Skulpturale Treppen aus Beton

von Alexandra Apfelbaum (Heft 14/3)

Marl, Rathaus, Treppe am Sitzungstrakt (Van den Broek & Bakema, 1964-65) (Bild: Moritz Kappen)
Marl, Rathaus, Aufgang zum Sitzungssaal (1964-65, Van den Broek & Bakema) (Bild: Moritz Kappen)

„Der Beton gibt die getreuesten Abgüsse. Vielleicht noch getreuer als Bronze, und ist daher besonders geeignet, die Absicht des Bildhauers wiederzugeben.“ Le Corbusier hat mit diesen Worten nicht nur der Ästhetik und Wahrhaftigkeit des Betons gehuldigt, sondern ihn zum Material der bildenden Kunst schlechthin erhoben. Dieser besondere Baustoff sollte schließlich wie kein anderer die moderne Architektur prägen. Beton faszinierte durch seine konstruktiven und formalen Möglichkeiten ebenso wie durch seine breitgefächerten Ausdrucksmittel. Kein anderes Material vermochte es, Schwere und Grazie, Wucht und Eleganz so in sich zu vereinen.

 

Plastische Architektur

Aachen, Einhard-Gymnasium, Eingangshalle (1973, Architekt: Bruno Lambart) (Bild: A:AI Archiv für Architektur und Ingenieurbaukunst NRW, Nachlass Bruno Lambart)
Aachen, Einhard-Gymnasium (1973, B. Lambart) (Bild: A:AI Archiv für Architektur und Ingenieurbaukunst NRW, Nachlass B. Lambart)

Besonders in der späten deutschen Nachkriegsmoderne wurden zahlreiche Bauten völlig aus Beton durchgebildet. Ihre Architektur war außen wie innen durch Sichtbeton gekennzeichnet. Das Material entwickelte dabei – auf eine internationale brutalistische Weise – eine lastende Körperlichkeit und starke Plastizität.

Dabei bildeten sich fast schon zwangsläufig viele Detaillösungen heraus, die eine bildnerische Entwurfsarbeit einforderten und tatsächlich auch erhielten. Vor allem bei Details wie Dächern, Brüstungen und Treppenkörpern offenbarte der Baustoff Beton seine gesamte Ausdruckskraft. Das Kunstvolle lag nicht nur im Material begründet, sondern in der Form selbst: Treppen wurden zu Skulpturen.

 

Der inszenierte Weg

Als ursprüngliche Bauaufgabe war und ist die Treppe einem steten konstruktiven wie gestalterischen Wandel unterworfen. Im Verlauf ihrer Geschichte rückte die Form gegenüber der reinen Funktion oftmals in den Vordergrund. Barocke Treppenhäuser etwa wurden zur Repräsentation prachtvoll und monumental gestaltet.

Auch in den 1950er Jahren und darüber hinaus erfuhr der Treppenraum neue Aufmerksamkeit. Die Architekten stellten elegante geschwungene Treppen in aufwendig gestaltete Zentralräume. Mit farbigen Glasfenstern, Mosaiken, Terrazzoböden und filigranen Messinggeländern blieben die Treppen selbst jedoch eher körperlos. Sie stellten vielmehr einen inszenierten Weg dar, um den Blick des Betrachters zu lenken.

 

Die Treppe in der Fassade

Friedhof Brion in San Vito d’Altivole (Carlo Scarpa, 1969-78) (Bild: Chris Schroeer-Heiermann)
Friedhof Brion in San Vito d’Altivole (1969-78, C. Scarpa) (Bild: C. Schroeer-Heiermann)

In der späten Nachkriegsmoderne der 1960er und 1970er Jahre verschob sich schließlich das Interesse vom Treppenraum auf den Treppenkörper. Es entstand eine Vielzahl von Massivtreppen aus Sichtbeton, die sich zu einem zentralen Gestaltungselement vieler Innenräume und Fassaden. Der Architekt Carlo Scarpa beispielsweise verwendete das Treppenmotiv schon beinahe inflationär als stilisiertes plastisches Schmuckelement.

So zeigen sich z. B. am Friedhof Brion in San Vito d’Altivole (1970-73) innen wie außen zahlreiche Treppen – mit und ohne Funktion. Auch außenliegende Treppenkörper- und -türme dieser Zeit wurden stark plastisch durchgebildet. Eine Geste, die über den rein funktionalen oder technischen Einsatz des Baumaterials Beton hinausgeht und die Treppe als skulpturales Fassaden- und Bauelement inszeniert.

