INTERVIEW: Haverkampf über die Zeil

„Das Verkehrschaos blieb aus“

Hans-Erhard Haverkampf über die Zeil

 

Frankfurt am Main, Zeil bei Nacht (Bild: Mylius, GFDL 1.2 oder FAL)
Die Frankfurter Zeil heute bei Nacht (Bild: Mylius, GFDL 1.2/FAL)

Am 9. September 1973 wurde der westliche Teil der Frankfurter Zeil für den Kraftverkehr gesperrt – gegen den Widerstand vieler Gewerbetreibender. Auch die Debatte, wie man die nun autofreie Straße zwischen Haupt- und Konstablerwache gestalten solle, zog sich in die Länge. Dass ab 1976 die U-Bahn gebaut wurde, gab den Planern Zeit: Erst 1985 weihte man die Fußgänger-Zeil feierlich ein. Lange war sie die umsatzstärkste deutsche Einkaufsmeile. Und noch immer liegt die von Kaufhäusern gesäumte Straße in der nördlichen Innenstadt unter den kommerziellen „Top 5“ der Republik. Dr. Hans-Erhard Haverkampf (SPD) war in den Jahren, in der die Zeil ihr heutiges Gesicht erhielt, Baudezernent in Frankfurt am Main. Daniel Bartetzko sprach für moderneREGIONAL mit ihm über „die erste postmoderne Fußgängerzone Deutschlands“, über die Beweggründe und die Hoffnungen der Stadtplaner in den 1970er Jahren.

Daniel Bartetzko: Waren Fußgängerzonen die Rettung der Cities und im Speziellen der Frankfurter Innenstadt?

Dr. Hans-Erhard Haverkampf: Sie waren Anfang der 1970er vor allem die Antwort auf den drohenden Verkehrskollaps. Und sie sorgten dafür, dass die Aufenthaltsqualität in den Städten erhalten blieb. Von den Planern wurde damals gerne Walter Benjamins „Passagen-Werk“ bemüht, in dem er ja unter anderem übers Flanieren durch die Passagen von Paris reflektiert. Und auch, wenn das selbstvergessene Spazieren durch die Konsumwelt schon zu Benjamins Lebzeiten so nicht mehr möglich war, war das doch ein tolles Leitbild: Die ehedem autoverstopfte hektische Innenstadt bevölkert von entspannten Flaneuren, die an den Schaufenstern vorbeiziehen. Ein Ideal der Entschleunigung, das den Bürgern leicht zu vermitteln war.

Frankfurt am Main, Zeil bei Nacht, 1970 (Bild: Dontworry, CC BY-SA 2.0. de)
Die Frankfurter Zeil bei Nacht im Jahr 1970, als Fußgänger noch eine Randerscheinung waren (Bild: Dontworry, CC BY-SA 2.0. de)

DB: Widerstände hat es aber trotzdem gegeben.

HH: Sicher. Die Planung der Frankfurter Fußgängerzonen stammt ja noch aus Zeiten der Oberbürgermeister Willi Brundert und Walter Möller, also den späten 1960ern, frühen 1970ern. Damals war die autogerechte Stadt noch ein Ideal bei vielen. Leider auch bei den Kaufleuten auf der Zeil, die folgerichtig Sturm liefen. Als ich die Arbeit beim Magistrat aufnahm, war die Sperrung aber schon durchgesetzt. Und das Verkehrschaos blieb ebenso aus, wie der Umsatzeinbruch bei den Kaufhäusern.

DB: Dafür kam ein großes Loch. Und bis in die 1980er Jahre der oberirdische Umbau.

HH: Ja, mit dem U-Bahn-Bau startete die grundlegende Umgestaltung der Zeil. Hier haben wir noch in großen Teilen die Möller-Planungen umgesetzt. Es war klar, dass durch die dichte Bebauung später kein grünes Paradies entstehen würde. Auch der Gedanke an eine transparente Überdachung war bald vom Tisch – dafür war die Straße schließlich doch zu breit. Das „grüne Dach“ durch angepflanzte Platanen, eine Idee des Architekten Udo Nieper, hat sich für uns als beste Lösung angeboten: Sie wurzeln nicht zu tief, so dass sie im flachen Erdreich zwischen U-Bahn-Tunnel und Straßenpflaster ordentlich gedeihen.

Tinguely-Brief an H.-E. Haverkampf (Bild: H.-E. Haverkampf)
Ende der 1980er Jahre tauschte sich der Schweizer Bildhauer Jean Tinguely per Postkarte mit dem Frankfurter Stadtbaurat Hans-Erhard-Haverkampf über einen möglichen Brunnen auf der Zeil aus: „Also wenn, wann, wo, wie, was geschehen sollte: dann sollten wir uns mal sehen! Treffen wir uns?“ (Bild: H.-E. Haverkampf)

DB: Kritisiert wird die Gestaltung der Konstablerwache: Die Platzanlage wurde durch ein vermeintlich sinnfreies Podest um einige Stufen erhöht.

