Sowjetunion

Schlögel, Das sowjetische Jahrhundert (Bild C.H. Beck)

Das sowjetische Jahrhundert

Karl Schlögel gehört zu den Pionieren der Osteuropahistoriker. Lange vor der Öffnung  russischer Archive entwickelte er sich zu einem renommierten westeuropäischen Experten der sowjetischen Geschichte. Kürzlich publizierte Schlögel mit „Das sowjetische Jahrhundert“ ein Grundlagenwerk, das in seiner Methodik von historiographischen Gepflogenheiten deutlich abweicht. Es präsentiert dem Leser die „Archäologie einer untergegangenen Welt“ und rekonstruiert die Geschichte der UdSSR anhand von ikonischen Alltagsgegenständen, Kulturpraktiken und Objekten des Landes. Statt einer herkömmlichen Kulturgeschichte entsteht somit ein vielschichtiges Porträt einer historisch spezifischen Lebenswelt, vom sowjetischen Parfum über Datscha und Kommunalka bis zur legendären Großbaustelle Magnitogorsk.

Wer den Autor live erleben möchte, hat diese Woche in Berlin die Möglichkeit dazu. Am Mittwoch, 13. Dezember, lädt die Max-Lingner-Stiftung zum Themenabend „Zehn Tage, die die Welt erschütterten“. Im Fokus steht die russische Revolution, als Diskutanten sind Schlögel und sein Kollege Wladislaw Hedeler geladen. Los geht es um 19 Uhr im Max-Lingner-Haus (Beatrice-Zweig-Straße 2, 13156 Berlin). (jr, 11.12.17)

Schlögel, Karl, Das sowjetische Jahrhundert. Archäologie einer untergegangenen Welt, C.H. Beck, München 2017, ISBN 978-3-406-71511-2 .

Ausstellung "Zentrifugale Tendenzen" (Bild: Tchouban Foundation, Berlin)

Tallinn – Moskau – Nowosibirsk

Die Ausstellung „Zentrifugale Tendenzen. Tallinn – Moskau – Nowosibirsk“ ist die Fortsetzung der Reihe visionärer und gesellschaftskritischer Architektur im Berliner Museum für Architekturzeichnung (Tchoban Foundation). Nach den Ausstellungen der Werke von Lebbeus Woods, Peter Cook und der Sammlung von Alvin Boyarsky wird die sogenannte Papierarchitektur aus der ehemaligen Sowjetunion vorgestellt. Der Begriff Papierarchitektur wurde in den 1980ern durch den Architekten, Kurator und einen der Protagonisten dieser Bewegung, Juri Awwakumow, geprägt. Er wird für nicht realisierte, lediglich für die Schublade geplante, Bauvorhaben benutzt.

Dies wird dem Phänomen jedoch nicht gerecht. Denn mit Papierarchitektur ist vor allem eine in den 1980er Jahren in der Sowjetunion geborene Architekturbewegung gemeint, die als Protest gegen die Routine der staatlichen Planungsbüros entstanden ist. Die Ausstellung präsentiert etwa fünfzig Zeichnungen, die sich in drei Gruppen untergliedern lassen: die Tallinner Schule, die Papierarchitektur aus Moskau und die aus Nowosibirsk. Zu sehen sind Werke namhafter Künstler, darunter Leonhard Lapin, Juri Awwakumow, Alexander Brodsky und weitere Architekten. Zu der Ausstellung ist ein Katalog erschienen. Die Präsentation ist noch bis zum 18. Februar 2018 zu sehen. (kb, 17.11.17)

Ausstellung „Zentrifugale Tendenzen“ (Bild: Tchoban Foundation, Berlin)

Helden am Ende

Helden am Ende (Bild: Campus Verlag)
Helden am Ende (Bild: Campus Verlag)

Heldinnen und Helden waren in den Gesellschaften des Realsozialismus allgegenwärtig. Wandmosaiken, Historiengemälde oder Illustrierte Zeitungen kündeten ohne Unterlass von den Leistungen der zu Stars avancierten Kosmonauten, Stachanovisten und Piloten. Doch wie war der permanente Enthusiasmus dieser Personen mit der Betonung der Propaganda vereinbar, es handele sich dabei um gewöhnliche Menschen, um „einen von uns“? Der von Monica Rüthers und Alexandra Köhring herausgegebene Sammelband „Helden am Ende“ hakt nach und fragt nach heroischen Erschöpfungszuständen und deren Darstellung.