Eine besondere Bedeutung weist Gottfried Böhm der Treppe in der Fassade seines betonsichtigen Bensberger Rathauses (1962-72) zu. Nur bis zum fünften Geschoss ist der plastisch gestaltete Treppenturm tatsächlich zum Auf- und Abstieg nutzbar. Alles darüberliegende ist somit reine „Skulptur“. Der Zahnschnitt der Treppe und die ausgeprägte Turmspitze verstärken – im schalungsrauen reliefartigen Sichtbeton – das Spiel von Licht und Schatten, Tiefe und Flächigkeit.

 

Die Monumentalplastik im Innenraum

Ruhr-Universität Bochum, Eingangshalle der Bibliothek, (Bruno Lambert, 1972-74) (Bild: Universitätsarchiv Bochum, Dep. Staatl. Bauamt Bochum 02, 74.0640, Foto: Heinz Lohoff)
Bochum, Universitätsbibliothek (1972-74, B. Lambart) (Bild: Universitätsarchiv Bochum, Dep. Staatl. Bauamt Bochum 02, 74.0640, Foto: H. Lohoff)

In den monolithischen Betonarchitekturen der späten Nachkriegsmoderne entstanden große, zentrale, nutzungsoffene Hallen. In diesen lichtdurchfluteten Großräumen erhoben sich die Haupttreppen nun wie Monumentalplastiken. Die Treppe der Universitätsbibliothek Bochum (1972-74) von Bruno Lambart, die zu den Büchermagazinen führt, bildet das struktur- und sinngebende Element ihres Gebäudes.

Doch die zentral platzierte Massivtreppe ist weit mehr als ein reines Erschließungselement. Sie ermöglicht es dem Bibliotheksnutzer, das Gebäude in seiner Gliederung zu erfassen und sich in ihm durch vielfältige Ausblicke besser zu orientieren. Freitragend ausgeführt und mit einer betonten Untersicht versehen, konnte Lambart ihren plastischen Ausdruck besonders herausheben.Die rohe Materialität des Sichtbetons und eine leichte Überdimensionierung trugen gemeinsam zu einer klaren Formensprache bei, die mit ihrer Licht-Schattenwirkung noch heute einen visuellen Mehrwert für den Raum darstellt.

Solche plastisch ausgebildeten Treppenanlagen – wie beispielsweise in der Universität St. Gallen (1959-1963, mit Otto und Zwimpfer) des Schweizer Architekten und Bildhauers Walter M. Förderer oder auch in der Berufsschule in Ostendorf (1965-1969) von Bruno Lambart – werden noch stärker als Treppentürme durch ihre umgebende Architektur als Skulpturen inszeniert. Ihre Belichtung erfolgt nicht ausschließlich über Oberlichter, sondern z. B. in Ostendorf zusätzlich über eine zweiseitige Vollverglasung oder über weitere, in die Betonschalung eingebundene Lichtquellen.

 

„Es kommt drauf an, was man draus macht“

Universität St. Gallen, Treppe im Hauptgebäude im 1. Obergeschoss, nach der Sanierung (architekten: rlc ag, 2011) (Bild: Hanspeter Schiess)
Universität St. Gallen, Treppe im Hauptgebäude nach  der Sanierung (2011, architekten: rlc ag) (Bild: H. Schiess)

Welche Qualitäten die „Treppen-Skulpturen“ der späten Nachkriegszeit auch heute noch aufweisen, zeigen sensibel durchgeführte Sanierungen: von der Pädagogischen Akademie in Graz-Eggenberg (Günther Domenig und Eilfried Huth) bis zur hier bereits beschriebenen Universität St. Gallen. In beiden Fällen wird eine eindrucksvolle Eingangshalle von einer freitagenden, skulpturalen Betontreppe geprägt. Sie stellen eine baukünstlerische Lösung dar, die auch nach der Sanierung das architektonische Gesamtgefüge belebt. So lässt sich heute erleben, was ein Slogan der Zementindustrie in den 1970er Jahren verhieß: „Beton – es kommt drauf an, was man draus macht.“

 

Rungang

Gehen Sie mit Alexandra Apfelbaum Treppensteigen – skulptural natürlich.

