Ägyptenrezeption in der Moderne

^Max Slevogt, Seeräuber, 1914, Öl auf Leinwand, Staatliche Sammlungen Dresden, Galerie Neue Meister
Max Slevogt hielt mit dem Gemälde „Seeräuber“ 1914 ein Motiv seiner Ägyptenreise fest (Bild: Staatliche Kunstsammlungen Dresden)

Es waren die fremden Farben, Klänge und Gerüche Ägyptens, die deutsche Künstler im frühen 20. Jahrhundert nachhaltig beeindruckten und beeinflussten. Im Rahmen der aktuellen Dresdener Ausstellung „Nach Ägypten! Die Reisen von Max Slevogt und Paul Klee“ findet vom 22. auf den 23. Mai 2014 im dortigen Residenzschloss das Kolloquium „Imagination und Anschauung“ statt. Die beiden Veranstalter – die Galerie Neue Meister der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und die Technische Universität Dresden – widmen sich dem Thema der Ägyptenreisen und -rezeption in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Im Jahr 1914 reiste der Impressionist Max Slevogt (1868-1932) nach Ägypten, von 1928 bis 1929 zog es den Bauhauskünstler Paul Klee (1879-1940) in den Orient. Beide verarbeiteten ihre Eindrücke nicht nur direkt vor Ort, sondern auch noch Jahre später in ihrem Werk. Das Dresdener Symposion blickt über den Einfluss des Orients auf die moderne Malerei hinaus. Verschiedene Vorträge umreißen ebenso, wie Ägypten im frühen 20. Jahrhundert von der Archäologie, Werbung, Bildhauerei und Dichtung aufgenommen wurde. Begleitend zur Ausstellung der Galerie Neue Meister, noch bis zum 3. August 2014 im Dresdener Albertinum zu bewundern, sind im Sandstein-Verlag gleich zwei reich bebilderte Kataloge erschienen – zu jedem Maler ein eigener.