HH: Sinnfrei ist es leider nicht: Beim damaligen Stand der Technik war es notwendig, um die neue B-Ebene des U-Bahnhofs Konstablerwache zu überfassen, ohne das gesamte Straßenniveau anzuheben. Es stimmt natürlich – einladend ist der Platz nicht. Auf dem Podest sollte eigentlich ein Brunnen des Schweizers Jean Tinguely entstehen. Kulturdezernent Hilmar Hoffmann und ich hatten ihn lange bekniet. Doch als er endlich bereit war, erkrankte er und das Projekt wurde nie realisiert. Leider, denn Tinguely hatte eine famose Idee: Er wollte eine skelettierte Rinderherde aus Stahl in ein Wasserbassin stellen. ‚Totentanz‘ sollte das Ganze heißen …

DB: Über die Möblierung der Zeil wurde auch leidenschaftlich debattiert.

HH: Ja, denn natürlich wollten wir uns von den bereits realisierten Fußgängerzonen abheben. Die Ödnis mancher Frühsiebziger-Konzepte wollten wir nicht wiederholen, und so orientierten wir uns an der aktuellen Architektur. Vielleicht ist die Zeil Deutschlands erste postmoderne Fußgängerzone. Eindeutig in diese Ära passt jedenfalls der Marmorbrunnen von Lutz Brockhaus, der ja vor Ort aus dem Vollen gehauen wurde. Nur leider krankheitsbedingt nicht ausschließlich von Brockhaus, sondern auch von zwei seiner Mitarbeiter. Ich war über das Ergebnis nicht glücklich, doch heute wird der Brunnen offenbar angenommen – er steht jetzt seit 30 Jahren. Die als Ruhepunkte errichteten vier Pavillons wurden dagegen schon abgerissen und durch Neubauten ersetzt.

Frankfurt am Main, Zeil, 2009 (Bild: Alecconnell, GFDL oder CC BY 3.0)
Bis heute laden die grünen Platanen der 1980er Jahre auf der Zeil zum Flanieren ein (Bild: Alecconnell, GFDL oder CC BY 3.0)

DB: 30 Jahre, Sie haben es erwähnt. Trotz jüngster Umbauten ist die Frankfurter Zeil nach wie vor ein Kind der 1980er. Würden Sie sagen, sie funktioniert noch immer?

HH: Ja, sie wird nach wie vor stark frequentiert. Und dass die Geschäftszentren immer stärker von Filial-Ketten dominiert werden, ist ja eine allgemeine Entwicklung. Auch wenn manche Vorgehensweise von damals heute hemdsärmlig erscheinen mag – die Beteiligten haben wirklich Herzblut investiert. Und ich auch eigenes Geld: Die relativ teuren Natursteine der Konstablerwache wurden gegen Spenden symbolisch an die Bürger verkauft. Man wurde dann mit Namen und, wenn gewünscht, einem Sinnspruch im Boden verewigt. Neulich habe ich meinen eigenen Stein beim Spazierengehen wiedergefunden.

DB: Steht etwas darauf?

HH: ‚Lieber eine freundliche U-Bahn als ein freundliches U-Boot.‘

Das Gespräch führte D. Bartetzko (Heft 15/2).

Zur Person Dr. Hans-Erhard Haverkampf

H-E_Haverkampf_Bild_privatHans-Erhard Haverkampf (*1940), promovierter Finanzwissenschaftler, war von 1975 bis 1977 Planungs-, bis 1989 Baudezernent in Frankfurt am Main, danach freiberuflich tätig. Ab 1997 leitete er den Neubau des Bundeskanzleramtes in Berlin sowie zweier Bundestagsbauten. 2003 bis 2005 wirkte Haverkampf als Geschäftsführer der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas. Anschließend war er in verschiedenen kulturellen Bereichen tätig, u. a. als Schriftsteller („Meercazzing“).

Ein Rundgang durch die Zeil

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Frühjahr 15: Fußläufig

LEITARTIKEL: Grenzenloses Vergnügen?

LEITARTIKEL: Grenzenloses Vergnügen?

Dirk Schubert über die Ursprünge, Formen und Chancen der städtebaulichen Idee „Fußgängerzone“.

FACHBEITRAG: Chemnitz,  Brühl

FACHBEITRAG: Chemnitz, Brühl

Sylvia Necker folgt Spuren der Karl-Marx-Stadt, die in ihrem Zentrum einen eigenen Boulevard erhielt.

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Paul Zalewski eignet sich mit Studenten die Große Scharrnstraße in Frankfurt/Oder neu an.

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Ralf Dorn über eine der größten Fußgängerzonen Deutschlands – wie Hannover nach den Kriegszerstörungen verkehrsgerecht wiederaufgebaut werden sollte.

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Tanja Scheffler bummelt durch die alte/neue Einkaufsmeile Dresdens.

