Berlin: „Der kleine Stadtbummler“

„Als ich zehn Jahre alt war, bekam ich von meinem Vater das Buch ‚Die kleinen Stadtbummler‘ geschenkt. In ihrer ‚Architekturgeschichte für Kinder‘ stellte die Malerin und Kunsthistorikerin Christa Murken-Altrogge am Beispiel von Münster 1978 verschiedene Baustile vor. Ein Motiv galt dem Wiederaufbau nach dem Krieg. Und eine Doppelseite war eben dem Brutalismus gewidmet. Diese hat sich mit der faszinierenden Erklärung, dass Brutalismus auf alles Schmückende verzichte, meinem kindlichen Gemüt tief eingeprägt. Sie war letztlich einer der Anlässe für mein Fotoprojekt ‚Brutalist Berlin‘. Ziel ist, die Anmut dieser Stilepoche, ihre Grandezza zwischen Askese und Monumentalität, wieder erkennbar werden zu lassen. Ein Foto kann und sollte den Betrachter dabei genauso kicken wie ein Musikstück. Besonders wichtig sind mir die Körnigkeit des Materials, das strahlende Licht und der Verzicht auf Farbe.“ (Denis Barthel, * 1970, heute Architekturfotograf und professioneller Stadtbummler)

Die Motive aus dem – heute leider nur noch antiquarisch erhältlichen Bändchen – „Die kleinen Stadtbummler“ wurden wiedergegegeben mit der freundlichen Genehmigung von Christa Murken-Altrogge.

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Fotospezial 16: „Generation Beton“

ESSAY: Heimat Beton

ESSAY: Heimat Beton

Martin Bredenbeck, * 1977, (Kunst-)Historiker, kehrt heim zum Mülheimer Pfarrerbungalow seiner Familie – und sinniert grundsätzlich über Beton und Heimat.

Gundernhausen: "Auf dem Balkon"

Gundernhausen: „Auf dem Balkon“

Tobias Wolf, * 1979, Bezirkskonservator, blickt für mR noch einmal vom Wohnhaus seiner Kindheit in einer Neubausiedlung der Nachkriegszeit bei Darmstadt.

Gera-Lusan: "Die Birkenstraße blieb"

Gera-Lusan: „Die Birkenstraße blieb“

Christoph Liepach, * 1990, Grafiker/Kunstpädagoge, sucht das Plattenbauviertel seiner Kindheit auf.

Saarbrücken: "Blütenbote im Museum"

Saarbrücken: „Blütenbote im Museum“

Julius Reinsberg, * 1986, Historiker, ging im Archäologischen Institut auf Spurensuche – und fand den Ort seiner ersten Erfahrungen in der Schauspielerei.

Berlin: "Der kleine Stadtbummler"

Berlin: „Der kleine Stadtbummler“

Denis Barthel, * 1970, Architekturfotograf, machte seine ersten Gehversuche in der Architekturmoderne mit einem Kinderbuch – und mit was für einem!

Wiesbaden: "Schuhkauf mit Rutsche"

Wiesbaden: „Schuhkauf mit Rutsche“

Daniel Bartetzko, * 1969, Journalist, findet den Höhepunkt seines damaligen Einkaufsbummels wieder – und hat wieder genauso viel Spaß daran.

Blomberg: "Sieben Tage urlaubskrank"

Blomberg: „Sieben Tage urlaubskrank“

Karin Berkemann, * 1972, Theologin/Kunsthistorikerin, quälte sich einst liegend durch den Urlaub. Jetzt wohnen Flüchtlinge im westfälischen Feriendörfchen.

Garbsen: Ein Stadtteil fotografiert sich!

Garbsen: Ein Stadtteil fotografiert sich!

Aus einer Plattenbausiedlung bei Hannover: Bewohner stellen historische Fotografien an den heutigen Orten nach.

Foto-Wettbewerb: Alle Gewinner!

Foto-Wettbewerb: Alle Gewinner!

Die preisgekrönten Einsendungen unserer Leser!

Foto-Wettbewerb: Außer Konkurrenz!

Foto-Wettbewerb: Außer Konkurrenz!

Einfach zu charmant zum verstecken: Einsendungen auf unseren Foto-Wettbewerb „Generation Beton“, die wir Ihnen nicht vorenthalten können.

