Albert Speer Jr. 2010 (Bild: Eva K., GFDL 1.2)

Albert Speer Jr. zieht sich (fast) zurück

Albert Speer Jr. zieht sich (fast) zurück

Albert Speer Jr. 2010 (Bild: Eva K., GFDL 1.2)
Der Architekt und Städteplaner Albert Speer Jr. (Bild: Eva K., GFDL 1.2)

Ruhestand wäre das falsche Wort, doch es ist amtlich: Zum Jahreswechsel hat der Architekt und Städteplaner Albert Speer Jr., gemeinsam mit Gerhard Brand, die Geschäftsführung seines 170 Mitarbeiter umfassenden Büros „A S + P“ niedergelegt. Es geht um den Frankfurter Architekten und Städteplaner. Geboren wurde er in Berlin am 29. Juli 1934 als Sohn des Architekten und NS-Reichsministers für Bewaffnung und Munition Albert Speer Sr. (1905-81). Zunächst entschied er sich für eine Schreinerlehre, bevor er in München Architektur studierte. Mit dem Jahr 1964 gewann er den ersten Preis für den Ludwigshafener Stadtteil Pfingstweide und gründete sein eigenes Architekturbüro.

In der Folge spezialisierte sich Speer auf den Städtebau: die Diplomatenstadt in Riad (1980), den Leitplan für die Frankfurter Innenstadt (1985), die Expo 2000 und gleich mehrere neue Städte in China. Rund 25 Jahre lehrte er als Professor für Stadt- und Regionalplanung in Kaiserslautern. Speer wurde u. a. mit dem Großen Preis des DAI und der Goethe-Plakette der Stadt Frankfurt ausgezeichnet. Sein Büro A S + P wird nun vom Raum- und Umweltplaner Joachim Schares geleitet. Doch Speer bleibt Anteilseigner und will künftig als „Impuls- und Ideengeber“ zur Verfügung stehen. (db, 8.2.17)