Stuttgart-Rot, Neue-Heimat-Siedlung (Bild: Gunnar Klack, CC BY SA 4.0, 2017)

Anders Wohnen

„Großsiedlungen sind ‚anders'“ – so die These eines Hamburger Workshops. Da sind die bewährten Bilder im Kopf von betonlastigen Bettenburgen, die sich unverkennbar von ihrer Umgebung abheben. Diese architektonische Absonderung der Trabantenstädte ist kein reines Klischee, sondern war Programm. Mit den Jahrzehnten und baulicher Vernachlässigung wurde daraus oft auch eine soziale Kluft. Vor diesem Hintergrund veranstaltet die TU Darmstadt (Fachgebiet Neuere Geschichte mit Schwerpunkt Stadt- und Umweltgeschichte) in Hamburg (Forschungsstelle für Zeitgeschichte) vom 16. bis 17. Mai 2019 den Workshop „Anders Wohnen. Großsiedlungen und die Konstruktion von Differenz seit den 1970er Jahren“. Anmeldeschluss ist der 2. Mai 2019 bei Swenja Hoschek (Hoschek@pg.tu-darmstadt.de).

Die Beiträge des Workshops diskutieren mit einem besonderen Blick auf Hamburg, ob und wie diese gefühlte Absonderung mit baulichen, stadträumlichen und sozialen Faktoren zusammenfällt. Dafür werden Großsiedlungen im Kontext der Stadtentwicklung und im Vergleich zu anderen Stadtteilen diskutiert. Ergänzt werden die Vorträge durch eine Gesprächsrunde mit Zeitzeugen. (kb, 3.4.19)