Frankfurt-Dresden: Mensa neu genutzt

Überraschende Rettung für einen Kramer-Bau: Die alte Mensa in Frankfurt (1962) soll demnächst Flüchtlinge beherbergen. (Bild: Christos Vittoratos, CC BY-SA 3.0)
Überraschende Rettung für einen Ferdinand-Kramer-Bau: Die leerstehende alte Mensa in Frankfurt am Man (1962) soll demnächst Flüchtlinge beherbergen (Bild: Christos Vittoratos, CC BY-SA 3.0)

Die Frankfurter Universitätsbauten auf dem Campus Bockenheim stehen überwiegend vor einer ungewissen Zukunft. Vor allem jene radikal schlichten, die der einstige Uni-Baumeister Ferdinand Kramer bis 1964 plante. Die schon zum Abbruch freigegebene alte Mensa, der „Labsaal“, bekommt nun eine überraschende Gnadenfrist: In den kommenden Wochen wird das seit über 10 Jahren weitgehend leerstehende Gebäude für die Unterbringung von bis zu 350 Flüchtlingen hergerichtet.

Die stadteigene Wohnungsgesellschaft ABG-Holding  hat das Gebäude vor Kurzem vom Land Hessen übernommen. Nun sollen Container mit Nasszellen eingebaut und Fenster gewechselt werden, damit gelüftet werden kann. Die Heizung sei laut AGB-Vorsitzendem Frank Junker kein Problem, da der Labsaal noch ans Fernwärmenetz angeschlossen ist; erst seit rund 2 Jahren ist die alte Mensa vollständig geschlossen. Der 1962 eröffnete Labsaal verfügt im Erdgeschoss über rund 700, im ersten Stock über 600 Quadratmeter nutzbare Fläche. Ähnliche Pläne bestehen auch für die nachkriegsmoderne, aktuell ungenutzte Mensa in Dresden. (db, 10.10.15)