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Folckert Lueken-Isberner zur Ikone aller Fußgängerstraßen – der Kasseler Treppenstraße, ihrer langen Entstehungsgeschicht und ihren heutigen Problemen.

INTERVIEW: Haverkampf über die Zeil

INTERVIEW: Haverkampf über die Zeil

Der Stadtbaurat über „Deutschlands erste postmoderne Fußgängerzone“ – wie die Frankfurter Zeil begann und welchen Sinn sie heute noch macht.

LEITARTIKEL: Glaube an die Moderne

von Ruben Donsbach (15/4)

Die Aufgabe, mir über ein zeitgenössisches Verhältnis von Gesellschaft, Staat und Kirche Gedanken zu machen, mir einen Raum vorzustellen, in dem so ein Verhältnis sich ausprägen kann, ist nicht leicht. Weder die Kirche noch der Glaube haben in meinem Leben, in meiner Familie, jemals eine Rolle gespielt. Ich bin noch nicht einmal an Weihnachten zur Messe gegangen. Außer einmal, da war ich als Austauschschüler in Kanada und habe mich sehr fremd gefühlt. Der Glaube war für mich ein Glaube an die Moderne und ihre Protagonisten. An Mies und Scharoun. In deren Tempeln mochte ich immer gerne sein (die letzte Fassung dieses Essays entsteht in der Staatsbibliothek am Kulturforum). Mein Zugang zum Sakralen ist ein profaner und vor allem: ein ästhetischer.

Leerstehend: In Berlin-Kreuzberg wurde die katholische Kirche St. Agnes (1967, W. Düttmann) 2004 an eine evangelische Freikirche vermietet, 2011 an eine Verwertungsgesellschaft verkauft und 2012 beräumt (Bild: Pfarrei St. Bonifatius Berlin, CC BY 2.0, 2012)

Mir ist dieses NICHT glauben können dennoch von Zeit zu Zeit als Mangel erschienen. Die Welt ist längst zu komplex geworden, um alles immer zu wissen. Das kann man zwar aushalten, tröstlich ist es nicht. Zudem liegt der Religion und dem Glauben eine Widerständigkeit inne, die man in den erwartbaren Verteilungskämpfen der Gesellschaft in Zukunft noch gebrauchen wird können. Und Drittens: In einer Zeit, in der immer mehr Kirchen, vor allem jene aus der Nachkriegszeit, „profaniert“ werden, stellt sich die interessante Frage, wie man ihr „auratisches“ Potential neuen gesellschaftlichen Institutionen sinnhaft zur Verfügung stellen kann. Aber der Reihe nach.

Ein neoliberaler Schaumteppich

Ich spürte zuletzt, wenn ich mit jungen Akademikern und Künstlern sprach, dass ihnen an einer Versöhnung des modernistischen mit dem post-modernistischen sehr gelegen sei. Der Fülle der Information und Möglichkeiten möchte man eine Wahrheit zumindest auf Zeit entgegenstellen, die aber nicht hinter den Erkenntnissen von post-struktureller Theorie und Dekonstruktion zurückbleibt. Dabei gibt es einen regelrechten Trend zu Manifesten. Die kann man, wie Luther, an die Tore der Institutionen nageln oder im Netz veröffentlichen. Sie markieren jedenfalls einen Punkt im Raum, der als Koordinate oder Leitstern hilfreich ist. Ich glaube, dass dieses manifesthafte Denken eine sehr konkrete Form der Sinnsuche ist. Es bedient sich noch unbewusst einer Tradition, die in einem schönen Text von Jürgen Habermas über den neu aufgelegten Briefwechsel von Gershom Scholem und T. W. Adorno in „Der Zeit“ anklingt.

Nach außen (noch) alles beim Alten: St. Agnes als Kirchenbau in Kreuzberg im Jahr 2012 (Bild: Beek100, CC BY SA 3.0)

Habermas schreibt, Adorno hätte „im Wahrheitskern der liegen gelassenen Metaphysik ein transzendierendes, ein befreiendes Moment“ gesehen, „das die dumpfe Immanenz eines alle Lebensbezirke durchdringenden Kapitalismus aufsprengen könnte.“ Adorno wie Scholem sind „an dem möglichen Wahrheitsgehalt interessiert, den die monotheistischen Überlieferungen unter Bedingungen der Moderne noch entfalten können“ und wie dieser in der Kunst „wirksam werden“ kann. Für Habermas ein höchst aktuelles Gedankenspiel angesichts „des Schaumteppichs, der sich heute unter dem neoliberalen Regime ausbreitet und alle oppositionellen Regungen aufsaugt“.

