Die Fachpresse sprach vom „Kölner Hochhaus-Carneval“, als 1926 der Wettbewerb um einen Neubau am Hansamarkt diskutiert wurde. Immer hatten sich mehr als 400 Architekt:innen (ja, zwei Frauen waren darunter) um die Ausführung beworben. Köln, 1926: Am Hansaring stand ein nagelneuer Wolkenkratzer des Architekten Jakob Koerfer, der lange das höchste Hochhaus Europas war. Keiner der Entwürfe wurde am Ende umgesetzt, aber die Papierarchitektur hat jetzt eine zweite Chance auf Sichtbarkeit erhalten, denn eine Ausstellung widmet sich eben jenen Visionen zwischen amerikanischem Skyscraper und traditionellem Mehrgeschosshaus.

Zehn Prozent der damaligen Einreichungen wurden von Master-Studierende der Architektur-Vertiefung Denkmalpflege der TH Köln – unter der Leitung von Prof. Dr. Daniel Lohmann – neu angeschaut, ausgelotet, neu beschrieben, in 3D gedruckt und um interaktive Module ergänzt. Die Eröffnung der Ausstellung „Heumarkt 1926 – Kölns vergessener Hochhauswettbewerb“ wird am 3. Februar 2026 um 19 Uhr, im Glasmoog (Heumarkt 14, 50667 Köln) begangen. Anschließend ist die Präsentation bis zum 14. März 2026 zu besuchen. Im Rahmenprogramm erweitert ein Vortrags- und Diskussionsabend am 9. Februar 2026 um 19 Uhr den Blick auf die Entwürfe – mit Bernd Streitberger, Peter Füssenich, Prof. Dr. Daniel Lohmann und Studierenden, in Zusammenarbeit mit dem Architektur Forum Rheinland. Der Abend findet statt in der Aula der KHM (Filzengraben 2, 50676 Köln), bereits ab 18 Uhr erschließt eine Führung die Ausstellung. (kb, 1.2.26)

Detail einer Modellierung nach dem Entwurf „Die Reine Form“ von Peter Birkenholz (Grafik: Veranstalter)

Detail einer Modellierung nach dem Entwurf „Die Reine Form“ von Peter Birkenholz (Grafik: Veranstalter)

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