Die Beiträge werfen einen umfassenden Blick auf die Bildwelten des Sozialismus, die ihren Helden nur selten eine Pause gönnten und sie etwa im Sport als ebenso unermüdlich wie entsexualisiert präsentierten. Möglichkeiten zur Darstellung der Erschöpfung boten aber Ausnahmezustände wie ein schweres Grubenunglück, das sich 1960 in der DDR ereignete. Eine zeitgenössische Fotodokumentation inszenierte einen völlig erschöpften Rettungshelfer als Helden im Ausnahmezustand. Das sowjetische Kino problematisierte gar die Heroenszenierung selbst, indem es eine alterne Fliegerheldin in den Blick nahm. In der sowjetischen Nachkriegsgesellschaft aus der Zeit gefallen, sieht sich die Protagonistin mit dem Schicksal einer Heldin von gestern konfrontiert. (jr, 3.11.16)

Rüthers, Monica/Köhring, Alexandra (Hg.), Helden am Ende. Erschöpfungszustände in der Kunst des Sozialismus. Campus Verlag, Frankfurt 2014, 978-3593501000.

Kulturaustausch

Berlin, VII. SED-Parteitag, 18. April 1967, Ulbricht küsst Breschnev (Bild: Bundesarchiv Bild 83-F0418-0001-038, CC BY SA 3.0, Foto: Urlich Kohls)
Ulbricht und Breschnew tauschen „Ideen“ aus: Berlin, VII. SED-Parteitag, 18. April 1967 (Bild: Bundesarchiv Bild 83-F0418-0001-038, CC BY SA 3.0, Foto: Ulrich Kohls)

Von der aktuellen Forschung wird entweder über- oder unterschätzt, welche kulturelle Bedeutung der UdSSR in den Volksrepubliken Mittel- und Osteuropas zukam. So wie die Geschichtsschreibung vor 1989 immer wieder den Austausch mit dem „großen Bruder“ hervorhob, verneinte man diesen nach 1989 nur allzu gerne. Zudem unterstellte man den großen militärischen oder außenpolitischen Ereignissen – 1953 in Ost-Berlin, 1956 in Budapest, 1968 in Prag, 1989 in Berlin – einen überproportionalen Einfluss.

Dem möchte die Tagung „La place du grand frère. Cultural Exchanges Between the Soviet Union and the Popular Democracies during the Communist Era“ abhelfen, die vom 16. bis 17. Juli 2016 in Bukarest stattfinden soll. Hierfür werden noch Themenvorschläge gesucht, die sich konzentrieren auf den kulturellen Austausch in den Bereichen Theater, Literatur, Musik, bildende Künste, Architektur und Film – mit Schwerpunkt auf den beteiligten Institutionen, den kulturellen Akteuren, dem Austausch von Wissen und Gütern oder den geographischen Begegnungspunkten. Das Paper (Titel und Abstract von max. 500 Wörtern) kann mit einer Kurzbiographie (max. 10 Zeilen) bis zum 26. Juni 2016 gesendet werden an: popescualinaa@yahoo.fr und luciadragomir@gmail.com. Konferenzsprache ist vorwiegend Französisch, aber auch englische Papers werden akzeptiert. (kb, 19.6.16)

Back in the USSR

Back in the USSR (Bild: Jovis Verlag)
Die Bushaltestellen der Sowjetunion sind erneut Thema eines Bildbandes (Bild: Jovis Verlag)

2014 wiesen wir auf den schönen Bildband ‚Soviet Bus Stops‘ hin. Er wurde in streng limitierter Auflage von 1.500 Exemplare gedruckt und zeigte Aufnahmen Christopher Herwigs. Der Fotograf hat in der ehemaligen Sowjetunion über 30 000 Kilometer zurückgelegt, um die Bushaltestellen der Nachfolgestaaten der einstigen Supermacht zu porträtieren. Sein Beispiel hat offenbar Schule gemacht: Nun erschien ein Bildband des Fotografen Peter Ortner, der sich dem gleichen Thema widmet. Herwigs Buch ist inzwischen unter dem zweisprachigen Titel ‚Sovetskie Avtobusnye Ostanovki – Soviet Bus Stops‘ neu aufgelegt worden.

Die Aufnahmen der beiden Bildbände zeigen Bauten, deren Architekten sich unter dem Deckmantel der scheinbar banalen Bauaufgabe selbst verwirklichten. Die Bushaltestellen an den Landstraßen der Sowjetrepubliken sollten nicht nur vor Wind und Wetter schützen, sondern auch Denkmal und lokaler Identitätsstifter sein. So präsentieren sie sich mal als konstruktivistische Betonskulptur, mal als Tempel des sozialistischen Klassizismus oder auch als überdimensionaler Mongolenhelm. (jr, 2.6.16)

Ortner, Peter, Back in the USSR. Soviet Roadside Architecture from Samarkand to Yerevan, Jovis Verlag, Berlin 2016, Hardcover, Deutsch/Englisch, ISBN 978-3-86859-413-3.

Herwig, Christopher, Sovetskie Avtobusnye Ostanovki – Soviet Bus Stops, Fuell, London 2016, Hardcover, ISBN 978-0-9931911-0-7.