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Herbst 14: Rauf und runter

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Skulpturale Treppen aus Beton

Skulpturale Treppen aus Beton

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Treppen-Häuser – die Schering AG

von Andreas Baudisch (Heft 14/3)

Das neue Gesicht des Unternehmens: Das Verwaltungsgebäude der Schering AG, Fassade an der Müllerstraße 170/171, ca. 1965 (BIld: Schering Archiv, Bayer AG)
Das neue Gesicht des Unternehmens: das Verwaltungsgebäude der Schering AG in der Müllerstraße 170/171 (Bild: Schering Archiv, Bayer AG, um 1965)

In Berlin gehörte die ehemalige Schering AG – nach den umfassenden Kriegszerstörungen und der sich abzeichnenden politischen Insellage – zu den wenigen Unternehmen, die an ihrem Gründungsstandort blieben. Mit alliierter Unterstützung konnte Schering die Produktion früh wieder aufnehmen. Nach Enttrümmerung und Reparaturen begannen im Frühjahr 1950 die Arbeiten für ein neues Fabrikationsgebäude. Und im Spätsommer desselben Jahres wurde bereits der Grundstein für das Verwaltungsgebäude an der Müllerstraße 170/171 gelegt.

 

1953 – notwendiges Raster

Als neues Gesicht des Unternehmens entstand ein sechs- bis achtgeschossiger Verwaltungsbau: ein verputztes Stahlbetonskelett mit gelblichen Fliesen in den Brüstungen, großzügigen Fensterbändern und zuoberst dem Firmenschriftzug. Unter Heinz Glowinski und Heinz Rausendorff entwarf die hauseigene Bauabteilung eine gegliederte Rasterfassade. Der mittlere Bereich – besonders ausgezeichnet durch dichte senkrechte Bänder – diente im Erdgeschoss als Einfahrt sowie als zentraler Eingang ins Firmengelände.

Reine Funktion: Der Haupteingang des Verwaltungsgebäudes der Schering AG, Aufnahme: 1953 (Foto: Schering Archiv, Bayer AG)
Reine Funktion: der Haupteingang des Verwaltungsgebäudes der Schering AG (Bild: Schering Archiv, Bayer AG, 1953)

Eine vierstufige Treppe leitet über eine Zweiflügeltür in den kleinen Empfangsbereich. Von dort wurden die Räume horizontal über zweihüftige Flure erschlossen. Vertikal standen ein weiß gefliestes Treppenhaus und ein holzverkleideter Paternoster bereit. Dieser Kern befindet sich bis heute in der ersten Achse nördlich des Mittelteils.

Ausgehend vom konstruktiven Gerüst legt sich die Rasterfassade geschlossen über den Baukörper. Erst auf der Gebäuderückseite, Richtung Firmengelände, zeichnet sich das Treppenhaus durch vertikale Bänder und Glasbausteine ab. Somit ist die innere Erschließung an der Hauptfassade Richtung Müllerstraße nicht abzulesen. Die Bewegungsräume – Eingangsbereich, Treppenhaus und Fahrstuhl – bleiben rein funktionale Zusätze, die nicht besonders inszeniert werden.

 

1958 – gläserne Offenheit

Gläserne Eleganz außen: Das Treppenhaus des Mikrobiologischen Betriebs der Schering AG im Werk Charlottenburg, Aufnahme: 1959 (Foto: Schering Archiv, Bayer AG)
Gläserne Eleganz: das Treppenhaus des Mikrobiologischen Betriebs im Charlottenburger Schering-Werk (Bild: Schering Archiv, Bayer AG, 1959)

Ganz anders stellt sich das Treppenhaus der Mikrobiologie auf dem Charlottenburger Werksgelände an der Max-Dohrn-Straße 8-10 dar. Zwischen 1957 und 1958 von Gerhard Fritsche errichtet, war das Gebäude Teil einer ursprünglich geplanten Dreiflügelanlage. Ihre Trakte sollten durch zwei große vollverglaste Treppenhäuser miteinander verbunden werden. Nachdem nur ein Teil-Flügel fertiggestellt werden konnte, bildete das Treppenhaus unverhofft eine isolierte prominente Eingangssituation aus.

Eingefasst von hell verklinkerten Wänden, gibt die filigran metallgerahmte Glasfläche den Blick auf die zweiläufige Treppenanlage frei. Verputzte Betondecken, Granitfliesenfußboden, Messingscheuerleisten und weiß lackierte Eisengeländer mit schwarzen Kunststoffhandläufen entsprechen der kühlen Eleganz der Zeit. Dass die Treppenanlage über ihre Funktion hinaus als eigenständiges Bauglied betont wurde, zeugt vom gesteigerten Gestaltungswillen der Berliner Schering AG.

