In Frankfurt wirbt das Messehochhaus, 1991 nach den Entwürfen von Helmut Jahn (Murphy/Jahn) errichtet, nicht nur mit Lichteffekten um Aufmerksamkeit. Ein Kniff, den es eigentlich gar nicht nötig hätte, denn die Formfindung auf guter halber Strecke zwischen Art déco und Postmoderne gehörte in Rekordtempo unverbrüchlich zur städtischen Silhouette. Der sogenannte Bleistift muss sich heute allerdings in einer deutlich dichteren Skyline behaupten. Da war die bis 2021 von Helmut Jahn verantwortete Sanierung nicht wirklich eine Hilfe. Sie schlug ein Foyer in die Sockelzone und ließ die Beleuchtung verstärken. Letzteres ließ sich heilen, denn mit Gaskrise und Stromsparwelle leuchtet inzwischen wieder “nur” die krönende Pyramide in hellem Weiß. (kb, 4.12.25)

Frankfurt am Main, Messeturm, im Bau, 1990 (Bild: Smiley.toerist, CC BY SA 4.0, 1990;)

Frankfurt am Main, Messeturm, im Bau, 1990 (Bild: Smiley.toerist, CC BY SA 4.0, 1990)


Jeden Tag ein Tür(m)chen

mR-Adventskalender 2025: Tür(m)chen 24

mR-Adventskalender 2025: Tür(m)chen 24

#mRAdventskalender 24: Das Hochhaus der Hochschule Darmstadt misst 66,38 Meter. Es ist damit trotz dieser eher bescheidenen Maße tasächlich das höchste Gebäude der Stadt. Im Oktober 1965 wurde es fertiggestellt für die damalige Staatliche Ingenieursschule für Maschinenwesen. Nach der Umbenennung der Hochule Anfang der 1970er wurde es zum HDA-Hochhaus bzw. „Gebäude C10“ und beherbergt nach ...

mR-Adventskalender 2025: Tür(m)chen 23

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#mRAdventskalender 23: München ist reich an berühmten Moderne-Bauten. Von Olympiagelände über den „Vierzylinder“ (das BMW-Verwaltungshochhaus) bis zur Wohnanlage „Orpheus und Eurydike“. Das höchste Gebäude der Kernstadt ist noch etwas jünger, es ist das 2001-2004 nach Plänen von Christoph Ingenhoven errichtete, 146 Meter höhe „Uptown München“ neben dem Olympiapark. Das formal ziemlich strenge Hochhaus steht unmittelbar am ...

mR-Adventskalender 2025: Tür(m)chen 22

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#mRAdventskalender 22: Im Jahr 2017 war Olaf Scholz noch nicht epochal erfolgreicher Bundeskanzler, sondern erster Bürgermeister Hamburgs. Und er fand es damals ziemlich erstrebenswert, der Hansetadt nach der Elbphilharmonie ein weiteres architektonisches Wahrzeichen zu bescheren. Auf der französischen Immobilienmesse MIPIM stellte der Hamburger Senat sein Vorhaben eines schwungvollen Hochhauses am südlichen Entree zur Stadt vor. ...

mR-Adventskalender 2025: Tür(m)chen 21

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#mRAdventskalender 21: Unfairerweise wird noch immer oft unterstellt, die DDR sei in der Entwicklung ihrer Architektur stets hintendran gewesen. Vor allen in den ersten Jahren nach Staatsgründung sah es definitiv anders aus: Auf der Suche nach der staatlichen Formensprache entstanden neben viel Zuckerbäcker-Klassizismus auch moderne Bauten auf der Höhe ihrer Zeit. Dazu zählt das 1950/51 ...

mR-Adventskalender 2025: Tür(m)chen 20

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#mRAdventskalender 20: Die älteren erinnern sich vielleicht noch an die säuselige Fernsehwerbung: „Creme Mouson – mit der Tiefenwirkung“ (gibt’s noch heute in Drogeriemärkten). Hergestellt wurde sie bis Mitte der 1970er im Frankfurter Ostend – in der von Johann Jakob Mouson gegründeten Kosmetik-Firma. Sein Sohn Friedrich Karl Mouson, um 1915 für Opel als Rennfahrer in Einsatz, ...

mR-Adventskalender 2025: Tür(m)chen 19

mR-Adventskalender 2025: Tür(m)chen 19

#mRAdventskalender 19: Die Altstadt von Köln wurde in Zweiten Weltkrieg weitgehend zerstört. In der Zeit des Wiederaufbaus wurden teils ganze Blöcke neu arrangiert, so auch das Areal zwischen heutiger Nord-Süd-Fahrt, Cäcilienstraße und Hohe Straße: Hier hat die Deutsche Bundespost ab den 1950er Jahren Büroriegel, Amts- und Lagergebäude errichten lassen. Höhepunkt im wahren Wortsinn ist das ...