Russisch Quartett

Quartett "Russische Wohungsbauserien" (Bild: Dom Publishers)
Farbenfrohe Ostmoderne: das Bild-Quartett „Russische Wohungsbauserien“ (Bild: Dom Publishers)

Wer sich die Freizeit auf Russisch vertreiben möchte, kann auch weniger blutig davonkommen: mit einem Quartettspiel zu sowjetischen Wohnungsbauserien. Denn tatsächlich gab es keine sowjetische Stadt, die den Standardentwürfen der Ostmoderne entgehen konnte. Diese waren in den 1960er Jahren Grundlage für über 90 Prozent aller Wohnungsbauten.

Der sowjetische Massenwohnungsbau war allgegenwärtig, er formte die Kultur und den Weltblick auf die sowjetischen Bürger. Nun können sich Ostmodernisten damit auch ihre Freizeit vertreiben – ein Tipp, den wir dem Plattenbauportal „Jeder Quadratmeter Du“ verdanken. Das Kartendeck von 37 Blatt von Dom Publishers dokumentiert Wohnungsbauserien in der Sowjetunion, die auf Basis von Standardentwürfen entstanden sind. Die Auswahl repräsentiert die verschiedenen Generationen und macht dadurch die Entwicklung der Serientypen nachvollziehbar. Und wer dann immer noch in Spiellaune ist, kann auf die Quartett-Klassiker zurückgreifen: „Plattenbauten. Berliner Betonerzeugnisse“ und „Stadtbeleuchtung. Berliner Lichtelemente“. (kb, 27.2.16)

Bauten für die Wartegemeinschaft

Soviet Bus Stops (Bild: C. Herbig)
Christopher Herbig fotografierte sowjetische Alltagsarchitektur (Bild: C. Herbig)

„Nur wartende Menschen/und nirgendwo ein Bus“, so besangen einst die Toten Hosen die festgefahrene Gesellschaft im Kuba Fidel Castros. Im „Bruderstaat“ UdSSR konnten sich die Wartenden zumindest an ungewöhnlicher Architektur freuen: die sowjetischen Bushaltestellen präsentierten sich nicht standardisiert, sondern bestachen durch Lokalkolorit und teilweise expressive Bauformen. Man könnte fast glauben, hier wollte jemand der spöttisch beschworenen „sozialistischen Wartegemeinschaft“ ein Denkmal setzen.

Der Fotograf Christopher Herwig hat diesem bislang kaum beachteten Stück Architekturgeschichte nun einen eigenen Bildband gewidmet. Für das Projekt legte er eine Strecke von über 30 000 km zurück und bereiste 13 Nachfolgestaaten der Sowjetunion. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: die porträtierten Bushaltestellen präsentieren sich mal als Miniaturmoschee in der kasachischen Steppe, mal als konstruktivistische Betonskulptur. Andernorts trifft man aufs überladene Schmuckkästchen voll sozialistisch-realistischem Kitsch oder auch einen überdimensionierten Mongolenhelm. Wer noch ein Exemplar ergattern möchte, sollte sich beeilen: der durch crowdfunding finanzierte Bildband wurde in einer streng limitierten Auflage von 1500 Exemplaren gedruckt, Restexemplare gibt es nur noch auf Nachfrage! (jr, 19.10.14)

Herwig, Christopher, Soviet Bus Stops. Limited edition photo book by Christopher Herwig, 2014, 128 Seiten, 28,5 x 21,5 cm.

Sowjetmoderne. 1955-1991

Sowjetmoderne (Bild: Parkbooks)
Sowjetmoderne (Bild: Parkbooks)

Langsam hat es sich auch im Westen herumgesprochen, dass in Moskau nach 1945 beeindruckende moderne Bauten entstanden. Aber die 14 nicht-russischen ehemaligen Sowjetrepubliken? Das Buch “Sowjetmoderne” verspricht zu eben jenen wenig vertrauten Provinzen unbekannte Geschichten. Reich bebildert, bestechend fotografiert und ausführlich beschrieben geht es um die Bauten der Jahre 1955 bis 1991 im Baltikum, im Kaukasus, in Osteuropa und in Zentralasien.

Für diese Übersicht forschte eine Gruppe des Architekturzentrums Wien über Jahre. Man arbeitete mit Fachleuten vor Ort zusammen, erstellte Karten und deutete die einzelnen Bauten. Viele der Zeitzeugen konnten für diese umfassende Publikation noch befragt und ihre Geschichten geschrieben werden. Entstanden ist die Gesamtschau auf einen “zweiten Kontinent des architektonischen Modernismus”. (kgb, 16.7.14)

Katharina Ritter u. a. (Bearb.), Sowjetmoderne. 1955-1991. Unbekannte Geschichten, hg. vom Architekturzentrum Wien, Parkbooks, 2012, gebunden, 20,5 x 26,5 cm, rund 1.000 größtenteils farbige Abbildungen, ISBN 978-3-85881-394-7.