 

1978 – Organisation der Form

Die zwei Türme am Weddingplatz: Postkartenmotiv der Kreuzung Müllerstraße/Sellerstraße mit den Erweiterungsbauten für Verwaltung und Forschung der Schering AG, Aufnahme: 1976 (Foto: Schering Archiv, Bayer AG)
Die zwei Türme am Weddingplatz: Erweiterungsbauten für Forschung und Verwaltung an der Kreuzung Müller-/Sellerstraße (Bild: Schering Archiv, Bayer AG, Postkarte, 1976)

Zwischen 1969 und 1978 wurde das Firmengelände der ehemaligen Schering AG an der Müllerstraße völlig neu gestaltet: Die Architektengemeinschaft Kiemle, Kreidt und Partner verwirklichte Erweiterungsbauten für Forschung und Verwaltung. Zu ihrem Hauptthema wurde die Bewegung. Die beiden weithin sichtbaren Treppenhaus- und Fahrstuhltürme, in die das 15-geschossige Verwaltungshochhaus an der Müllerstraße eingehängt ist, bestimmen den Baukörper. Gleichsam wurde mit dem 13-geschossigen Forschungsgebäude an der Fennstraße verfahren – nur dient das nach außen verlagerte Fluchttreppenhaus nicht der Statik.

Des Weiteren werden die inneren Verkehrssysteme horizontal betont. Das zweite Obergeschoss des Verwaltungsgebäudes sowie die Konferenzetage im achten Obergeschoss sind als „Decks“ angelegt – sie finden ein berühmtes Vorbild in der „rue commerciale“ der Unité d’Habitation Le Corbusiers. Etwas zurückgesetzt und vollständig verglast, zeichnen sich diese Geschosse als Kommunikations- und Verteiler-Ebenen ab. Richtung Norden überbrückt das zweite Obergeschoss zudem die Fennstraße durch eine sichtbare Stahlfachwerkkonstruktion, die vier weitere Bürogeschosse trägt. Der bandartige Baukörper wird so an das alte Firmengelände angebunden.

 

1978 – Führung und Leitsysteme

Verteiler für den Personenverkehr: Das Foyer des Verwaltungsgebäudes der Schering AG, Aufnahme: 1999 (Foto: Schering Archiv, Bayer AG)
Verteiler für den Personenverkehr: das Foyer des Verwaltungsgebäudes der Schering AG (Bild: Schering Archiv, Bayer AG, 1999)

Seitlich betritt man den quergelagerten Baukörper von der Müllerstraße durch einen kleinen Haupteingang mit zwei Drehtüren. Rolltreppen führen aus einem schmalen Empfangsbereich in ein großzügiges Foyer, das sich über zwei Geschosse erstreckt und als zentraler Verkehrsraum dient. Den Nutzern werden hier die verschiedenen Möglichkeiten der Erschließung zur Wahl gestellt.

Das Foyer wird geprägt von galvanisierten Kunststoff-Paneelen, einem großformatigen Aluminium-Relief und einem von Herbert W. Kapitzki entworfenen Teppich. Letzterer ist abgestimmt auf das – ebenfalls von Kapitzki entwickelte – Corporate Design und das daran angepasste Leitsystem. Über verschiedenfarbig gestaltete Geschosse und eigens entwickelte Piktogramme wird somit die Verkehrsführung im Gebäude geregelt.

Daneben verfügt der neue Firmensitz über eine seinerzeit hochmoderne „Telelift“-Anlage: Sie transportierte Akten und Dokumente zwischen den Abteilungen. Fortschritte in der Firmenlogistik, den Informationswissenschaften und der Organisationstheorie prägen somit – stärker als noch zwanzig Jahre zuvor – die äußere und innere Auffassung des Baukörpers. Das Thema Bewegung wird nun in der Architektur zentral sichtbar.

 

1953-2014 – vom Funktions- zum Bedeutungsträger

Materialehrlichkeit innen: Das Treppenhaus des Mikrobiologischen Betriebs der Schering AG im Werk Charlottenburg, Aufnahme: 1959 (Foto: Schering Archiv, Bayer AG)
Unterwegs zum Bedeutungsträger: das Treppenhaus der Mikrobiologie des Charlottenburger Schering-Werks (Bild: Schering Archiv, Bayer AG, 1959)

Die nach dem Krieg durchgängig gewachsenen Schering-Werke stehen beispielhaft für die Inszenierung von Erschließungssystemen im Industrie- und Verwaltungsbau. Noch 1953 legte sich der moderne Funktionalismus wie ein starres Gerüst über die innere Struktur der Schering-Bauten. Dies wurde z. B. mit dem Treppenhaus 1958 behutsam aufgelockert. Bis 1978 kehrte Schering dann spätbrutalistisch ihre inneren Verkehrselemente als Bedeutungsträger nach außen.

Bis heute blieben die drei hier vorgestellten Schering-Bauten formal und funktional unverändert. Telelift, Leitsystem und Foyer-Teppich mussten zwar 2005/06 neuen Anforderungen weichen. Dennoch liefern die Bauwerke weiterhin ein reifes Zeugnis für die architektonische Mobilisierung der Nachkriegsmoderne.