Dieser akademische Disput spielt sicherlich jenseits der Alltagsrealität der oben beschriebenen jungen Menschen. Ich denke aber, gemeint ist dasselbe: die Suche nach Traditionen, Begriffen, Positionen und Aufschreibeformen, die der heute zunehmend schmerzlich empfundenen Ökonomisierung aller Lebensbereiche bei gleichzeitig mieser Bezahlung für geistige und kreative Arbeit entgegenwirken. Gesucht wird nach Räumen, in denen diese Sprache einen Resonanzraum findet. Ich mache mir nichts vor, das Netz ist wohl so ein Ort und nicht umsonst formieren sich in den USA auch schon rein digitale Freikirchen mit ganz eigener Liturgie. Doch gerade im digitalen Zeitalter braucht es das Analoge wie auch die analogen Räume: Sie sind keinen Gatekeepern unterworfen, sie bieten Schutz, sie ermöglichen eine gemeinsame Erfahrung.

Eine Gruppe etwas wahnsinniger Spanier

Umbau: Der Raum (Brandlhuber + Emde, Schneider, Riegler Riewe, Foto: © Jan Bitter) wurde um 2014 horizontal geteilt (Bild: brandlhuber.com, 2012)

Dieser Essay erscheint als Einleitung einer Fachzeitschrift über moderne Architektur, die sich in ihrer aktuellen Ausgabe mit Kirchenbau beschäftigt. In diesem Umfeld ist zu fragen, in welchen Räumen sich das oben beschriebe Sehnen manifestieren kann, um als gesellschaftlicher Diskurs wieder fruchtbar gemacht zu werden. Ich glaube, es werden vor allem die sakralen Orte der Moderne und Spätmoderne sein, was mit ihrem „Spirit“ zu tun hat. In seinem Aufsatz „Gotische Architektur und Scholastik“ behauptet der Kunstwissenschaftler Erwin Panofsky, dass die architektonische Form unmittelbar der Ordnung des Denkens und den Aufschreibesysteme entspricht und einen zeitgenössischen Habitus formt.

Ich habe einmal vor Jahren als Student, Panofsky in Gedanken, ein verlängertes Wochenende mit einer Gruppe etwas wahnsinniger Spanier in der Bretagne verbracht. Sie hatten sich zum Ziel gesetzt, jede gotische Kathedrale, Kirche und Kapelle zwischen St. Malo, Mont-Saint-Michel, Rennes und, etwas südlicher noch, Nantes abzuklappern. Die Wirkung dieser Architektur ist in ihrer Verdichtung natürlich spektakulär. Aber sie öffnet sich nichts gegenüber, sie schüchtert ein. Sie weist dem Himmelreich zu und lässt das Irdische zurück. Erst in der Moderne verändert sich der Kirchenraum grundlegend. Aus Distanz wird Nähe, Partizipation wird möglich.

Ein widerständiger Waschbetonbau

Die gelungene Umwidmung eines sakralen Raums zu einem gesellschaftlichen, bei gleichzeitiger Beibehaltung seines „auratischen“ Potentials, kann man gut an der Kirche St. Agnes in Berlin sehen. Der spätmodernistische, widerständige Waschbetonbau von Werner Düttmann wurde vom Galeristen Johann König und nach Plänen des Architekten Arno Brandlhuber zu einem Kulturzentrum mit Verlag, Architektenbüro und Galerie umgebaut.

Kunst statt Gottesdienst: Heute nutzt die Galerie Johann König den umgestalteten ehemaligen Kirchenraum für Ausstellungen – hier „The Smoking Kid“ von Katharina Grosse im Sommer 2015 (Bild: Galerie Johann König)

Betritt man im Berliner Spätsommer den Innenhof von St. Agnes, einem Ensemble von kubischen und rechtwinkligen Modulen nahe des Moritzplatzes im Kreuzberger Nirgendwo, dann stellt sich eine stoffliche Ruhe ein, wie man sie wohl nur in Klosteranlagen erwartet. Man sitzt alleine vor dem obligatorischen Coffeeshop, Johann Königs etwas verkaterte, aber bestimmte Stimme dringt oben aus den Büro, ab und zu kommt ein gut gekleideter Mensch aus der Galerie und sieht einigermaßen versunken aus. Der Galerieraum selbst ist ein wirklich imposanter, aber nüchterner Raum. Gefühlt endlos, selbst nachdem der Boden bis zum hinteren Balkon angehoben wurde, um den Raum besser bespielbar (wie auch heizbar) zu machen.

Johann König sagt, ihn habe vor allem interessiert, was dieser Raum als „Projektionsfläche bei den Künstlern auslöst, ähnlich vielleicht bei Glaubenden in der Kirche.“ Er habe eine Aura, „sachlich, nach außen rau, nach innen weich, beschützend.“ Im Quartier übernimmt St. Agnes eine Rolle, welche Kirchen früher einmal gespielt haben. Johann Königs Institution belebt eine lange brach gelegene Nachbarschaft und schafft einen Ort, an dem Dialog möglich ist. Es ist ein Refugium für eine Gemeinde, die sich ihrer selbst weniger zielgerichtet als spekulativ vergewissert. Und das über ästhetische Signifikanten, die noch nicht völlig ökonomisiert wurden.

