Hamburg, Deutschlandhaus (Bild: Wolfgang Meinhart, CC BY SA 3.0)

Abrisspläne fürs Deutschlandhaus

Es geht munter weiter mit dem großen Moderne-Abreißen in Hamburg. Nun soll das 1928/29 errichtete Deutschlandhaus am Gänsemarkt fallen: Die ABG-Holdinggruppe, die das Gebäude 2014 kaufte, kündigte an, „es in wenigen Jahren durch einen attraktiven Neubau zu ersetzen“. Als Architekt der noch geheimen Neubaupläne ist offensichtlich Hadi Teherani favorisiert. Auf dem Filetgrundstück soll ein Gebäudekomplex mit 39.000 Qua­dratmetern Bruttogeschossfläche entstehen, 5700 Quadratmeter sind für Büros und Einzelhandelsflächen vorgesehen. Außerdem sind 25 Wohnungen hin zum Valentinskamp geplant (die Zahl kann sich noch ändern).

Das Deutschlandhaus entstand nach Plänen des Büros Block und Hochfeld, das zu Zeiten der Weimarer Republik etliche Bauten in Hamburg realisierte. Nach Kriegsschäden wurde das Kontorhaus mehrfach verändert, Ende der 1970er erfolgte eine vielfach kritisierte Überformung durch Heinz Schudnagies. Die letzte große Sanierung fand 2006 statt. „Das bestehende Gebäude entspricht nicht mehr den heutigen Anforderungen moderner Nutzer und den Standards der Nachhaltigkeit“, sagte ABG-Geschäftsführer Bernhard Visker nun dem Hamburger Abendblatt. Ziel sei es, „an dieser prominenten Stelle von Hamburg ein architektonisches Konzept zu realisieren, welches den Marktanforderungen und der besonderen Lage gerecht wird.“ Vor drei Jahren sprach man noch von einer „traditionsreichen Immobilie mit einer städtebaulich eindrucksvollen Architektur“. Die im Übrigen noch voll vermietet ist … (db, 29.10.17)

Hamburg, Deutschlandhaus (Bild: Wolfgang Meinhart, CC BY SA 3.0)