Tannhäuser Tor

Alekos Hofstetter, Klingt es auch wie eine Sage, kann es doch kein Märchen sein, 2016 (Copyright: Alekos Hofstetter, Courtesy: Laura Mars Gallery, Berlin)

Tannhäuser Tor II

In der Laura Mars Gallery (Bülowstraße 52, 10783 Berlin) ist vom 9. bis zum 22. Dezember die Doppelausstellung „Maarten Janssen. 50 Cent“ und „Alekos Hofstetter. Tannhäuser Tor II“ zu sehen. Der niederländische Künstler Maarten Janssen wird zu diesem Anlass erstmalig seine fünfteilige Serie „alfabetagammadelta“ – eine alphabetische Farbsortierung einsilbiger Farbnamen im Niederländischen – präsentieren. Thema des Werkblocks „Tannhäuser Tor“ von Alekos Hofstetter ist das Verhältnis von Raum, Zeit und Distanz. Im Vordergrund steht die Auseinandersetzung mit dem sich verändernden Blick auf die Nachkriegsmoderne.

In den teilweise gemeinschaftlich mit dem Dresdener Künstler Florian Göpfert geschaffenen Zeichnungen und Gemälden wird ein neues Verhältnis von Architektur und Landschaft konstruiert. Die Baukunst, die uns von Hofstetter in seinen Werken gezeigt wird, ist befreit von jeder Funktionalität und scheint nur in entrückter Ferne sein zu können. Die Eröffnung wird am 8. Dezember um 19 Uhr begangen. Zu diesem Anlass wird auch der Katalog „Tannhäuser Tor II“ vorgestellt, der im Fantôme Verlag mit Texten von Daniel H. Wild (Hg.) und Holm Friebe erscheint. (kb, 5.12.17)

Alekos Hofstetter, Klingt es auch wie eine Sage, kann es doch kein Märchen sein, 2016 (Copyright: Alekos Hofstetter, Courtesy: Laura Mars Gallery, Berlin)

Alekos Hofstetter/Florian Göpert, Høyblokka, 2014

Harte normierte Welt?

In diesen Tagen setzen sich gleich zwei Ausstellung künstlerisch mit der modernen Baukunst auseinander: In Dallas an der University of Texas ist bis zum 24. September die Präsentation „a hard place“ zu sehen. Vertreten sind Künstler aus ganz Europa: Alekos Hofstetter, Florian Göpfert, Oisin Byrne, Laure Catugier, Cunningham Architects, Chris Dreier, EVOL, Gary Farrelly, Dirk Krecker, Pádraic E. Moore, ScAle Architects, Christine Weber, Julia Zinnbauer und Matias Bechtold. Alekos Hofstetter (und Florian Göpfert) setzen sich seit 2012 im Werkzyklus „Tannhäuser Tor“ mit moderner Baukunst auseinander.

Christoph Liepach hingegen verfolgt die modernen Zeugen der Stadtentwicklung und ihre Veränderungsprozesse mit der Kamera. Mit seinem Werk ist er aktuell in der Ausstellung „Normierte Welt. Zwischen Anspruch und Aneignung von DDR-Architektur heute“ vertreten. Neben Liepach widmen sich hier ebenso die Fotografen Fabian Heublein und Louis Volkmann (kuratiert von Stefan Kausch „in Kollaboration“ mit den Fotografen) dem Thema „Zwischen Anspruch und Aneignung von DDR-Architektur heute“. Die Ausstellung steht im Rahmen von und mit freundlicher Unterstützung von OSTLichter Kulturfestival und Freiraum Festival 2017. Noch bis zum 17. September ist die Präsentation im Leipziger Pöge-Haus (Hedwigstraße 20) zu bestaunen. (kb, 31.8.17)

Bilder: Alekos Hofstetter/Florian Göpert, Høyblokka, 2014