Wenn denn nicht Gottesdienst wäre …

Die Sehnsucht nach der beschriebenen Offenheit ist vielen Menschen am Beginn des 21. Jahrhunderts derart dringlich, dass es sie intuitiv in diese Räume zieht. Meine Freundin „beichtete“ mir während der Arbeit zu diesem Text, dass sie gerne einmal die Woche mit mir in die Kirche gehen würde. Wenn denn nicht Gottesdienst, oder besser, wenn nicht so ein Gottesdienst wäre, wie man ihn in Deutschland kennt. Es ist der Habitus des Sakralen der in seiner ursprünglichen und anti-modernistischen Form abschreckt, der aber, gewandelt wie in St. Agnes, Schutz bietet und Kreativität beflügelt.

Ein letzter Gedanke noch zur Flüchtlingsdebatte. Kirche war immer auch ein Ort, an dem man Schutz vor Verfolgung gesucht hat. So neu gedacht wie in St. Agnes, sollte sie dieser Rolle wieder gerecht werden. Als Ort der Begegnung, des Austausches und des Asyls.

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Herbst 15: Haus mit Turm

LEITARTIKEL: Glaube an die Moderne

LEITARTIKEL: Glaube an die Moderne

Ruben Donsbach über die Sehnsucht nach Räumen, die offen sind für andere Erfahrungen.

FACHBEITRAG: Ökumenische Zentren

FACHBEITRAG: Ökumenische Zentren

Philipp Stoltz über eine besondere Nachbarschaft in München.

FACHBEITRAG: Straße der Moderne

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Andreas Poschmann über ein Projekt, das verbindet – Kirchenbauten werden virtuell und analog zur Straße verknüpft.

FOTOSTRECKE: "Ich war eine Kirche"

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Lichtbilder über das, was nach Abriss, Entwidmung oder Verkauf kommt: Daniel Bartetzko und Karin Berkemann auf Fototour zu Frankfurts verlorenen Kirchen.

FACHBEITRAG: Kirchen unter Honecker

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Verena Schädler über katholischen Kirchenbau im Osten Deutschlands.

FACHBEITRAG: Erneuerung

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Matthias Ludwig über seine Beratungsarbeit mit Gemeinden und ihren modernen Kirchenräumen.

INTERVIEW: Kirche und Denkmalpflege, Hannover

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Rocco Curti und Martin Krause über Gerichtsverfahren, Gespräche und gemeinsame Ergebnisse. Ein Interview über Kirche und Denkmalpflege in Hannover.

PORTRÄT: Meine Kirchen

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Karin Berkemann über ihre erste „sakrale“ Liebe – und was danach kam.

FACHBEITRAG: Ökumenische Zentren

von Philipp Stoltz (15/4)

„Ich habe kürzlich einen im Ausbau begriffenen ökumenischen Kirchenbau in München angesehen. Mein Mitarbeiter und ich haben zunächst […] angenommen, daß es sich um einen Supermarkt handelte.“ Diese abfällige Bemerkung über das ökumenische Gemeindezentrum im Olympischen Dorf München stammt nicht etwa von einem konservativen Passanten, der Spitzbogenfenster und Glockenturm vermisste, sondern vom Architekten Reinhard Gieselmann, der gerade selbst ein Buch über „Neue Kirchen“ veröffentlicht hatte. Der moderne Sakralbau war innovativ, progressiv und er polarisierte, auch unter Fachkollegen. Vor allem dann, wenn er mit den traditionellen Formen brach und neue Impulse aus der „profanen“ Architektur aufgriff. Lange waren Historismus und Tradition für den Kirchenbau maßgeblich gewesen, sowohl in den Entwürfen der Architekten als auch in den Köpfen der Gemeinden und den Vorgaben der kirchlichen Bauherren. Neue Konzepte wurden sowohl durch die moderne Architektur als auch durch theologische, kirchliche und gesellschaftliche Umbrüche angestoßen: Sie führten zu einer Annäherung zwischen den beiden Konfessionen und machten so die Entstehung Ökumenischer Zentren möglich.

Keine Spur von Spitzbogen oder Glockenturm: das Ökumenisches Zentrum (links im Bild) im Münchener Olympiadorf (Bild: P. Stoltz)

Annäherung auf evangelischer …

Im evangelischen Kirchbau waren drei Faktoren ausschlaggebend: Erstens war an die Stelle der Tradition die „Liturgie als Bauherrin“ getreten. Die Berneuchener Bewegung hatte das Altarsakrament neu entdeckt und den ökumenischen Austausch gesucht, beides wollte man auch baulich umsetzen. Zweitens rang man im Protestantismus gerade um das eigene Selbstverständnis und Verhältnis zur Gesellschaft – Innovationen gab es vor allem am Rand der kirchlichen Institutionen, auf den Kirchentagen und in den Evangelischen Akademien. Hier verstand man sich als Forum und Faktor in der Welt und entwickelte neue Konzepte für den Kirchenbau.