Wiesbaden: „Schuhkauf mit Rutsche“

„Ein Besuch bei den Großeltern in Wiesbaden bedeutete meist auch einen Einkaufsbummel in der Stadt. Manchmal gab es Profanes wie Kleidung. Ein Abstecher ins Spielzeuggeschäft fand meist im Anschluss statt … Diese Schuhkauf-Fotostrecke muss 1977/78 entstanden sein, als man nahe der Marktkirche noch oberirdisch parken konnte. Die reizenden Damen, die mich begleiteten, waren meine Tante, meine Oma und meine Mutter (v. l. n. r.), mein Opa führte die Kamera. Die Parkplatz-Brache heißt seit 2005 offiziell ‚Dernsches Gelände‘. Das Polizeipräsidium im Hintergrund, ein stilvoller Fünfziger-Jahre-Bau, wurde 2009 abgerissen. An seiner statt sprengen nun die ‚Dernschen Höfe‘ die Dimensionen des Platzes. Lustigerweise existiert die Rutsche bei ‚Fink Schuhe‘ noch immer, es gibt heute sogar zwei! Damals rutschte ich nur auf Bitten meines Opas fürs Foto, heute wollte ich aus eigenem Antrieb heruntersausen. Hat leider nicht geklappt, ich blieb unerklärlicherweise stecken.“ (Daniel Bartetzko, * 1969, heute Journalist, Architekturnerd und potenzielles Fashionvictim)

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Fotospezial 16: „Generation Beton“

ESSAY: Heimat Beton

ESSAY: Heimat Beton

Martin Bredenbeck, * 1977, (Kunst-)Historiker, kehrt heim zum Mülheimer Pfarrerbungalow seiner Familie – und sinniert grundsätzlich über Beton und Heimat.

Gundernhausen: "Auf dem Balkon"

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Tobias Wolf, * 1979, Bezirkskonservator, blickt für mR noch einmal vom Wohnhaus seiner Kindheit in einer Neubausiedlung der Nachkriegszeit bei Darmstadt.

Gera-Lusan: "Die Birkenstraße blieb"

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Saarbrücken: "Blütenbote im Museum"

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Wiesbaden: "Schuhkauf mit Rutsche"

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Blomberg: "Sieben Tage urlaubskrank"

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Karin Berkemann, * 1972, Theologin/Kunsthistorikerin, quälte sich einst liegend durch den Urlaub. Jetzt wohnen Flüchtlinge im westfälischen Feriendörfchen.

Garbsen: Ein Stadtteil fotografiert sich!

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Aus einer Plattenbausiedlung bei Hannover: Bewohner stellen historische Fotografien an den heutigen Orten nach.

Foto-Wettbewerb: Alle Gewinner!

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Foto-Wettbewerb: Außer Konkurrenz!

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Einfach zu charmant zum verstecken: Einsendungen auf unseren Foto-Wettbewerb „Generation Beton“, die wir Ihnen nicht vorenthalten können.

Blomberg: „Sieben Tage urlaubskrank“

„Meine Erinnerungen an den Familienurlaub im August 1978 im Teutoburger Wald sind blass, was der Eigenart der westfälischen Landschaft wohl ebenso entspricht wie meinem damaligen Alter von sechs Jahren. Im Fotoalbum ist vermerkt: ‚Karin war leider 7 Tage krank‘. Demnach habe ich den halben Urlaub mit Wadenwickeln und Vorleseorgien verbracht. Die Feriensiedlung Blomberg wirkte auf mich als Kind nicht spektakulär. Sie war wohl für uns (nicht nur finanziell) die günstigste Lösung, da wir so immer andere Kinder zu Spielen fanden. Heute erscheinen mir die kleinen, über das Gelände verstreuten Bungalows reizvoll. Und sie dienen wieder als Heimat auf Zeit: Das Deutsche Erholungswerk hat die 1960 errichtete Anlage im Januar 2016 an die Kommune verpachtet, die hier Flüchtlingsfamilien unterbringt.“ (Karin Berkemann, * 1972, heute Theologin, Kunsthistorikerin und passionierte Städteurlauberin)

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Literatur

Bockwinkel, Patrick, Stadt Blomberg pachtet das Feriendorf für fünf Jahre. In den 30 Häuschen sollen bis zu 180 Flüchtlinge untergebracht werden, in: Lippische Landes-Zeitung 19. Januar 2016.

Schack, Martin, Ein Haus auf Zeit. Bungalow-Feriendörfer der 1960er Jahre im Teutoburger Wald, Eggegebirge und Weserbergland, Detmold 2014, S. 24-25.

Diekmann, Sibylle, Die Ferienhaussiedlungen Schleswig-Holsteins. Eine siedlungs- und sozialgeographische Studie (Schriften des Geographischen Instituts der Universität Kiel XXI, 3), Kiel 1963, S. 160, 176.

Feriendorf Blomberg, in: Die Zeit 1. April 1960.

Fotospezial 16: „Generation Beton“

ESSAY: Heimat Beton

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