Rundgang

Begleiten Sie Andreas Baudisch – mit Bildern von Schering Archiv, Bayern AG – auf einen Gang durch die Bauten der ehemaligen Berliner Schering AG.

 

Literatur

Buttlar, Adrian von u. a. (Hg.), Baukunst der Nachkriegsmoderne. Architekturführer Berlin 1949-1979, Berlin 2013

Hillmann, Roman, Die erste Nachkriegsmoderne – Ästhetik und Wahrnehmung der westdeutschen Architektur 1945-63, Petersberg 2011

Pehnt, Wolfgang, Deutsche Architektur seit 1900, München 2005

Aus Berlin in alle Welt – Die Schering AG 1949-1971, hg. von der Schering Aktiengesellschaft, Berlin 1998

Banham, Reyner, Brutalismus in der Architektur – Ethik oder Ästhetik? Stuttgart 1966

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Herbst 14: Rauf und runter

LEITARTIKEL: Promis im Paternoster

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Grundmann: „Dieses Chaos von Treppen“

Das Interview zu Hamburgs U-Bahn, die der Architekt Friedhelm Grundmann seit den 1950er Jahren entscheidend mit prägte: Eine Rundfahrt lohnt sich!

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Jan Langer fotografiert und filmt leidenschaftlich Fahrstühle der DDR, stellt seine Bilder und Videos virtuell für Interessierte zur Verfügung.

Die Kunststofftreppe - im fg 2000

Die Kunststofftreppe – im fg 2000

Pamela Voigt zeigt, wie aus glasfaserverstärkten Kunststoffen 1969 das erste fg 2000-Fertigteilhaus entstand – samt einer eleganten Kunststofftreppe.

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Das Fördergerüst – Zeche Niederberg 4

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"Außer Betrieb"? Der Paternoster

„Außer Betrieb“? Der Paternoster

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Beförderung im Büro: LVA Stuttgart

Beförderung im Büro: LVA Stuttgart

Martin Pozsgai entfaltet, wie die Verwaltung erschlossen wurde. Anhand des 1976 eingeweihten Stuttgarter LVA-Gebäudes werden Transportwege im Büro sichtbar.

Aufzugparken: Großgarage Halle

Aufzugparken: Großgarage Halle

Sarah Huke rangiert Autos per Schiebebühne und Aufzug: Möglich war dies in Halle bis 1992. Jetzt wurde die moderne Großgarage Süd frisch saniert.

Skulpturale Treppen aus Beton

Skulpturale Treppen aus Beton

Alexandra Apfelbaum sieht moderne Treppen als Skulptur, die im Inneren und Äußeren, durch Licht und Schatten, Form und Oberfläche inszeniert wird.

(Kein) Lift ins Utopische? Ungebautes!

von Michael Wiederspahn (Heft 14/3)

Nicholas Grimshaw, Ludwig-Erhard-Haus in Berlin (1994–98) (© Nicholas Grimshaw/Otis GmbH & Co. OHG)
N. Grimshaw, Ludwig-Erhard-Haus, Berlin (1994– 98) (© N. Grimshaw/Otis GmbH & Co. OHG)

Im starren Korsett rigider Sicherheitsbestimmungen, über-(DIN-)normierter Regelwerke und technischer Richtlinien bleibt naturgemäß kaum Platz für Utopien. Der Spielraum ist begrenzt, der Zweck klar definiert: Ein Aufzug dient dem Vertikaltransport. Und so wird er meist wie ein (baulich) notwendiger Erfüllungsgehilfe behandelt und in den aussteifenden Kern des (Hoch-)Hauses verbannt, was ebenso einfach wie langweilig ist.

Dennoch gab und gibt es durchaus Versuche, dieses offenbar ungeliebte Verkehrsmittel auch als architektonische Herausforderung zu begreifen. Bis auf wenige (realisierte) Ausnahmen entzünden sich solche Ideen aber vor allem an visionären Großprojekten, weil deren Verwirklichung ja primär von der Entwicklung oder eben Erfindung eines geeigneten Erschließungssystems abhängt.