Kirche sollte und wollte sich nun zum städtischen Raum öffnen (Bild: P. Stoltz)

Damit ging drittens einher, dass sich die konkreten Gemeinden deutlich veränderten. Sie entdeckten neue Formen des Gemeindelebens und brachten sich immer engagierter in die Gesellschaft ein. Dafür wurden auch neue, möglichst vielseitige Räume notwendig. Die Kirchen sollten sich nicht abheben, sondern als „Agora“ zu ihrer Siedlung öffnen und einen niederschwelligen Zugang ermöglichen.

Gemeindezentren verzichteten darum auf repräsentative Elemente wie Kirchtürme, teils sogar ganz auf den dezidierten Sakralraum. Stattdessen orientierten sie sich bewusst mehr am städtebaulichen Umfeld und an der profanen Architektur: Die Gemeinden wollten zum Alltag der Siedlung gehören, nicht mehr nur zum Sonntag. Ein bekanntes Beispiel war das Projekt des Theologen Ernst Lange, dessen Berliner Gemeinde sich in einem Ladenlokal einmietete. Dass man Gemeindezentren leicht mit Supermärkten verwechseln konnte, war also durchaus beabsichtigt.

… und auf katholischer Seite

Mit den Reformen – hier ein Blick in die katholische Sakristei – sollte mehr Gemeinschaft in die Messfeier einziehen (Bild: Andreas Poschmann/Straße der Moderne)

Ähnliche Entwicklungen hin zu Pfarrzentren hatten sich auch im modernen Katholizismus vollzogen, wenn auch nicht ganz so radikal. Die Volksliturgische Bewegung und Persönlichkeiten wie Dominikus Böhm und Rudolf Schwarz hatten die Gemeinde stärker berücksichtigt. In der Ersten Deutschen Liturgischen Konferenz und vor allem im Zweiten Vatikanischen Konzil erfuhr die Gemeinde schließlich große Wertschätzung, die sich auch deutlich im katholischen Kirchenbau niederschlug – vor allem in der Stellung von Altar und Gemeinde. Laien engagierten sich zunehmend in den Pfarreien und in der Gesellschaft und benötigten dafür neue Orte – es entstanden Pfarrzentren. Ähnlich wie der Protestantismus wandte sich auch der moderne Katholizismus stärker der Gesellschaft zu und erschloss sich öffentliche Räume.

Städtebauliche Allianzen

Die räumliche Verdichtung kirchlicher Angebote entsprach dem allgemeinen Trend zur städtebaulichen Zentrenbildung: Gebäude im Kern einer Siedlung wurden funktional und architektonisch aufeinander bezogen. Kirchliche Zentren fügten sich in diese Situation ein, erhoben aber zugleich einen Anspruch auf Dominanz. Diese war jedoch nicht mehr ohne Weiteres gegeben, vor allem nicht in urbanen Neubausiedlungen. Auch architektonisch fiel es zunehmend schwer, sich zwischen Hochhäusern durch einen Kirchturm zu behaupten.

In Neubausiedlungen wie dem Münchener Olympiadorf wurden öffentliche Funktionen gebündelt (Bild: Douglas Whitaker, CC BY SA 2.5)

Der beschriebene theologische Rollenwechsel forderte offene, leicht zugängliche und vielseitige Räume. Dominanz sollte nicht mehr durch gestalterische Selbstdarstellung eingelöst werden, sondern durch funktionale Verdichtung zur „Agora der Siedlung“. Hier kam es vor allem in Neubaugebieten ab Ende der 60er Jahre zu strategischen Allianzen zwischen evangelischer und katholischer Kirche. Zusammen ließen sich ein noch vielfältigeres Raumprogramm und eine noch stärkere Verdichtung erzielen. Ein gemeinsamer Sakralraum blieb hingegen tabu.

Auf diese Weise hatten sich evangelische und katholische Kirche deutlich angenähert: Der protestantischen Wiederentdeckung der Liturgie entsprach die katholische Wiederentdeckung der Gemeinde. Die engagierten selbstbewussten Gemeinden beider Konfessionen benötigten neue, vielfältig nutzbare Räume, die man schließlich sogar in gemeinsamen Zentren zusammenzog. Es war nur konsequent, dass sich 1971 zwei der beiden wichtigsten Fachzeitschriften „Christliche Kunstblätter“ (katholisch) und „Kunst und Kirche“ (evangelisch) zusammenschlossen. Im ersten gemeinsamen Heft wurde auch das ökumenische Zentrum des Olympischen Dorfs in München vorgestellt.

