50 Jahre Spur der Steine, 78 Jahre Krug

Berlin, Manfred Krug 1988 bei der Wiederaufführung des Films "Spur der Steine" (Bild: Bundesarchiv Bild 183-1989-1123-035, Settnik, Bernd, CC BY-SA 3.0.de)
Der Schauspieler Manfred Krug im November 1989 bei der Wiederaufführung des lange verbotenen Films „Spur der Steine“ in Berlin (Foto: B. Settnik, Bild: Bundesarchiv Bild 183-1989-1123-035, CC BY-SA 3.0.de)

Die Geschichte dreht sich um den Aufbau des fiktiven Chemiekombinats Schkona, hinter dem sich die Industriestandorte Leuna und Buna verbergen. Auf der Großbaustelle treffen Bourgeoisie und Ungelernte, Linientreue und Kleinkriminelle aufeinander. 1964 erschien der Roman „Spur der Steine“ von Erik Neutsch, der zum DDR-Bestseller avancierte. Im ersten Teil der Geschichte berichtet Neutsch am Mikrokosmos Großbaustelle viel von der verwickelten Wirklichkeit des real existierenden Sozialismus. Im zweiten Teil vollzieht die Hauptfigur, der Zimmermann Hannes Balla, die Wende hin zum Sozialismus.

Mit der Rolle des Hannes Balla wurde Manfred Krug bekannt, der sich schon mit Filmen wie „Fünf Patronenhülsen“ einen Namen gemacht hatte. Die Verfilmung von „Die Spur der Steine“ war 1966 erschienen – und schon kurz darauf wegen „antisozialistischer Tendenzen“ verboten worden. Erst 1989, inmitten der Wende-Umbruchszeiten, kam der Streifen in der DDR wieder zur Aufführung. Krug wanderte 1977 aus der DDR aus und startete in der BRD eine zweite Karriere – vom Kraftfahrer in „Auf Achse“ bis zum singenden Tatortkommissar. Der Charakterschauspieler feiert heute seinen 78. Geburtstag. (kb, 8.2.15)