Pommesgabel (Bild: Rainer Z..., GFDL oder CC BY SA 3.0)

Adieu, Pommesgabel!

Adieu, Pommesgabel!

Pommesgabel (Bild: Rainer Z..., GFDL oder CC BY SA 3.0)
Zum Glück gibt es so schöne wikimedia-Bildkategorien wie „Unidentified Camels“ oder, in diesem Fall, „Chip Forks“ (Bild: Rainer Z…, GFDL oder CC BY SA 3.0)

Die Pommes-Frites-Verehrer im Benelux-Raum bevorzugen sie mit zwei Zacken, die deutschen Curry-Wurst-Kunden greifen meist zu drei Zinken: Die Pommesgabel war über Jahrzehnte nicht wegzudenken aus der Alltagskultur der Nachkriegszeit. Die zur satanisch-rebellischen Geste erhobene gehörnte Faust, die der Musiker Ronnie James Dio in die Rockszene einführte, wurde gar nach ihr benannt. So wäre Wacken ohne beide Formen der Pommesgabel schwer vorstellbar.

Doch schleichend geht es dem praktischen Stück Plastik an den Kragen – aus Umweltgründen. Auf vielen deutschen Stadt- und Volksfesten muss die Fastfoodgabel schon per Verordnung aus Holz sein, und die Curry-/Tofuwurstschale am besten aus ess-/kompostierbarer Waffel. In Frankreich haben die dortigen Grünen (ja, die gibt es) tatsächlich ein Gesetz durchgebracht, das bis 2020 alles Plastikbesteck und -geschirr verbietet. Von einem Land, das die Schneckengabel erfand, haben wir es aber auch nicht anders erwartet! (kb, 20.9.16)