Bereits seit 2018 stand sie leer, weil sie einem neuen Projekt weichen sollte. Seit August ist der Abriss der Burgpassage Braunschweig im Gange. Das eigentlich an ihrer Stelle geplante Projekt „Burggasse“ ist durch die Insolvenz des Investors zwar obsolet, doch mittlerweile sollen hier die „Stiftshöfe“ entstehen: 2024 hat die Stadt Braunschweig die brachliegende Immobilie gekauft. Bis 2028 sollen auf dem Gelände im Inneren des Gebäudeblocks zwischen den Straßen Hutfiltern und Schuhstraße eine Schulerweiterung des Gymnasiums „Kleine Burg“, ein nachhaltiges Wohnprojekt mit Gemeinschaftsbereichen sowie ein integriertes Motel One mit begehbarem Innenhof entstehen.
Der Abbruch der postmodernen Passage, die sich zwischen zwei denkmalgeschützten Altbauten zog, war umstritten. Die historischen Bereiche sind dabei durch Schutzgerüste und Stützkonstruktionen gesichert. Die Burgpassage entstand nach Aufgabe des Pressehauses der Braunschweiger Zeitung im Gebäude Hutfiltern 8 im Jahr 1981. Am 12. Mai 1982 wurde der Grundstein gelegt. Am 24. März 1983 eröffnete die Passage und war damals mit 145 Metern die damals längste überdachte Einkaufsstraße in Braunschweig. Dem Niedergang des Einzelhandels hielt das einstige Shoppingparadies indes nicht statt, in den 10er Jahren verwaisten die Geschäfte zusehens – obwohl das Gebäude nicht zuletzt als regengeschützte Abkürzung zwischen zwei belebten Fußgängerbereichen weiterhin beliebt war. (db, 18.9.25)
Braunschweig, Burgpassage 2014 (Bild: Mattes, CC BY 2.0)

