Seit 10 Jahren war es geplant, ab Ende Februar wurde ausgeräumt, und nun rückt schweres Gerät an: Der Abbruch der Kongresshalle Oldenburg ist gestartet. Mit seiner markanten Parabelbogenform ist der 1954 eingeweihte Ursprungsbau nach wie vor im Logo des Messegeländes „Weser Ems Hallen“ verewigt. Und bis zuletzt war er auch lokales Identifikationssymbol des Oldenburger Messegeländes. Das bislang letzte errichtete Gebäude hier ist die 2013 eröffnete EWE-Arena nach Entwurf von Cem Arat / asp Architekten. Die alte Haupthalle wurde im Lauf der Jahrzehnte immer mehr zu einer Art Foyer. An ihrer Stelle soll nun für rund 79 Millionen Euro bis 2029 ein modernes Veranstaltungszentrum entstehen.

Die Kongresshalle (bis 1987: Weser Ems Halle) wurde 1953/54 nach Plänen der Architekten Boyken, Meckseper und Pfeiffer als Mehrzweckhalle errichtet. Seither wurde das Areal beständig erweitert, erste Anbauten entstanden bereits 1956, weitere 1975. Die postmoderne Anmutung erhielt die Kongresshalle bei einer Sanierung 1994/95. Die erste bedeutende Veranstaltung war 1955 der FDP-Parteitag mit Bundespräsident Theodor Heuss. 1957 gastierte hier Louis Armstrong, und in den kommenden rund 70 Jahren traten unter anderem Udo Lindenberg, Deep Purple und Depeche Mode auf. Auch einige Shows von „Wetten dass…?“ wurden hier aufgezeichnet. Übrig bleibt vom geschichtsträchtigen Bau nichts, doch am Neubau von gmp Architekten soll sich der Parabelbogen an originaler Stelle als Zitat wiederfinden. (db, 20.3.26)

Oldenburg, Kongresshalle (Bild: Anaconda74, CC0)

Oldenburg, Kongresshalle (Bild: Anaconda74, CC0)

Anmelden

Registrieren

Passwort zurücksetzen

Bitte gib deinen Benutzernamen oder deine E-Mail-Adresse an. Du erhältst anschließend einen Link zur Erstellung eines neuen Passworts per E-Mail.