Neviges, Mariendom (Bild: seier+seier, CC BY SA 2.0, 2008)

50 Jahre Mariendom Neviges

Im Sommer 1968 wurde das Böhmsche Betongebirge in Neviges geweiht, kurz darauf eröffnete Erzbischof Joseph Kardinal Frings die Wallfahrt zur Kirche „Maria, Königin des Friedens“. Den Anfang nahm der brutalistische Bau mit einem Modell, das den halb erblindeten Frings beim Ertasten überzeugt haben soll. Er ließ den eigentlich schon entschiedenen Wettbewerb zu Gottfried Böhms Gunsten neu auflegen. Daraufhin schuf der Kölner Baumeister einen Raum für bis zu 6.000 Pilger. Manche erinnert die Großform an ein Kristall, andere an ein Gebirge oder Zelt.

Von Böhm stammen auch weite Teile der Ausstattung wie die farbstarken Fenster, die u. a. das Mariensymbol der Rose aufgreifen. Zurückgeführt wird die Wallfahrt auf eine Marienerscheinung im 17. Jahrhundert. Bis heute kommen Menschen aus vielfältigen Gründen, zunehmend auch wegen der architektonischen Reize der begehbaren Plastik – vor allem zum 50. Jahrestag, der mit der aktuellen Wiederentdeckung des Brutalismus als Kunstform zusammenfällt. Wer den Jubiläumsgottesdienst verpasst hat, kann ihn online nachholen. Am 8. Juli begeht der Domchor sein 50. Jubiläum um 10 Uhr mit einem musikalischen Festgottesdienst, am 26. August wird die „Äußere Feier des Patronatsfests“ ausgerichtet. Das Feierjahr wird beschlossen durch eine Licht- und Toninstallation am 8., 10. und 11. November jeweils um 20 Uhr. (kb, 5.6.18)

Neviges, Mariendom (Bild: seier+seier, CC BY SA 2.0, 2008)