 

„Schlangen aus Eisen und Glas“

Antonio Sant'Elia, "Città Nouva" (1914) (© aus: Lampugnani, V. M., Antonio Sant`Elia. Gezeichnete Architektur, München 1992)
Antonio Sant’Elia, „Città Nouva“ (1914) (© aus: Lampugnani, V. M., Antonio Sant’Elia. Gezeichnete Architektur, München 1992)

Dank Eisenbeton und Stahlskelett, der Entdeckung des elektrodynamischen Prinzips und der Funktionsweise von Treibscheibe wie automatischer Fallbremse klettern die Gebäude seit Ende des 19. Jahrhunderts in schwindelerregende Höhen. Und so werden aus den frühen „Turmhäusern“ zunächst „Elevator-Buildings“, um später als „Skyscrapers“ die Wolken zu durchstoßen. Phantasien wie die „Vertikale Stadt“ (1908) von Charles Lamb oder Wenzel Habliks „Luftkolonie“ (1908) sind zwei der damaligen Ausprägungen jener uralten Sehnsucht des Menschen nach Eroberung himmlischer Räume.

Den Fahrstuhl aus seinem dunklen Schacht zu befreien, gelingt allerdings erst Antonio Sant’Elia. In seiner nie verwirklichten „Citta Nouva“ (1914) – einer zergliederten Megapolis aus terrassierten Hochhäusern – winden sich Aufzüge an den Fassaden „wie Schlangen aus Eisen und Glas“ empor. In Kombination mit Laufbändern sowie Schienenfahrzeugen in den Straßen sorgen sie für Rhythmus und Mobilität der (futuristischen) Stadtbewohner

 

Metaphern des Fortschritts

El Lissitzky "Wolkenbügel" (1923–25) (aus ©:  El Lissitzky, Russland. Die Rekonstruktion der Architektur in der Sowjetunion (Neues Bauen in der Welt). Bd. 1, Wien 1930
El Lissitzky „Wolkenbügel“ (1923–25) (© aus: El Lissitzky, Russland. Die Rekonstruktion der Architektur in der Sowjetunion (Neues Bauen in der Welt 1), Wien 1930)

Einen nicht weniger spektakulären Akzent setzen El Lissitzky und Mart Stam mit dem berühmten „Wolkenbügel“ (1923–25) dessen auskragende Stahlkonstruktion auf drei riesigen Stützen von geringer Grundfläche ruht. Als Vertikalkorridore ausgebildet, beherbergen diese Tragelemente 24 offene Paternoster- und Fahrstuhlschächte. Genau wie die an drei oder vier Seiten verglasten Kabinen bieten sie ein Maximum an Lichtdurchlässigkeit, weshalb Mechanik und Seile erstmals weitgehend sichtbar bleiben.

Wie überhaupt der Konstruktivismus sowjetischer Herkunft viele Anregungen, eine Fülle neuer Impulse liefert. Das zeigt sich unter anderem an zwei Wettbewerbsprojekten von Alexander und Viktor Wesnin, dem „Verlagsgebäude für die Leningrader Prawda“ (1924) und dem „Volkskommissariat für die Schwerindustrie“ (Moskau, 1934). Der Aufzug gerät hier zur Metapher des Fortschritts: Vermeintlich schwerelos gleitet er entlang der Senkrechten, wobei ihm Umwehrungen aus filigranen Metallgerippen oder imposante Glasröhren die Richtung weisen.

 

Bewegende Perspektiven

Ähnlich visionär sind die später entwickelten Utopien der englischen Gruppe Archigram oder der japanischen Metabolisten. Der Sputnik- oder High-Tech-Ästhetik verpflichtet, mutieren jetzt ganze Städte zu Maschinen aus Raumkapseln, mobilen Gebäuden, Hebekränen und Robotern, die sich selbst bewegen. Neben und nach Wilhelm Holzbauers „Hubschrauberbürohochhaus“ (1961) verheißen solche Megastrukturen wie die „Walking City“ (1964) und die „Plug-in City“ (1964–66) von Archigram, die „Floating City“-Projekte (1960–76) von Kiyonori Kikutake, die „Helix City“ (1961) von Kisho Kurokawa oder Arata Isozakis „City in the Air“ (1962) nur schrankenloses Wachstum. Mit innovativen Aufzugsideen können sie freilich nicht aufwarten.

Fritz Haller "A-Bahn" (1968) (© aus: Krieger, P., Fritz Halle, in: Thesis 3/4, 1997)
Fritz Haller, „A-Bahn“ (1968) (© aus: Krieger, P., Fritz Halle, in: Thesis 3/4, 1997)

Das zentrale Problem der Beförderung gewaltiger Menschenmassen löst Fritz Haller hingegen ebenso geschickt wie mehrdimensional. Seine „Totale Stadt“ (1968) für 120 Millionen Bewohner durchströmen nämlich Trägerautomaten-(Leitschienen-)Bahnen als skurrile Mischung aus Sessellift, ICE und Transrapid.