LEITARTIKEL: Gedächtnis der Städte

von Monica Rüthers (16/2)

Moskau, Ausstellungsgebäude Garage (Bild: Vladimir Jarockij)
Das Café „Jahreszeiten“ wurde von Rem Koolhaas 2008 zum Museum für Gegenwartskunst  umgestaltet. Die Leiterin Darija Žukova ist auch Ehefrau von Roman Abramovič (Bild: V. Jarockij)

Nach Machtwechseln versuchen die neuen Herrscher jeweils, Raum und Zeit symbolisch neu zu besetzen: durch andere Gedenk- und Feiertage, durch den Sturz und die Errichtung von Denkmälern, durch die Umbenennung von Straßen, Plätzen und Einrichtungen, durch die Planung von repräsentativen Gebäuden, Ensembles und ganzen Städten. Gerade Moskau ist ein Beispiel dafür, wie wechselnde Leitbilder als Risse im Gewebe der Stadt sichtbar bleiben. Die zerklüftete Stadtlandschaft lässt sich als soziales Gedächtnis deuten, wenn man sie zu lesen vermag. Zugleich widerspricht sie der Vorstellung von einer „schönen“ Stadt. Angesichts der Besonderheiten der „sozialistischen Stadt“ stellt sich die Frage, wie Ikonen der Architekturgeschichte, größere Ensembles und einzelne Stadien der Stadtentwicklung zu gewichten sind. Sie stehen neben älteren „historischen“ Baudenkmälern, die bereits zu Sowjetzeiten geschützt und erhalten wurden.

 

Machtwechsel

Krim, Ferienlager, Artek, 1985 (Bild: RIA Novosti archive image #171678, Vladimir Fedorenko, CC BY SA 3.0)
Auf der Krim wird das Ferienlager Artek, hier im Jahr 1985, aktuell entrümpelt, restauriert, aber auch erweitert und verändert (Bild: RIA Novosti archive, image #171678, Vladimir Fedorenko, CC BY SA 3.0)

Bei der „Wahrung des historischen Erbes“ prallen – auch und gerade in Moskau – viele Akteure, gewachsene Institutionen, Kompetenzen und Traditionen mit unterschiedlichen individuellen und öffentlichen, ideellen und finanziellen Interessen aufeinander. Aus der sowjetischen Tradition heraus identifiziert Efim Freidine zwei Haltungen, die auch die russischen Debatten prägen: die Bewahrung historischer Bauten und Ensembles als dynamische Prozesse, die sich mit ihren Kontexten verändern einerseits und die Restauration historischer Objekte in einen bestimmten „ursprünglichen“ Zustand andererseits. Allerdings bestimmten seit den 1990er Jahren in Moskau weniger denkmalpflegerische Konzepte als vielmehr die Immobilienpreise und die Korruption über das Schicksal historischer Substanz. In letzter Zeit spielt die Politik wiederum die entscheidende Rolle.

Aktuelle Identitätsbedürfnisse zeigen sich an den Baudenkmälern, die saniert werden: der Gor’ki Park und die VDNCh („vystavka dostiženii narodnogo chozjajstva SSSR“, Ausstellung der Errungenschaften der Volkswirtschaft der UdSSR) in Moskau sowie neuerdings das berühmte Ferienlager Artek auf der Krim. Diese Areale sind klassische stalinistische Heterotopien, perfekte Orte, an denen bereits in der sowjetischen Gegenwart die lichte Zukunft genossen werden konnte. Heute erinnern sie an vergangene Macht und Größe in Verbindung mit Freizeit und Vergnügen. Die Anlagen werden unter der Fahne des Denkmalschutzes derzeit feinsäuberlich aktualisiert, entrümpelt, restauriert, aber auch um angrenzende Areale erweitert und verändert.

 

Neue Räume für neue Menschen

Nach der Oktoberrevolution sollte die Sowjetunion ins Industriezeitalter katapultiert werden. Die Utopie des Neuen Menschen und der Neuen Gesellschaft entsprach den Projekten der Neuen Stadt. Die Kreativen aller Länder vereinigten sich um die Hot Spots der Modernisierung wie die Motten um das Licht. Doch Planung war das eine, Umsetzung das andere. Der Schwerpunkt lag auf der Industrialisierung und den dafür nötigen Infrastrukturen, nicht auf dem Städtebau. So blieb die erste Phase von Signalbauten geprägt, die oft neue Funktionen verkörperten, wie Arbeiterclubs und Kommunehäuser. Die vereinzelten modernistischen Projekte blieben eine Randerscheinung. Die wenigen Kommunehäuser waren noch im Bau, als sich der politische Wechsel zum Stalinismus bereits vollzog.

Es gab zwar eine Kampagne gegen den so genannten Formalismus und eine Ächtung mancher KünstlerInnen und ihrer Werke, aber keinen Bildersturm gegen die konstruktivistischen Bauten. Das hätte man sich angesichts der Not gar nicht leisten können. Die Propaganda konzentrierte sich auf repräsentative neoklassizistische Bauten und Infrastruktur. Die konstruktivistischen Gebäude wurden weiterhin (um-)genutzt und weitergebaut.

