Frauenwald, NVA-Erholungsheim "Auf dem Sonnenberg" (Bild: Aeggy, CC BY SA 4.0)

„Auf dem Sonnenberg“ fällt

„Auf dem Sonnenberg“ fällt

Frauenwald, NVA-Erholungsheim "Auf dem Sonnenberg" (Bild: Aeggy, CC BY SA 4.0)
Hatte sich den Spitznamen „Sprungschanze“ redlich verdient: das NVA-Erholungsheim „Auf dem Sonnenberg“ im thüringischen Frauenwald (Bild: Aeggy, CC BY SA 4.0)

1976, vor 40 Jahren, wurde im thüringischen Frauenwald ein Erholungsheim für die gehobenen Ränge der Nationalen Volksarmee (NVA), für Offiziere des Warschauer Pakts und für Piloten-Lehrgänge eröffnet. Der achtstöckige Bau mit der markanten Schräge bot auf dem Großen Riesenhaupt nicht nur naturnahe Übernachtungsplätze, sondern auch ein breites Freizeitangebot vom Pool bis zum Skisport. Auf dem Gelände entstanden weiterhin verstreut untergeordnete Einzelbauten wie z. B. Angestelltenwohnhäuser.

1990 ging die Anlage an die Bundeswehr über, die jedoch das Angebot nicht halten konnte. Unter wechselnden Eigentümern folgten Zwischennutzungen wie ein „Asylbewerberheim“ und zuletzt die Schließung mit Vandalismus. 2014 schließlich erwarb die Kommune das einstige Erholungsheim mit dem erklärten Ziel, es abreißen zu lassen. Nun gehen die Abbrucharbeiten los. Die Kosten trägt der Stromanbieter „Hertz 50“ als Ausgleichsmaßnahme für den Bau der Hochspannungstrasse „Thüringer Strombrücke“. An die Stelle des ostmodernen Erholungsheims soll dann mittelfristig eine renaturierte Fläche treten. (kb, 5.12.16)