Das Online-Spiel "P2 Ripdown" (Bild: Screenshot von urbikon.com)

Abriss einer Platte

Abriss einer Platte

Das Online-Spiel "P2 Ripdown" (Bild: Screenshot von urbikon.com)
Das Online-Spiel „P2 Ripdown“ (Bild: Screenshot von urbikon.com)

Um das gleich klarzustellen: Platte abreißen ist böse. Aber manchmal reizt das systemische Bauen dazu, in Gedanken das eine Modul gegen das andere auszutauschen, Wände zu versetzen, Dächer zu öffnen … Was in der Wirklichkeit schwer oder teuer geraten würde, macht das Online-Spiel „P2 Ripdown“ möglich. Per Maus lässt eine simulierte P2-Platte umbauen – oder gleich ganz niederlegen.

Der P2 wurde 1961 erstmals in Berlin-Lichtenberg eingesetzt. Der puristische Name des Moduls leitete sich von seinen technischen Eigenschaften ab: P für die parallel zur Fassade stehenden tragenden Wände, 2 für die Zahl der zuführenden Treppenhäuser. Im Einsatz bis 1989, avancierte der P2 zum meistgebaute Plattenbau-Typ der DDR – und steht damit bis heute für eine Serienbauweise und damit für Gleichförmigkeit schlechthin. Mit dem spielerischen Platten-Ab-Um-Rückbau wollen die Erfinder den Blick schärfen für die Chancen und Freiheiten, die im systemischen Bauen ruhen. Finden wir gut. Nur hoffen wir, dass es kein „P2 Ripdown 2.0“ geben wird: mit neuen Tools zur Wärmedämmung und Fassadenbemalung … (kb, 1.6.16)