 

Großprojekte der Stalinzeit

Moskau, Metrostation Majakovskaja (Bild: Andrey Kryuchenko, CC BY SA 3.0)
Die prunkvolle Moskauer Metro, hier die 1938 eingeweihte Station Majakovskaja, zählte zu den Vorzeigeprojekten der jungen Sowjetunion (Bild: Andrey Kryuchenko, CC BY SA 3.0)

Repräsentative Großprojekte prägten die 1930er Jahre: Ausstellungen, Stadtneu- oder Umbauten, die Metro, Regierungsgebäude, Ferienlager und Sanatorien. Diese teuren Prestigeobjekte wurden intensiv beworben und wirkten identitätsstiftend. Nach Stalins Tod 1953 wendete sich das Blatt. Schon 1954 verkündete Nikita Chruščëv beim Architektenkongress, dass nun einfach, günstig und schnell gebaut werden sollte. Neubauviertel prägten zunehmend das Bild sowjetischer Städte. Die Erneuerung des Sozialismus nach Stalin besann sich auf die Werte der Oktoberrevolution und rehabilitierte die Avantgarde der 1920er Jahre.

Doch die Bauten der Stalinzeit waren so monumental präsent und so sehr mit den Attributen des Guten, Schönen und Wahren belegt, dass auch der durch die Geheimrede 1956 eingeleitete Bildersturm nur Stalin und seine engsten Mitstreiter betraf. Die Prestigeobjekte wirkten zwar im Original, viel wichtiger war aber, wie man sie im Bild, auf Postkarten, Briefmarken, in Filmen und in der Presse verbreitete. Unliebsam gewordene Gebäude wurden aus dieser Öffentlichkeit so weit wie möglich ausgeblendet, sie verschwanden von Briefmarken und Postkarten.

 

Nach dem Ende

Die 1990er Jahre waren ein einziger Siegestaumel des spätkapitalistischen Triumphs über den Kommunismus, auf den die marktwirtschaftliche Unordnung folgte. Die Oktoberrevolution hatte die Privatparzelle abgeschafft und damit der Stadtplanung einmalige, wenn auch durch knappe Ressourcen eingeschränkte Möglichkeiten eröffnet. Nun schuf die Privatisierung nicht des Bodens, aber der Wohnungen und Betriebe ganz neue Verhältnisse. In Provinzstädten fiel diese Entwicklung zusammen mit Sanierungsbedarf, Kapitalmangel und nachholender Deindustrialisierung.

In Moskau hingegen, nach wie vor als repräsentative Hauptstadt abgekoppelt vom Hinterland, explodierten seit Mitte der 1990er Jahre die Immobilienpreise. Neue Formen der Kriminalität wie die berüchtigten „Wohnungsmorde“ griffen um sich. Jeder Immobilienboom gefährdet die Bausubstanz – und in Moskau war Nina Baturina, die Frau des Bürgermeisters Jurij Lužkov, die größte Immobilien- und Bauunternehmerin. Die ausufernde Korruption schreckte jedoch zunehmend Investoren ab, weil die Renditen darunter litten.

 

„Retromania“

Byelyaevo forever!
„Byelyaevo forever!“ – ein Buchtitel wurde zum Innbegriff einer neuen – auch denkmalpflegerischen – Wertschätzung für die sozialistische Moderne gefeiert

In Fachkreisen, an Hochschulen und auf Konferenzen herrscht in den letzten Jahren „retromania“ (Simon Reynolds): Die sozialistische Moderne der 1960er bis 1980er Jahre ist beliebt. ArchitektInnen, KünstlerInnen und Studierende sind fasziniert vom Transzendentalen, das diese Bauten ausstrahlen, vom Raster und seinen Variationen, von der Kompromisslosigkeit der „Platte“ und von außergewöhnlichen Architekturen der sozialistischen Hochmoderne. Die Platte ist hip, und wer sie zu schätzen weiß, verrät wahre Kennerschaft. Aber der Funke scheint nicht auf breitere Öffentlichkeiten überzuspringen. Die Bauten sind häufig in schlechtem Zustand, wirken schmuddelig und sind dabei nicht „alt“ genug, um vom Denkmalschutz wahrgenommen zu werden. Hier sind es tatsächlich die immateriellen Qualitäten, die Bedeutungen und Zuschreibungen, die über das Schicksal der Bausubstanz entscheiden. Es geht nur darum, wer die Deutungsmacht besitzt.

 

Literatur

Kulić, Vladimir/Mrdulaš, Maroje/Thaler, Wolfgang (Hg.), Modernism In-Between: The Mediatory Architectures of Socialist Yugoslavia, Berlin 2012.

Chaubin, Frédéric, Cosmic Communist Constructions Photographed, Köln 2011.

Bezjak, Roman, Sozialistische Moderne – Archäologie einer Zeit, hg. von Inka Schube, Hannover 2011.

Ryklin, Michail, Räume des Jubels. Totalitarismus und Differenz, Frankfurt am Main 2003.

