90 Jahre Friedhelm Grundmann

Friedhelm Grundmann erklärt zeichnerisch das Stützensystem der Station "Lübecker Straße" (Bild: D. Bartetzko)
Friedhelm Grundmann erklärt zeichnerisch das Stützensystem der Hamburger U-Bahnstation „Lübecker Straße“ (Bild: D. Bartetzko)

Hätten wir von moderneREGIONAL eine Blaskapelle, zumindest eine virtuelle, wir würden sie jetzt auspacken (dabei wäre es ihm selbst wahrscheinlich zu viel zu laut „nur“ für (s)einen Geburtstag): Der Hamburger Architekt Friedhelm Grundmann ist 90 Jahre alt geworden. Friedhelm Grundmann, geboren 1925 im schlesischen Bad Warmbrunn als Sohn des Kunsthistorikers und Denkmalpflegers Günther Grundmann, zog mit seiner Familie 1932 nach Breslau.

Nach seinem, durch den Krieg unterbrochenen, Studium in Breslau und München war Grundmann bis 1956 im Hamburger Büro von Werner Kallmorgen tätig. Anschließend arbeitete er selbständig in verschiedenen Partnerschaften, so mit Horst Sandtmann, Friedhelm Zeuner, Otto E. Rehder und zuletzt Mathias Hein. Bekannt wurde Grundmann durch seine modernen Kirchen, viele davon in Hamburg. Unter ihnen sind die kubische Simeonskirche (1965) und das kunterbunte Gemeindezentrum Mümmelmannsberg (1976). Daneben verwirklichte er in Hamburg zahlreiche U-Bahn-Projekte: vom Neubau der gewagten Kuppel „Lübecker Straße“ (1961) bis zur Ergänzung des Bahnhofs „Wandsbek Markt“ (2005). Grundmann lehrte in Hamburg, war Mitglied u. a. im Hamburger Denkmalrat und im Arbeitsausschuss des Evangelischen Kirchbautags. Wir gratulieren. Ohne Musik, aber nicht minder herzlich! (kb, 5.6.15)