Manche Gipfel wollen jedoch nicht erklommen werden, wie die bergigen (Hoch-)Hauslandschaften der „Metropolis of Tomorrow“ (1929) von Hugh Ferris, oder scheitern am Zweifel an der vorgeschlagenen Stahlskelettbauweise: Mit 400 m Höhe, 110 Geschossen und 59 Fahrstuhlschächten hätte der „Larkin Tower“ 1926 (fast) alle Rekorde gebrochen. Wiederum andere Entwürfe der Avantgarde bieten dem Aufzug schlicht keine neue Perspektive. In den genialen „Hänge-“ (1927) oder „Spindelhäusern“ (1956) von Bodo und Heinz Rasch dienen zum Beispiel separate Türme oder der massive Schaft als Verkehrsachse.

 

Atomarer Höhenrausch

Einen Höhepunkt aller Aufzugsutopien markiert zweifelsohne „The Mile-High Illinois“ (1956) von Frank Lloyd Wright – und damit ein Gebäude von einer Meile oder mehr 1.600 m Höhe. Gedacht für 130.000 Bewohner auf 528 Geschossen, verfügt dieser Wolkenkrater auf jeder Seite über genau 24 Aufzugsschächte. Geplant war zudem, sie mit insgesamt 56 fünfstöckigen Gondeln und eine unbekannten Anzahl privater Lifte zu bestücken, um jeweils 100 Insassen binnen einer Minute bis zur „Sky-Lobby“ befördern zu können.

Umgerechnet ergibt das eine Transportleistung von 2 x 130.000 Personen oder eine Fahrgeschwindigkeit der einzelnen Kabinen von mehr als 100 km/h. Die senkrechten Rennbahnen würden von den atomar (!) betriebenen Aufzügen also quasi im Sekundentakt frequentiert. Die Körbe sollten im Übrigen über Zahnradspuren laufen, da ein Stahlseil in der geforderten Länge wegen seines extremen Eigengewichts unweigerlich reißen müsste.

 

Visionen für Europa

Hans Hollein, Gebäude mit Schrägaufzug (1994) (© aus: Meyhöfer, D. (Hg.), Architectural Visions for Europe. Braunschweig, Wiesbaden 1994)
Hans Hollein, Gebäude mit Schrägaufzug (1994) (© aus: Meyhöfer, D. (Hg.), Architectural Visions for Europe. Braunschweig, Wiesbaden 1994)

Das System Lift scheint nun technisch vollendet zu sein: Plakativ verkitschte Abkömmlinge der von John Portmann in den 1970er Jahren entwickelten Panorama-Aufzüge ver(un)zieren Hotelhallen, die Fassadenreinigung mittels verschwenkbarer Lifte gehört zum Standard und mobile Feuerwehr-Aufzüge erstürmen notgedrungen so manches Haus.

Initiativen wie die „Architectural Visions for Europe“ (1994) gelten daher schon als spannender Fluchtweg: Entwürfe von fiktiven Gebäuden als Gestaltungsansatz. Dominique Perrault skizziert hier eine Art Riesenrad, das Autos in die Parkgarage schaufelt. Hans Hollein schlägt stattdessen einen Schrägaufzug vor, der in jedem Geschoss andere Grundrisskonfigurationen erlaubt. Doch erst Romuald Loegler rückt den Lift an die Grenze des Absurden, indem er ihn als frei schwebende Kugelhaube konzipiert.

 

Und morgen?

Zwar geistert die undatierte Idee eines Horizontalaufzugs durch die Archive, wofür wäre er jedoch geeignet? Axel Schmids „Regenwaldbaumkronenforschungsluftschiff“ wird sich in den Straßenschluchten urbaner Hochhausgebirge wohl (ebenfalls) kaum nutzen lassen. Und Hexenbesen wie Raketentornister oder der „Dessauer Gleitbalkon“, letztlich eine Idee von Walter Gropius und Mies van der Rohe, sind leider nicht greifbar.

Muss man also künftig (weiter) in öden Kisten fahren, in einen Integralhelm schlüpfen, wie er sich im Berliner Ludwig-Erhard-Haus (1994–98, Nicholas Grimshaw) und dem Stuttgarter Mercedes-Benz Museum findet, oder in vertikal verkehrenden Cable Cars sitzen, die ein Student für „Sydney 2000“ vorgeschlagen hat?

 

„Beam me up …“

Raumschiff Enterprise: “Beam me up, Scottie!” (© www.scifiction.com)
Raumschiff Enterprise: „Beam me up, Scotty!“ (© www.scifiction.com)

Aber vielleicht ist das keine angemessene Frage (mehr). Immerhin wird seit den 1970er Jahren an einem Satelliten-Lift gebastelt und trösten einen bisweilen Dachlandschaften mit „Infinity Pool“, wie bei Mosche Safdies „Marina Bay Sands“ in Singapur (2011), oder der Panoramablick in Jean Nouvels Doha-Tower-Spitze (2012).