Foucault, Michel, Andere Räume, in: Stadt-Räume, hg. von Martin Wentz, Frankfurt am Main u. a. 1991, S. 65–72.

FACHBEITRAG: Kirche wird Kulturhaus

von Katharina Sebold (16/2)

Sankt Petersburg, Kulturhaus (Bild: Katharina Sebod, 2015)
Ein Fremdkörper im sonst so gepflegten Sankt Petersburg: das Kulturhaus vom anderen Mojkaufer nach Norden (Bild: Katharina Sebold, 2015)

Wie ein Fremdkörper steht das verwitterte Sankt Petersburger „Kulturhaus für Arbeitende der Kommunikationsverbindungen und Netze“ (DK rabotnikov svjazi) am Ufer der Mojka – noch dazu auf einer Verkehrsinsel in zentraler Lage an der Bol’šaja Morskaja ulica , wo sich fast jeder andere Bau pastellfarben gepflegt präsentiert. Die Anordnung einzelner Gebäudeelemente zueinander gibt Rätsel über ihre Entstehung und die Gebäudenutzung auf. Wer das Gebäude genauer betrachtet, vermag im Bauwerk die Architekturdebatten der frühen Sowjetunion abzulesen.

 

Der Ausgangspunkt

Sankt Petersburg, Vorgängerbau des Kulturhauses (Bild: Fotothek des Architekturmuseums Moskaus)
So sah der Bau um 1900 aus: als deutsch-reformierte Kirche (H. J. v. Bosse, 1865) von Sankt Petersburg (Bild: Fotothek des Architekturmuseums Moskaus, hier auch viele weitere historische Aufnahmen und Pläne zur Kirche)

1862-65 wurde an dieser Stelle eine Kirche für die deutsch-reformierte Gemeinde St. Petersburgs errichtet. Die Pläne des neuromanischen Baus stammten von Harald Julius von Bosse, einem angesehenen Architekten des Zarenhofs. Ausführender Bauleiter war David Grimm, ein Vertreter des russischen Eklektizismus. Das zweistöckige Kirchenschiff mit hohem Glockenturm aus rotem Backstein hatte weiß getünchte Fassadendetails und war ansonsten unverputzt. 1872 wurde die Kirche bei einem Brand beschädigt und bis 1874 leicht verändert von Karl Rachau wiedererrichtet. Die nach der Revolution stark geschrumpfte Gemeinde gab den Bau 1929 auf, wonach er bis 1932 als Gemeinschaftswohnheim diente.

 

Der Entwurf

Sankt, Petersburg, Umbauentwurf, Pavel Grinberg und Gregorij Rajz, um 1929 (Bild: nachgezeichnet von Alena Jacobs)
So sollte der Umbau zum Kulturhaus aussehen: Entwurf von Pavel Grinberg und Gregorij Rajz um 1929 (Bild: nachgezeichnete Entwurfsdarstellung von Alena Jacobs)

1929 übernahm die Gewerkschaft des nahegelegenen Postamts das Grundstück, um hier ein Kulturhaus einzurichten. Diese multifunktionalen clubähnlichen Einrichtungen, die mit der beschleunigten Industrialisierung ab den 1920er Jahren immer beliebter wurden, organisierten Freizeitaktivitäten der jeweils zugehörigen Gewerkschafts- oder Berufsverbandsmitglieder. Mit dem Umbau der Kirche wurden die jungen Architekten Pavel Grinberg und Gregorio Rajz beauftragt. Ihr Entwurf hielt an der Aufteilung in Langhaus und Westbau fest, durchbrach die Axialität aber mit Anbauten am Turm.

Durch große Glasflächen und eine veränderte Westfassade mit umlaufenden halbrunden Balkonen sollte die neoromanische Kirche in ein modernes Kulturhaus verwandelt werden. Zum Fluss hin unterstrichen die großzügige Verglasung und zwei parallele senkrechte Fensterbänder zusätzlich die Höhenerstreckung der Westfassade. Die waagrechte Verlängerung der Glasflächen sowie umlaufende Balkone verstärkten wiederum die Horizontale des Flachdachs. Trotz Überschneidungen durch Vor- und Rücksprünge zeigte der Entwurf eine klare Linienführung. Die waagrecht und senkrecht verlaufende Verglasung der Westfassade sollte den Buchstaben „C“ nachbilden – vielleicht als architecture parlante, als Teil der russischen Abbreviatur von Sowjetunion „CCCP“. An der weithin sichtbaren Uferseite hätte es in der Dunkelheit eine leuchtende landmark abgegeben.

