Raster Beton

Raster Beton: Cover-Ausschnitt (Bild: M-Books)

Raster Beton – zwischen Kunst und Platte

Zwischen Planung und Realität der Großwohnsiedlungen entfalten sich bis heute Debatten: Lebt im Plattenbau die Utopie der Gleichheit aller Menschen, wie sie vor allem in der DDR propagiert wurde? Wie kann diese Erzählung fortgeschrieben werden? Und können diese Siedlungen Antwort darauf geben, wie die Wohnungsfrage zu lösen ist? Das Buch Raster Beton – Vom Leben in Großwohnsiedlungen zwischen Kunst und Platte. Leipzig-Grünau im internationalen Vergleich stellt bisher unveröffentlichte Arbeiten des Leipziger Fotografen Harald Kirschner der Dokumentation zeitgenössischer künstlerischer Positionen zum Leben in Großwohnsiedlungen gegenüber. Diese sind im Sommer 2016 aus einem Festival in Leipzig hervorgegangen.

Anhand von Grünau beschreiben die Autoren des von Juliane Richter, Tanja Scheffler und Hannah Sieben herausgegebenen Bands Programm und Ästhetik serieller Fertigung und zeigen, welche Auswirkungen sie auf das Wohnen heute haben. Die architekturhistorische Studie untersucht internationale Beispiele von Großwohnsiedlungen und stellt das konstruktive und gestalterische Prinzip des Plattenbaus in Zusammenhang. Dabei werden Ideengeschichte, Wahrnehmung wie Rezeption von Städtebau und Architektur der Großsiedlungen ebenso beleuchtet wie ihre Darstellung im Spielfilm. Am 18. November präsentiert der verantwortliche Kunstraum D21 die Publikation im Offenen Atelier Grünau mit Autoren wie Wolfgang Kil und Harald Kirschner, den Fotografen sowie einer Ausstellung aktueller Bilder Grünauer Architektur. (db, 4.11.17)

Raster Beton: Cover-Ausschnitt (Bild: Harald Kirschner)