Zur Stunde dürfte ohnehin weniger das Aufsteigen denn das Fallen zu reizen. In Zeiten des kontrollierten Absturzes beim „Bungee Jumping“ oder verschärfter „Free Fall Tower“-Vergnügungen gewinnen ja vermeintlich virtuelle Angebote an Gewicht. Solange der Aufstieg mühselig über die Treppe oder in konventionellen Konstruktionen zu erfolgen hat, bleibt dementsprechend nur die Erinnerung an bessere Visionen – oder eben der Wunsch nach prompter De- und Rematerialisierung, das Fern-Sehen, um in heimeliger Atmosphäre Captain Kirk und Mister Spock zu treffen: „Beam me up, Scotty!“

 

Rundgang

Folgen Sie Michael Wiederspahn in die Welt der wunderbaren vertikalen Fahrzeuge.

 

Literatur

Ruprecht, U. u. a., Aufzug. Rauf und runter, Dortmund 1999

Lampugnani, V. M./Hartwig, L. (Hg.), Vertikal. Aufzug, Fahrtreppe, Paternoster. Eine Kulturgeschichte vom Vertikaltransport, Berlin 1994

Meyhöfer, D. (Hg.), Architectural Visions for Europe, Braunschweig, Wiesbaden 1994

Simmen, J., Drepper, U., Der Fahrstuhl. Die Geschichte der vertikalen Eroberung, München 1984

Strakosch, G., Vertical Transportations. Elevators and Escalators, New York 1967

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LEITARTIKEL: Promis im Paternoster

LEITARTIKEL: Promis im Paternoster

Jürgen Mayer erzählt von einem besonderen Interview-Ort: dem Paternoster im Kölner WDR-Gebäude, wo er jeden Sonntag prominente Gäste zum Gespräch bittet.

Visionen im Schacht: Lift und Literatur

Visionen im Schacht: Lift und Literatur

Harald Kimpel sichtet die „Aufzugsgeschichten“ der Literatur: von der klaustrophobischen Gesellschaftsstudie bis zur subtilen Horrorszene.

Grundmann: "Dieses Chaos von Treppen"

Grundmann: „Dieses Chaos von Treppen“

Das Interview zu Hamburgs U-Bahn, die der Architekt Friedhelm Grundmann seit den 1950er Jahren entscheidend mit prägte: Eine Rundfahrt lohnt sich!

Zu meiner Geschichte - DDR-Aufzüge

Zu meiner Geschichte – DDR-Aufzüge

Jan Langer fotografiert und filmt leidenschaftlich Fahrstühle der DDR, stellt seine Bilder und Videos virtuell für Interessierte zur Verfügung.

Die Kunststofftreppe - im fg 2000

Die Kunststofftreppe – im fg 2000

Pamela Voigt zeigt, wie aus glasfaserverstärkten Kunststoffen 1969 das erste fg 2000-Fertigteilhaus entstand – samt einer eleganten Kunststofftreppe.

Das Fördergerüst - Zeche Niederberg 4

Das Fördergerüst – Zeche Niederberg 4

Walter Buschmann wirbt für ein seltenes Industriedenkmal – in Kempen steht das älteste erhaltene Fördergerüst dieser Kastenbauweise in NRW. Noch.

"Außer Betrieb"? Der Paternoster

„Außer Betrieb“? Der Paternoster

Edith Ruthner glaubt an den aussterbenden Paternoster – sie erläutert seine Geschichte und Technik, schildert Vorteile und Reiz des Auf- und Abspringens.

Beförderung im Büro: LVA Stuttgart

Beförderung im Büro: LVA Stuttgart

Martin Pozsgai entfaltet, wie die Verwaltung erschlossen wurde. Anhand des 1976 eingeweihten Stuttgarter LVA-Gebäudes werden Transportwege im Büro sichtbar.

Aufzugparken: Großgarage Halle

Aufzugparken: Großgarage Halle

Sarah Huke rangiert Autos per Schiebebühne und Aufzug: Möglich war dies in Halle bis 1992. Jetzt wurde die moderne Großgarage Süd frisch saniert.

Skulpturale Treppen aus Beton

Skulpturale Treppen aus Beton

Alexandra Apfelbaum sieht moderne Treppen als Skulptur, die im Inneren und Äußeren, durch Licht und Schatten, Form und Oberfläche inszeniert wird.