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Halle-Neustadt, 1967 (Bundesarchiv Bild-Nr. 183-F0607-0013-001, Foto: Horst Sturm)
Halle-Neustadt, 1967 (Bundesarchiv Bild-Nr. 183-F0607-0013-001, Foto: Horst Sturm)

In diesem Jahr werden gleich zwei Großsiedlungen 50: das DDR-Vorzeigeprojekt Halle-Neustadt und als kapitalistisches Gegenstück das Märkische Viertel im Westen Berlins. Für Halle plante der ehemalige Gropius-Assistent Richard Paulick die „Stadt der Chemiearbeiter“, für die 1964 der Grundstein gelegt wurde. Zu diesem Anlass bekommt Halle-Neustadt nun ein breitgefächertes Veranstaltungsprogramm, darunter mehrere Ausstellungen. Bis zum 2. November schlägt die Schau „Heimat Halle-Neustadt“ mit zwei Ausstellungsorten eine Brücke von der Alt- (Stadtmuseum) zur Neustadt (Ladengeschäft in der Neustädter Passage 13). Studierende der Kunsthochschule Burg Giebichenstein präsentieren Alltagsobjekte, Beschilderungen und Souvenirs aus 50 Jahren Stadtgeschichte.

Das Berliner Märkische Viertel wurde von 1963 bis 1974 errichtet, geplant von rund 35 Architekten – darunter Namen wie Werner Düttmann oder Oswald Mathias Ungers. 1964 zogen die ersten Bewohner ein, 50 Jahre später erklärt die Wohnungsbaugesellschaft Gesobau das ganze Viertel zur Ausstellung. Unter Schlagworten wie „Abenteuer“, „Heimat“ oder „Kulturen“ werden prägende Teile des Viertels vorgestellt. Hinter „Moderne“ verbirgt sich – von der Kirche St. Martin bis zum Heizkraftwerk – die Baugeschichte. Darüber hinaus werden Stadtrundgänge vorgeschlagen oder ein „Soundwalk“ durch die großstädtische Landschaft als Download angeboten. (kb, 1.9.14)