40 Jahre Denkmalschutzjahr

Gedenkmünze zum Europäischen Denkmalschutzjahr 1975 (Bild: Jobel, CC BY 3.0)
Gedenkmünze zum Europäischen Denkmalschutzjahr 1975 (Bild: Jobel, CC BY 3.0)

„Wir stehen im ‚Europäischen Denkmalschutzjahr 1975‘. Der Europarat hat es beschlossen, hat es ausgerufen unter dem Motto ‚Eine Zukunft für unsere Vergangenheit‘.“ Mit einem Grundsatzartikel begrüßte „Die Zeit“ am 19. Januar 1975 das Themenjahr, das zum Wendejahr werden sollte. Schon seit den 1960er Jahren hatten sich Einzelkämpfer und Bürgerinitiative für den Erhalt ihrer gewachsenen Umgebung stark gemacht. Mitte der 1970er Jahre schließlich erstritt sich der Bewegung – von der Gründung des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz bis zu neuen Denkmalschutzgesetzen – den langen Marsch durch die Institutionen.

Nun feiert die Werkstatt Baukultur Bonn am Kunsthistorischen Institut das Jubiläum mit zwei Abendkolloquien. Am 14. April kommen unter dem Titel „Zukunft für welche Vergangenheit?“ ins Gespräch: Dr. J. Kirschbaum (ehem. Deutsches Nationalkomitee für Denkmalschutz), Prof. Dr. U. Mainzer (Landeskonservator Rheinland a.D.), C.-J. Bachem (Arbeitsgemeinschaft der Bonner Geschichtsvereine) und Dr. H. Daniels (Oberbürgermeister der Stadt Bonn a. D.). Am 12. Mai stellt sich eine neue Runde der Frage „Welche Zukunft für unsere Vergangenheit“: Prof. Dr. H. Kier (Stadtkonservatorin Köln a. D., Universität Bonn), Dr. O. Karnau (Geschäftsführer Deutsches Nationalkomitee für Denkmalschutz), Prof. Dr. F. Waentig (Fachhochschule Köln, Cologne Institute of Conservation Sciences), Prof. Dr. I. Scheurmann (Deutsche Stiftung Denkmalschutz, angefragt). Der Eintritt ist frei, keine Anmeldung erforderlich. (kb, 11.4.15)