Oberursel, Liebfrauenkirche (Bild: KuA-Concult)

Oberursel: 1,7 Millionen für Schwarz-Kirche

Erst jüngst gab es schlechte Nachrichten für zwei von Rudolf Schwarz entworfene Kirchen: Heilige Familie in Oberhausen könnte die caritative Nutzung verlieren, St. Albert in Andernach ist geschlossen und steht zum Verkauf. Erfreulicher sieht es für die Liebfrauenkirche in Oberursel bei Frankfurt am Main aus. Rudolf Schwarz (1897-1961) und Maria Schwarz (1921-2018) gestalteten den 1967 geweihten Bau – nach dem Vorbild der Trierer Liebfrauenkirche – auf dem Grundriss eines griechischen Kreuzes, in dessen Winkeln Konchen eingebracht sind. (Wer mag, kann darin eine auf die Namenspatronin verweisende Rose sehen.)

Bereits 1965 wurde die Kirche „vom Hessischen Staat als vorbildliche Leistung ausgezeichnet“. Seit gut 50 Jahren genießt die Liebfrauenkirche in Fachkreisen große Anerkennung. Inzwischen gehört sie als eine von neun Kirchen zur Gemeinde St. Ursula – Katholische Kirche in Oberursel und Steinbach. Aktuell wird der denkmalgeschützte Bau für insgesamt 1,7 Millionen Euro saniert. In den vergangenen Jahren waren das Dach, der Beton, der das Backsteinmauerwerk einfasst, und die vom österreichischen Künstler Giselbert Hoke gestaltete Verglasung renovierungsbedürftig geworden. Bis zum Herbst 2019 sollen alle Arbeiten in zwei Phasen abgeschlossen sein. Den Löwenanteil von 90 Prozent der Sanierungskosten trägt das Bistum Limburg.(kb, 9.10.18)

Oberursel, Liebfrauenkirche (Bild: KuA-Concult)