5 Jahre für 5 Fragen

Das historische Bauhausgebäude in Dessau (Bild: Mewes)
Das historische Bauhausgebäude in Dessau, eine Inkunabel der international wirksamen Moderne, verkörpert auch das Erbe einer Utopie (Bild: Mewes)

Fünf Jahre sind es noch bis zum 100. Geburtstag des Bauhaus. Das jüngst in Berlin gegründete „projekt bauhaus“ will diese Zeit nutzen, um fünf grundlegenden Fragen rund um Anspruch und Erbe der legendären Kunstschule nachzugehen – und zwar jedes Jahr einer. Für 2015 steht zur Debatte, ob und inwiefern „Gestaltung Gesellschaft verändern“ kann. Ein internationales Kolloquium soll sich damit im September mit befassen. Ideen, Texte und Projektvorschläge können online eingeschickt werden. Eine erste Informationsveranstaltung ist für den 26. März 2015 um 19 Uhr im KW Institute for Contemporary Art (Auguststraße 69, 10117 Berlin) geplant.

Die Liste der Projektbeteiligten ist lang, es finden sich Namen renommierter Experten und Institutionen auf den Gebieten Architektur, Kunstgeschichte und Design. Das Bauhaus selbst sucht man bislang jedoch vergebens. Dies liegt womöglich in einer Personalie begründet: Philipp Oswalt, der ehemalige Direktor der Stiftung Bauhaus Dessau, ist einer der Initiatoren des Projekts. Der seitens der Stiftung nicht verlängerte Vertrag Oswalts hatte 2014 eine heftige Debatte mit bundesweiter Resonanz ausgelöst. (jr, 12.2.15)