Die Bildhauerin und Architektin Leoni Wirth (1935-2012) hat das moderne Dresdner Stadtbild maßgeblich mit geprägt. Der Schalenbrunnen auf der Prager Straße und der ebenfalls in der Prager Straße aufgestellte Pusteblumenbrunnen sind die bekanntesten Werke der gebürtigen Dresdenerin. Um deren Erhalt im Originalzustand musste sie schon zu Lebzeiten ringen: Der Schalenbrunnen wurde nach dem Elbhochwasser 2002 demontiert und eingelagert. Erst 2017 wurde entschieden, dass er einen neuen Standort am Dippoldiswalder Platz bekommen soll, wo er seit 2021 wieder in Betrieb ist..
Nun wurde ihrem gläsernen Hyazinthenbrunnen vor dem ehemaligen Robotron-Hauptgebäude in der Grunaer Straße das Wasser abgedreht. Der Bürobau war bis 2025 Interimsquartier der Stadt während ein neues Verwaltungszentrum errichtet wurde. Beim Auszug aus dem Bürogebäude zum Jahreswechsel ließ die Stadtdtverwaltung die Pumpe und das Schaltwerk ausbauen des Brunnens ausbauen. Das Kunstwerk an der Südostecke des Pirnaischen Platzes, wurde 1975 fertiggestellt, neben Leoni Wirth arbeiteten der Kunstschmied Karl Bergmann und der Glaser Helmut Kappelt daran. Neben den drei Glasbäumen, zwischen 3,5 und 5 Meter hoch, die in einem rund 9 Meter großen Becken stehen, zählen noch zwei Blumenkübel zum Platzareal. Sie sind ebenso wie der Beckengrund mit Mosaikfliesen belegt. Die Gesamtanlage steht unter Denkmalschutz, eine Wiederinbetriebnahme ist abhängig nun aber vom Dresdener Haushalt 2027/28. (db, 21.5.26)
Dresden, Brunnenanlage Piornaisches Tor (Bild: Lupus in Saxonia, CC BY-SA 4.0)