 

Der Umbau

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Nicht wirklich konstruktivistisch: der tatsächliche Umbau zum Kulturhaus (Bild: Katharina Sebold, 2015)

Der Umbau von 1932 bis 1939 weicht von Grinbergs und Rajz’ Entwurf ab: Die Elemente der Moderne sind fast verschwunden. Ebenso verabschiedete man sich von den konstruktivistischen Prinzipien der Funktion und Abstraktion und bezog sich auf den Bestand. Wie im Entwurf vorgesehen, wurde das ehemalige Langhaus nach Westen von einem hochaufragenden quaderförmigen Turm mit südlich umlaufenden Balkonen flankiert. Der vieleckige Anbau auf der südöstlichen Seite erhielt zwei zusätzliche Etagen, das Sattel- wurde durch ein Flachdach und einen zweistöckigen Aufbau ersetzt.

Als oberer Abschluss umläuft nun eine Brüstung das gesamte Gebäude. An die Stelle der geplanten Glasflächen trat ein senkrechtes Fensterband mit französischem Balkon, welches das Treppenhaus abschließt und zugleich eine schmale Öffnung der fast geschlossenen Westfassade bildet. Der Haupteingang wurde an die nördliche Seite verlegt, die Zahl der Balkone verringert. Im Langhaus überformte man die bestehenden Fensteröffnungen. Die nördliche und südliche Wandaufteilung des Langhauses folgt neoklassizistischen Vorstellungen, das Gebäude wurde vollständig verputzt.

An den quaderförmigen Aufbau der Westfassade wurden 1940 Skulpturen und Reliefs der Bildhauer Sergej Averkiev, Vassilij Nikolajev und Gavriil Schulz angebracht, die dem Gebäude eine ideologische Prägung verleihen sollten. Unterhalb der westlichen Brüstung wurden monumentale Reliefs angebracht. Ein Fahnenträger und eine auf ihn zustrebende Menschenkette verkörpern das Thema „Revolution“. Den Schaugiebel der nördlichen Seite dekorieren drei Skulpturen auf Konsolen und Postamenten: Eine Kolchosbäuerin mit Buch, ein Arbeiter mit Hammer und ein Soldat mit Gewehr können als Symbole für Wissensfleiß, proletarischen Fortschritt und Kampfbereitschaft gelesen werden. Über ihnen montierte man zwei Fahnenmasten, den Haupteingang ziert ein Wappenrelief.

 

Das Innere

Sankt Petersburg, Kulturhaus (Bild: Katharina Sebod, 2015)
Die Deckenmalereien im Gemeindesaal beziehen sich auf die russische Geschichte (Bild: Katharina Sebold, 2015)

Mit der Umnutzung sollte vor allem die Außenwirkung radikal verändert werden. Während also das Kulturhaus nach außen seinen kirchlichen Vorgänger verneint, wurden im Inneren sowohl die Aufteilung als auch die Wirkung der Räume beinahe vollständig erhalten. Der große Vortragsraum ist im ehemaligen Gemeindesaal verortet, wo immerhin die Deckenmalereien mit sozialistischer Auslegung der russischen Geschichte aufwarten. Die Wände vom Treppenhaus zum Saal wurden mit Marmorplatten verkleidet. Parkettböden und geschnitzte Geländer, zahlreiche Holztreppen und -türen aus dem 19. Jahrhundert blieben bis heute erhalten. Die meisten Innenräume der unteren zwei Stockwerke zeigen noch heute die Originalgestaltung der Kirchennutzung bzw. der 1930er Jahre. Die Holzvertäfelungen der Treppenhäuser wurden in den 1990er Jahren für eine Privatbibliothek abmontiert. Die oberen Etagen und das Kellergeschoss wechselten im Laufe der letzten 40 Jahre häufig ihre Nutzung und wurden daher baulich stark verändert.

Zu Sowjetzeiten wurden im Gebäude Kinder-, Jugend- und Feierabendveranstaltungen, Bastel- und Singkurse sowie Feiern angeboten. Darüber hinaus gab es einen Kinosaal und eine Bibliothek. Bis heute wird das Gebäude von den Menschen in der Nachbarschaft mit dem ehemals breiten Kulturangebot verbunden. In den 1990er Jahren war das Haus eng mit der Leningrader Rockmusik verknüpft: „Aquarium“, „Kino“ und andere Rockbands gaben hier Konzerte und nahmen ihre Alben auf. 1991 zog der Nachtclub „Kurier“ ein, Ende der 1990er nutzte eine Radiostation die oberen drei Etagen. Heute sind im ehemaligen Kulturhaus Geschäftsstellen der Post und ihr Ausbildungszentrum untergebracht. Die Nutzung der vermieteten Büros ist unklar. Das Gebäude ist für die Öffentlichkeit nicht zugänglich.