mR-Adventskalender 2025: Tür(m)chen 18

mR-Adventskalender 2025: Tür(m)chen 18

#mRAdventskalender 18: Die regionale Frankfurter Küche ist nicht jedermanns Fall. Handkäs‘ mit Musik und Ebbelwoi lösen bei vielen Fluchtreflexe aus. Die Verzehrform ist übrigens auch traditonell festgelegt: Der geruchsintensive Sauermilchkäse mit Öl, Zwiebeln und Kümmel wird nur mit dem Messer gegessen – egal wie umständlich das sein mag. Und der säuerliche Apfelwein wird aus gerippten ...

mR-Adventskalender 2025: Tür(m)chen 17

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#mRAdventskalender 17: Das beschauliche Universitätstädtchen Marburg an der Lahn hat den Zweiten Weltkrieg unzerstört überstanden. Das war ein großes Glück, denn es verfügt über eine bedeutende Mittelalterliche Altstadt, die sich vom Schlossberg bis ins Lahntal zieht. Größere Zerstörungen fanden erst ab den 1960er Jahren statt, als der Randbereich der Altstadt flächensaniert und der (Auto-) verkehrsgerecht ...

mR-Adventskalender 2025: Tür(m)chen 16

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#mRAdventskalender 16: Eigentlich steht dieser Wasserturm weder im Dortmunder Ortsteil Lanstrop noch ist die Form des Behälters tatsächlich ei-förmig. Nun, zumindest nicht hühnerei-förmig, wohl aber überraschungsei-förmig, was es wiederum rechtfertigt, hier Ostern und Weihnachten etwas näher zusammenzubringen. Der 14 Meter breite, 55,5 Meter hohe und 180 Tonnen schwere Wasserturm wurde 1904 bis 1905 von der Dortmunder Stahlbaufirma ...

mR-Adventskalender 2025: Tür(m)chen 15

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#mRAdventskalender 15: Gleich zwei Türmchen und drei Spitznamen auf einmal – ein hohler Zahn wird mit Lippenstift betont und dann steht auch noch eine Original-60er-Jahre Puderdose auf dem Gabentisch. Und obendrein gehört noch ein namenloser Flachbau zum Ensemble… Die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche am Berliner Bahnhof Zoo, von 1891 bis 1895 nach den Plänen des regen Architekten und ...

mR-Adventskalender 2025: Tür(m)chen 14

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#mRAdventskalender 14: Das höchste Gebäude Ostdeutschlands steht in Jena, sodass Hermann Henselmanns Uniriese in Leipzig nur die zweite Geige spielen kann. Allerdings ist das für den Architekten erstens wohl eher unwichtig, denn beide Bauten stammen von ihm. Und zweitens war das nicht immer so, denn von seiner Fertigstellung im Jahr 1972 bis zur Aufstockung des ...

mR-Adventskalender 2025: Tür(m)chen 13

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#mRAdventskalender 13: Als der Maiskolben – eigentlich Hotelturm – im Augsburger Antonsviertel in den Jahren von 1970 bis 1972 hochgezogen wurde, konnten die nicht unskeptischen Augsburger:innen Bauen im Zeitraffer erleben. Ein neben der Baustelle errichtetes Fertigteilwerk ermöglichte es, dass das Gebäude von Woche zu Woche um ein ganzes Stockwerk wuchs, denn zu den Olympischen Spielen ...

mR-Adventskalender 2025: Tür(m)chen 12

mR-Adventskalender 2025: Tür(m)chen 12

#mRAdventskalender 12: Im Jahr 1952 begann im mecklenburgischen Neubrandenburg der Neuaufbau der Innenstadt. Im Zentrum wurde, den Marktplatz stark verkleinernd, ein Kulturzentrum gebaut, das weit über Stadt und Region hinaus bekannt werden und dessen Turm – der Kulturfinger – zum DDR-Fernsehstar avancieren sollte. Der Turm ist mit seinen 56 Metern Höhe und 16 Geschossen der krönende ...

mR-Adventskalender 2025: Tür(m)chen 11

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#mRAdventskalender 11: Die überlebensgroße Leuchtgiraffe, die als Werbung für das Restaurant Giraffe (das nicht mehr so heißt) an der Fassade des Gebäudes Klopstockstraße 2 (Klaus Müller-Rehm und Gerhard Siegmann, 1955–57) im Berliner Hansaviertel angebracht ist, war nicht Spitznamensgeberin für das Interbau-Objekt. Es hieß wohl schon seit der Fertigstellung so, wahrscheinlich, da sich die Leute damals ...

mR-Adventskalender 2025: Tür(m)chen 10

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#mRAdventskalender 10: Das Blaue Hochhaus – oder der Blaue Klaus – ist das höchste Haus der 50.000 Einwohner:innenstadt Schweinfurt, ja das höchste Hochhaus Unterfrankes, mehr noch: bei seiner Fertigstellung 1964 war es das größte Wohnhochhaus in der damaligen Bundesrepublik. Ohne Antenne misst es 73 Meter und hat 25 Stockwerke, in denen ursprünglich Werkswohnungen der Deutschen ...


Wir danken für die Mitarbeit von: Daniel Bartetzko, Karin Berkemann und Verena Pfeiffer-Kloss. Der mR-Adventskalender 2025 wird unterstützt vom Dezernat Kultur und Wissenschaft der Stadt Frankfurt am Main.

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