Das Olympische Dorf in München …

Ein Blick über die berühmten Dächer des Münchener Stadions auf das Olympisches Dorf (Bild: Sansculotte, CC BY SA 2.0)

Zu den XX. Olympischen Spielen 1972 in München wurde neben den bekannten Sportstätten eine Mustersiedlung errichtet, die zu den letzten großen Höhepunkten der städtebaulichen und architektonischen Moderne in Deutschland zählt. Sie zeugt von Planungseuphorie, Zukunftsoptimismus und dem Willen, eine ebenso innovative wie humane Siedlung zu schaffen. Stadtplanung sollte Kommunikation und Gemeinschaft fördern: Der gesamte Straßenverkehr ist eingehaust und so horizontal von den Fußwegen getrennt. Die Oberfläche der Siedlung – die eigentlich fünf Meter über dem Erdboden liegt – ist komplett autofrei, mit Grünflächen verzahnt und von Spielplätzen und Brunnen durchzogen. (Halb-)Öffentliche und private Zonen sind komplex miteinander verschachtelt.

Orientierung bieten die „Medialinien“, eine Installation des (Bau-)Künstlers Hans Hollein aus oberirdischen Rohren. Sie dienen als Wegweiser und Medienträger, zur Straßenbeleuchtung und angeblich (noch vor der Ölkrise!) Beheizung der Fußwege. Alle wichtigen Einrichtungen konzentrieren sich im Siedlungskern, der als Nadelöhr zwischen Wohnungen und U-Bahn-Station unumgänglich ist. Ganz im Geiste der Zeit liegen hier eng miteinander vernetzt Läden, Kindergärten, Arztpraxen und direkt am Marktplatz auch das ökumenische Gemeindezentrum.

… und sein Gemeindezentrum

Die allgegenwärtigen „Medialinien“ des Olympischen Dorfs führen auch zum Ökumenischen Zentrum (Bild: P. Stoltz)

Für ihr erstes ökumenisches Zentrum in Bayern hatten sich die Kirchen wohl vom olympischen Geist inspirieren lassen. Noch in der Ausschreibung war man von einem Ensemble getrennter Kirchbauten ausgegangen, die durch „Zusammengehörigkeit und Hinordnung“ aufeinander bezogen werden sollten. Schließlich entscheid man sich jedoch für den Entwurf der Architektengemeinschaft Bernhard Christ und Josef Karg. Er verkörpert in ästhetisch ansprechender Weise eine moderne, innovative Annäherung zwischen den beiden Konfessionen und zwischen Gemeinde und Gesellschaft, der beide Konfessionen und auch alle gemeindliche Funktionen unter einem gemeinsamen Dach vereinigt.

Das auffälligste Merkmal des Zentrums ist sein Dach, das aus dem Stahlrohr-System „Mero“ konstruiert wurde und als offenes einheitliches Raumfachwerk das gesamte Gebäude überkragt. Es ruht auf zwölf Betonsäulen, die Wände aus Eternitplatten sind nicht tragend und reichen nicht bis an die Decke. So ist der weite Blick frei auf den über die Räume hinausgehenden, sie verbindenden, Dachstuhl. Besuchern drängt sich der Eindruck auf, als könnten die provisorisch trennenden Wände jederzeit ausgebaut und so beide Kirchen vereinigt werden.

Ein Eingang, zwei Kirchenräume

Der farbenfrohe Zugang zum katholischen Kirchenraum (Bild: P. Stoltz)

Das Zentrum wird über ein gemeinsames Portal betreten, innen gehen nach rechts der evangelische und nach links der katholische Kirchenraum ab. Die Katholische Kirche verfügt zusätzlich zu ihrem großen Kirchenraum über eine separat zugängliche Werktagskapelle. Alle Sakralräume sind funktionalistisch und modern gestaltet. Die freistehende Altarinsel der katholischen Kirche steht deutlich unter dem Einfluss des Zweiten Vatikanischen Konzils: nur leicht erhöht und von der Gemeinde umgeben.

Erst in den 1990er Jahren wurde der Altarbereich durch eine Lichtinstallation an der Decke deutlicher gekennzeichnet. Abgesehen von diesem blauen Lichtband findet sich hier nur ein einfaches Kreuz, über ein ähnliches Kreuz verfügte auch der evangelische Kirchenraum. In seiner Ausstattung war er jedoch noch radikaler auf die wichtigsten Elemente beschränkt und noch mobiler konzipiert. Auf bildliche Darstellungen wurde bewusst verzichtet, dafür umso mehr Wert auf Farben und Formen gelegt. Der katholische wie der evangelische Altar bestanden aus Eternit-Halbrohren und unterschieden sich nur farblich, ebenso wie die übrigen Prinzipalstücke und Abendmahlsgeräte. Leider wurde der evangelische Kirchenraum später bei einer Generalsanierung völlig neu ausgestattet.