 

Das Denkmal

Sankt Petersburg, Kulturhaus (Bild: Katharina Sebod, 2015)
Dieser Bau steht unter Denkmalschutz (Bild: Katharina Sebold, 2015)

2001 wurde das ehemalige Kulturhaus als Vertreter des Konstruktivismus unter Denkmalschutz gestellt. Doch sowohl in der Planung als auch im Resultat lässt es sich nicht eindeutig diesem Stil zuordnen. Der Konstruktivismus übertrug Prinzipien aus dem Ingenieurwesen auf die künstlerische Produktion: Die Funktion war ausschlaggebend für Form und Raumanordnung. So sollte die Ästhetik mit dem radikalen gesellschaftlichen Umbruch in Einklang gebracht werden. Konstruktivistische Bauwerke stehen für den Aufbruch in eine effiziente Bautechnik aus möglichst preiswerten, erstmals überwiegend künstlichen Baustoffen. Licht, Farbe, Dynamik – diese Prinzipien der Architektur der Moderne erkennt man im Entwurf von Rajz und Grinberg. All das spiegelt das bauliche Resultat indes nicht wider.

Die 1930er Jahre waren eine Umbruchszeit in der Sowjetunion. Der sich konsolidierende Staat suchte auch in der Architektur einen ideologischen Ausdruck, den er im internationalen Stil der Moderne nicht zu finden vermochte. Die Kunst sollte vielmehr zu ihren konservativen Quellen zurückkehren. Dabei war der Rückgriff auf den Neoklassizismus in dieser Zeit keineswegs nur in der Sowjetunion anzutreffen. Besondere Bedeutung kam der ideologischen Einfärbung antiker Pathosformeln und symbolischer Gebärden zu, die im Sinne des Kunsthistorikers Aby Warburg als „affektive ideologische Inhaltskonserven“ benutzt wurden.

Zahlreiche konstruktivistische Bauten wurden ab 1932 mit historisierenden Verzierungen versehen. Das untersuchte Beispiel ist steingewordener Ausdruck der Übergangszeit, ein Dokument der Diskussion um die „richtige“ sowjetische Architektursprache. Da sich der Paradigmenwechsel noch vor der Fertigstellung des Umbaus vollzog, dient das Kulturhaus als stilistischer „missing link“. Das Resultat präsentiert sich als Zwitterwesen konstruktivistischer Vielschichtigkeit mit Vorgeschichte, die man mit architektonischen Metaphern, neoklassizistischen Elementen und ideologisch aufgeladenem Fassadendekor sozialistisch eingefärbte. Dies macht den Bau einmalig und denkmalwürdig.

 

Die Frage nach der Autorschaft

Sankt Petersburg, Kulturhaus, bauhistorische Überlaguerung von Kirche und Kulturhaus (Bild: Polina Sizova, 2013)
Die Baugeschichte, hier eine schematische Überlagerung von Kirche und Kulturhaus, bleibt ein Desiderat (Bild: Polina Sizova, 2013)

Mehrere Quellen belegen, dass das Projekt 1933 wegen der politischen Ächtung von Funktionalismus und Konstruktivismus überarbeitet werden musste. Das könnte die Abweichungen von Grinbergs und Rajz’ Entwurf erklären. Daher lässt sich fragen, ob beide tatsächliche Urheber des verwirklichten Umbaus sind. Eine Antwort fällt schwer, da wir wenig über die Planverfasser wissen.

Rajz (Grigrorij Samojlovič Rajz 1900-?) studierte 1921-26 Architektur an der Allrussischen Kunstakademie in St. Petersburg. Das Zentrum „Zurückgekehrter Namen“ der Russischen Nationalbibliothek führt ihn in der Liste der Opfer politischer Repressionen der 1930er Jahre. Grinberg (Pavel Markovič Grinberg 1893-?) besuchte dieselbe Hochschule bis 1927. Nachweislich stammt von ihm nur ein Wohngebäude im neoklassizistischen Stil von 1938/39. Er könnte nach 1933 weiterhin am Umbau beteiligt gewesen sein. Ebenso plausibel erscheint es, dass den Architekten die Arbeiten entzogen, sie selbst suspendiert oder noch härter bestraft wurden. Weitere Entwurfszeichnungen, so es sie gab, wurden möglicherweise bei der Leningrader Blockade 1941-44 vernichtet. Somit bleibt auch die Baugeschichte des Kulturhauses weiterhin ein spannendes Desiderat.

 

Rundgang

 

Literatur

Babuškin, Sergej, Peterburg – Leningrad. Reformatorskaja zerkov‘ – DK rabotnikov 1861-64, 1930-40 (Peterburg – Leningrad. Reformatorische Kirche – Kulturhaus der Kommunikationsnetzmitarbeiter. 1861-64, 1930-1940), St. Petersburg 2014.

Kirikov, Boris/Stiglitz, Margarita, Architektura avangarda. Putevoditel‘ (Architektur der Leningrader Avantgarde. Ein Reiseführer), St. Petersburg 2008.

Kobak, Aleksandr/Antonov, Viktor, Nemeckaja reformatskaja zerkov‘ (Deutsche reformatorische Kirche), in: Svjatyni Sankt-Peterburga. Ist.-zerkov. ėncykl. (Heiligtümer St. Petersburgs. Historisch-kirchliche Enzyklopädie). 3. Band, St. Petersburg 1996, S. 266-267.

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