Archiv Große Bergstraße

Hamburg, Frappant, Rückseite (Bild: Johanna Klier, 2010)
Heute nur noch Teil der Erinnerungen der Großen Bergstraße: das 2011 abgerissene Multifunktionsgebilde „Frappant“ (Bild: Johanna Klier, 2010)

In Hamburg startet am 17. Juli ein künstlerisches Dokumentations- und Forschungsprojekt: Für das „Archiv Große Bergstraße“ werden Dinge zusammengetragen und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht: Materialien wie (Zeitungs-) Artikel, Bilder, fotografische Dokumentationen sowie filmische Ausschnitte und akustische Erfahrungen im Stadtraum ergänzen den gegenwärtigen Ort Große Bergstraße um Eindrücke, Erinnerungen, Ereignisse und längst Vergessenes. Zeitzeugen, Anwohner und Interessierte sind eingeladen, ihre persönlichen Erinnerungen in das Archiv zu bringen und aufzeichnen zu lassen. Diese Erinnerungen an die Große Bergstraße fließen so ein in das kulturelle Gedächtnis der Stadt, mithilfe dessen man die Gegenwart anders verstehen und nachvollziehen kann.

Das Archiv Große Bergstraße soll über die zehn Tage zu einem Ort heranwachsen, an dem Erinnerungen an Deutschlands erste großstädtische Fußgänger-Einkaufszone zusammenlaufen und so angeordnet werden, dass die gegenwärtigen Veränderungen in einen Zusammenhang gebracht werden können. Es werden u. a. Arbeiten von Doro Carl (Film), Johanna Klier (Fotografie) und Sylvia Necker (Sound/Klangkunst) zu sehen sein. Die Eröffnung findet am 17. Juli ab 19 Uhr statt, die Finissage am 26. Juli ab 18 Uhr (Frappant e.V. in der Viktoriakaserne, Zeiseweg 9 (Eingang über Hinterhof Bodenstedtstraße), 22765 Hamburg). Begleitend gibt es am 18. Juli um 15 Uhr den Vortrag „Memory Maps“ und am 23. Juli um 18:30 Uhr den Workshop „Die Karte im Kopf“. (kb, 7.7.15)