Schwimmbad mit Illusionsmalerie von Volker Wunderlich (Bild: PD, via wikimedia commons)

Als die Moderne baden ging

Wasser heißt Leben, ob als erfrischendes Getränk im Glas oder als kühlendes Nass im Schwimmbecken. Letzteres bleibt vielerorts jedoch immer häufiger leer. Für manche Städte und Gemeinden ist der Betrieb zu teuer geworden, obwohl man Schwimmbäder auch politisch zumeist als Teil der Grundversorgung betrachtet. Sanierungen oder Umnutzungen kommt nicht selten der Abrissbagger zuvor. Um diesem Missstand mit Wissen zu begegnen, hat sich der Berliner Historiker und Journalist Matthias Oloew in seiner Dissertation mit der Architekturgeschichte des Schwimmbads befasst.

Bereits im April vergangenen Jahres erschienen seine Forschungsergebnisse im Reimer-Mann-Verlag unter dem treffenden Titel „Schwimmbäder“. Auf fast 400 Seiten legt Oloew einen bisher oft vermissten Überblick der Entwicklung dieser besonderen Bauaufgabe vor. Gleichermaßen bezieht er Freibäder und Hallenbäder sowie deren Kombination in seine chronologische Abhandlung von 1830 bis in die Gegenwart mit ein. Abschließend wird der heutige Umgang mit kommunalen Bädern kritisch hinterfragt. Mögliche Alternativen werden aufgezeigt. (mk, 23.9.20)

Oloew, Matthias, Schwimmbäder. 200 Jahre Architekturgeschichte des öffentlichen Bades, Dietrich-Reimer-Verlag, Berlin 2019, 392 Seiten, 22 Farb- und 234 Schwarz-Weiß-Abbildungen, 20 x 26 cm, Hardcover, ISBN 978-3-496-01617-5.

Titelmotiv: Schwimmbad mit Illusionsmalerie von Volker Wunderlich (Bild: PD, via wikimedia commons)