentation: Das zuletzt als Mensa der Viadrina genutzte Nebengebäude des Audimax ist Teil der ehemaligen Bezirksparteischule. In den letzten Jahren nicht mehr zugänglich, bergen die Räume eine großflächige Hinterglasmalerei, die sich in die Ausstellung einreihen wird. Die Vernissage findet am 2. Juli um 18 Uhr statt, im Anschluss ist die Präsentation bis zum 13. August 2017 zu sehen. (kb, 8.6.17)

Frankfurt/Oder, ehemalige Bezirksparteischule, Hinterglasmalerei (Foto: Martin Maleschka) 

Gleich in Cottbus

Martin Maleschka
So dekorativ kann Platte sein (Foto: Martin Maleschka)

Gute Fotos kann man nicht oft genug ankündigen: Wieder gibt es eine Ausstellung des jungen Architekten Martin Maleschka zu sehen. Maleschkas Fotografien  wurden seit 2014 u. a. bereits in Eisenhüttenstadt oder Erfurt präsentiert. In Weimar flankierte eine seiner Präsentationen die Tagung „Denkmal Ostmoderne II“ der Bauhaus-Universität – um nur einige Orte zu nennen. 

Nun ist bis zum 30. Dezember 2015 in Cottbus (Hubertstraße 6, Mayerwittig Architekten  Stadtplaner GBR) seine „Mini-Ausstellung“ mit dem Namen „Gleich“ zu sehen. Dieses Mal spürt Maleschka den geometrischen Spuren im seriellen Bauen der Ostmoderne nach. Teils fügt er seine verfremdeten Aufnahmen zu neuen Mustern zusammen – und öffnet gerade damit den Blick für Vorurteilsbeladenes oder scheinbar Vertrautes. Seine Ergebnisse können in Cottbus während der Büroöffnungszeiten werktags zwischen 9.00 und 16.00 Uhr besichtigt werden. (kb, 25.11.15)

#AUSSCHNITTE in Dresden

"#AUSSCHNITTE" von Martin Maleschka (Bild: Martin Maleschka)
In seiner neuen Fotoausstellung widmet sich der Architekt Martin Maleschka in Dresden der Kunst am Bau (Bild: M. Maleschka)

Unter dem Titel „#AUSSCHNITTE“ ist ab dem 22. April 2015 in Dresden eine Fotoausstellung des jungen Architekten Martin Maleschka zu sehen. Maleschkas Aufnahmen waren seit 2014 u. a. bereits in Eisenhüttenstadt oder Erfurt zu sehen. In Weimar flankierte eine seiner Präsentationen die Tagung „Denkmal Ostmoderne II“ der Bauhaus-Universität. Selbst “in der Platte” in Eisenhüttenstadt aufgewachsen, widmet sich Maleschka seit Jahren der Fotografie ostdeutscher Siedlungen. 

Seine Aufnahmen unterstreichen die Beziehungen zwischen den Bauten, der Kunst am Bau und den dort lebenden Menschen. Martin Maleschka kreiert einen ganz speziellen Blickwinkel auf das zumeist Ungeliebte und Unbeachtete. In Dresden sind nun 50 Aufnahmen zum Schwerpunkt „Kunst am Bau“ zu sehen. (kb, 20.4./12.6.15)

Drei Tage Heimat in Eisenhüttenstadt

#HEIMATLOS (Bild: M. Maleschka)
#HEIMATLOS – Sie können der Veranstaltung auch über die sozialen Medien folgen (Bild: M. Maleschka)

Heimat kann man anschauen, zumindest zwischen den Jahren. Zum 25. Jahrestag des Mauerfalls zeigt der Architekt und Fotograf Martin Maleschka eine Ausstellung zum Thema „Schrumpfende Städte“. Maleschka machte sich in den letzten Monaten einen Namen durch Projekte zur Architektur und architekturbezogenen Kunst der Ostmoderne in Weimar, Erfurt und London. Mit seiner neuen Ausstellung rückt er nun die Plattenbaugebiete Eisenhüttenstadts in den Mittelpunkt.

Schon während, aber nicht nur wegen seines Architekturstudiums war Maleschka nach Eisenhüttenstadt gezogen. Er begann, die seine „baulich immer schneller verschwindende Heimat“ fotografisch zu dokumentieren. Der Beschluss, am traditionsreichen Industriestandort die erste deutsche – „sozialistische Stadt“ zu errichteten, war 1950 gefallen. In der Folge entstanden markante Plattenbausiedlungen, die man nach dem Mauerfall veränderte und teils wieder „rückbaute“. Maleschkas Blick auf diese Umbrüche sind nun an drei Tagen, vom 25. bis zum 28. Dezember 2014 in einem leerstehenden Geschäft (Straße der Republik 37) in Eisenhüttenstadt jeweils von 10 bis 12 und von 14 bis 18 Uhr zu sehen. Die Vernissage findet am 25. Dezember 2014 um 17 Uhr statt. (kb, 16.12.14)

#Ostmoderne

Die Ausstellung wirft einen ungewohnten Blick auf die Ostmoderne (Bild: Martin Maleschka)
Die Ausstellung wirft einen ungewohnten Blick auf die Ostmoderne (Bild: Martin Maleschka)

Unter dem Titel „#Ostmoderne“ ist ab 31. Juli 2014 in Erfurt eine Fotoausstellung des jungen Architekten Martin Maleschka zu sehen. Im Fokus stehen die zunehmend verödenden Plattenbausiedlungen Ostdeutschlands und deren Aneignung durch eine postsozialistische Umwelt. Maleschka war Anfang des Jahres bereits in Weimar mit einer Ausstellung zu sehen, wo sie die Tagung „Denkmal Ostmoderne II“ der Bauhaus-Universität flankierte.

Für Erfurt stellte Martin Maleschka nun eine neue Präsentation zusammen. Maleschka, der selbst „in der Platte“ in Eisenhüttenstadt aufgewachsen ist, widmet sich seit Jahren der Fotografie ostdeutscher Siedlungen. Seine Aufnahmen unterstreichen die Beziehungen zwischen den Bauten, der Kunst am Bau und den dort lebenden Menschen. Martin Maleschka kreiert einen ganz speziellen Blickwinkel auf das zumeist Ungeliebte und Unbeachtete. Die Ausstellung ist bis zum 30. August 2014 im Kunstraum Speicher in der Waagegasse 2 in Erfurt zu sehen. Zur Vernissage am 31. Juli um 20 Uhr spricht Dr. Mark Escherich von der Weimarer Bauhaus-Universität. (jr, 27.7.14)

Martin Maleschka: Cottbus

Vorher-Nachher-Platte

von Martin Maleschka (17/2)

Vielleicht verstehen wir sie nur falsch. Vielleicht ist es eigentlich eine liebevolle Geste, wenn Investoren und Wohnungsbaugesellschaften die Ostplatte gut einpacken. Auf dass ihr nichts Böses widerfahre, dass weder Wind noch Wetter, weder Denkmalschutz noch Ostmodernisten ihr etwas anhaben können. Der Architekt und Fotograf Martin Maleschka, regelmäßig in Ausstellungen vertreten, hat sich für moderneREGIONAL durch Bukarest und den Osten unserer Republik gearbeitet: Platte vorher-nachher. Vergleichen Sie selbst!

Alle Aufnahmen: Martin Maleschka, Titelmotiv: Cottbus