50 Jahre Charta von Venedig

Wien, Museum für angewandte Kunst (Bild: Gryffindor)
Wien, Museum für angewandte Kunst (Bild: Gryffindor)

„Der Denkmalbegriff umfasst sowohl das das einzelne Denkmal als auch das städtische oder ländliche Ensemble […] nicht nur […] große künstlerische Schöpfungen, sondern auch […] bescheidene Werke.“ Am 31. Mai 1964 wurde auf dem zweiten „Internationalen Kongress der Architekten und Denkmalpfleger“ die „Charta von Venedig“, die den Denkmalbegriff für die neuen Erfordernisse der Nachkriegszeit weitete. Auf dieser Grundlage konnte bereits 1965 das ICOMOS gegründet werden. Die diesjährige Tagung des Arbeitskreises Theorie und Lehre der Denkmalpflege widmet sich vom 1. bis zum 4. Oktober 2014 im MAK Wien diesem Jubiläum.

Nach Anreise und Kennenlernen startet das Programm am 2. Oktober, mit den Blöcken „Die Charta im historischen Kontext“, „Internationalisierung und Ausdifferenzierung“ sowie „Wirkung Stadt und Raum“. Der Freitag fragt nach der Wirkung auf das Denkmalrecht sowie auf die Praxis von Denkmalpflege und Sanierung. Zuletzt wirft man am Samstag einen Blick in die Zukunft der Charta und lädt zu zwei Exkursionen ein: das Stadtpalais Liechtenstein und das Winterpalais des Prinzen Eugen. Anmeldungen sind noch bis zum 10. September 2014 möglich unter denkmaltagung@bda.at. (kb, 1.9.14)