Margherita Spiluttini, aus der Serie "Eternit. Kulturgeschichte eines Baustoffes", 1984–92 (Copyright: Architekturzentrum Wien, Sammlung. Courtesy die Künstlerin und Christine König Galerie 2015)

Archiv der Räume

n Deutschland noch weitgehend unentdeckt, zählt Margherita Spiluttini (*1947) in ihrem Heimatland Österreich zu den renommiertesten Architekturfotografinnen. Hier steht sie für eine dokumentarisch einfühlsame Architektur- und Landschaftsfotografie. Auftragsgebunden oder frei arbeitete sie seit den frühen 1980er Jahren über Österreich hinaus in der Schweiz, in Italien und in Deutschland. Dabei interessierten Spiluttini ebenso Neubauten wie unfertige, verfallende oder sich verändernde Architekturen.

So entstand in den letzten gut 30 Jahren ein „Archiv der Räume“, der Neuerungen und Umbrüche der ausklingenden Moderne. Die gleichnamige Ausstellung, ein Projekt der Landesgalerie Linz, des Oberösterreichischen Landesmuseums und der Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur in Kooperation mit der Fotografin, ist noch bis zum 24. Januar 2016 zu sehen (Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur, Im Mediapark 7, 50670 Köln). Wie wesentlich das Thema des Archivs für Margherita Spiluttini ist, zeigt sich unter anderem daran, dass sie ihr komplettes Bildarchiv in Dia- und Monitorpräsentationen in der Ausstellung sichtbar macht. Zur Ausstellung ist ein Begleitbuch erschienen. (kb, 19.12.15)

Wie die Nachkriegsmoderne ein Ortsbild veränderte: eine Aufnahme von Margherita Spiluttini aus der Serie „Eternit. Kulturgeschichte eines Baustoffes“ (1984–92) (Copyright: Architekturzentrum Wien, Sammlung. Courtesy die Künstlerin und Christine König Galerie 2015)