Ohne Schwelle

Erst in den 1990er Jahren wurde der Altarbereich im katholischen Kirchenraum durch eine Lichtinstallation besonders ausgezeichnet (Bild: P. Stoltz)

Die Ausstattung orientiert sich am einheitlichen Farbkonzept des Olympischen Dorfs. Ebenso fügt sich die gesamte Gestaltung des Zentrums ins geschlossene Konzept der Siedlung, zitiert die profanen Bauformen und Materialien seiner Umgebung: So begegnet z. B. das „Mero-System“ aus dem Dach des Zentrums auch im Verwaltungsgebäude am anderen Ende der Hauptstraße, in der heutigen Mensa der Studentensiedlung. Ohne Schwelle gehen Marktplatz, Eingangsbereich und Kirchenraum ineinander über, das Zentrum erscheint so als integraler Bestandteil der Siedlung.

Es fehlen die klassischen Formen kirchlicher Repräsentation wie ein Glockenturm. Auch das Kreuz über dem Haupteingang ist diskret aus der Fassade herausgearbeitet. Das zweite, sichtbarere Kreuz über dem Eingang der Werktagskapelle kam erst in den 80er Jahren hinzu. Statt der Glocken locken im Olympiadorf die „Medialinien“ in die Kirche: Zwei der Hauptrohre enden direkt vor dem Portal.

Verzicht als Gewinn

Mit seiner bungalowartigen Form behauptet sich das Zentrum gestalterisch gegenüber den umgebenden Hochhäusern (Bild: P. Stoltz)

Der Verzicht auf die klassische kirchliche Symbolik und die stilistische Angleichung an die umliegende Siedlung bedeutet jedoch nicht, dass das Zentrum auf einen städtebaulichen Akzent verzichtet. Seine horizontale bungalowartige Anlage kontrastiert die vertikalen Hochhäuser, fast als wäre die traditionelle Stadt-Silhouette auf den Kopf gestellt. Der Verzicht bedeutet auch keine Traditionslosigkeit, sondern eine moderne kreative Neuinterpretation – z. B. durch zwölf Säulen für das gesamte Gebäude. Dennoch konnte sich nicht jeder mit dieser modernen Form anfreunden, wie das Zitat vom Anfang zeigt. Und so erklärte auch der katholische Pfarrer des ökumenischen Zentrums zu dessen Einweihung im März 1974: „Es ist gewiß für viele nicht leicht, aus einem bisher gewohnten Kirchenraumverständnis heraus zu diesem Kirchenraum Zugang zu finden. Denn all‘ das, was eine ’schöne Kirche‘ von früher ausmacht, finden Sie hier nicht.“ Aber war der leichtere Zugang nicht das eigentliche Ziel des Verzichts gewesen?

Rundgang

Mit Bilder der „Straße der Moderne“ und von Philipp Stoltz durch die Räume beider Konfessionen im Ökumenischen Zentrum München …

Literatur

Volp, Rainer/Schwebel, Horst (Hg.), Ökumenisch planen. Dokumentation und Beiträge, Gütersloh 1973.

Römisch, Monika, Ökumenisches Kirchenzentrum „Frieden Christi“ und evang.-luth. Olympiakirche, Olympiadorf München, Lindenberg 2003.

Wittmann-Englert, Kerstin, Zelt, Schiff und Wohnung. Kirchenbauten der Nachkriegsmoderne, Lindenberg 2006.

Römisch, Monika, Das ökumenische Kirchenzentrum im Olympiadorf München, in: Hildmann, A./Jocher, N. (Hg.), Die Münchner Kirchen. Architektur – Kunst – Liturgie, Regensburg 2008, S. 110–115.

Heger, Natalie, Das Olympische Dorf München Planungsexperiment und Musterstadt der Moderne, Berlin 2014.

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Herbst 15: Haus mit Turm

LEITARTIKEL: Glaube an die Moderne

LEITARTIKEL: Glaube an die Moderne

Ruben Donsbach über die Sehnsucht nach Räumen, die offen sind für andere Erfahrungen.

FACHBEITRAG: Ökumenische Zentren

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Philipp Stoltz über eine besondere Nachbarschaft in München.

FACHBEITRAG: Straße der Moderne

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Andreas Poschmann über ein Projekt, das verbindet – Kirchenbauten werden virtuell und analog zur Straße verknüpft.

FOTOSTRECKE: "Ich war eine Kirche"

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Lichtbilder über das, was nach Abriss, Entwidmung oder Verkauf kommt: Daniel Bartetzko und Karin Berkemann auf Fototour zu Frankfurts verlorenen Kirchen.

FACHBEITRAG: Kirchen unter Honecker

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Verena Schädler über katholischen Kirchenbau im Osten Deutschlands.

FACHBEITRAG: Erneuerung

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Matthias Ludwig über seine Beratungsarbeit mit Gemeinden und ihren modernen Kirchenräumen.

INTERVIEW: Kirche und Denkmalpflege, Hannover

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Rocco Curti und Martin Krause über Gerichtsverfahren, Gespräche und gemeinsame Ergebnisse. Ein Interview über Kirche und Denkmalpflege in Hannover.

PORTRÄT: Meine Kirchen

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