Amandus Sattler, * 1957

Es ist der Klassiker: An Weihnachten stehen die Kinder mit leuchtenden Augen vor der Modellbahnplatte. In diesem Fall, ungewöhnlich für unsere Einsendungen, sind es Junge und Mädchen gleichberechtigt nebeneinander. Der spätere Münchner Architekt Amandus Sattler, hier mit fünf Jahren und seiner Schwester,  wurde damit schon in den frühen 1960ern vor statische Herausforderungen gestellt – die Tischböcke tragen mit Mühe eine Platte, auf der trotz ehrgeiziger Gleisführung und voluminöser Berglandschaft noch viel Freiraum blieb für künftige Bauten.

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Sommer 18: Modell Moderne

In Plastik sind alle gleich

In Plastik sind alle gleich

Daniel Bartetzko und Karin Berkemann über Miniatur-Welten.

"Im Kopf weiterspielen"

„Im Kopf weiterspielen“

Zu Hause beim Theologie-Professor Klaus Raschzok.

Falk Jaeger, * 1950

Falk Jaeger, * 1950

Der Publizist lernte Architektur mit Modell-Katalogen.

Oliver Elser, * 1972

Oliver Elser, * 1972

Der DAM-Kurator träumte von einer Abknipszange.

Rudolf Evert, * 1946

Rudolf Evert, * 1946

Der Anwalt schätzte schon früh präzise Abläufe.

Amandus Sattler, * 1957

Amandus Sattler, * 1957

Der Architekt wurde statisch früh herausgefordert.

Wolfgang Voigt, * 1950

Wolfgang Voigt, * 1950

Der Architekturhistoriker baute seinen eigenen Flughafen.

Außer Konkurrenz

Außer Konkurrenz

Zu schön, um sie nicht zu zeigen.

Wolfgang Voigt, * 1950

Er war zwölf, sein Bruder vierzehn Jahre alt: 1962 radelten sie an vielen Wochenenden zum Hamburger Flughafen. „Dann haben wir ihn zu Hause nachgebaut: Eine Holzplatte wurde mit weißer Pappe bedeckt und in Vorfeld und Bauzone aufgeteilt“, erinnert sich der Architekturhistoriker Wolfgang Voigt. Zwar gab es im Angebot der Firma Siku ein Terminalgebäude, aber: „Ich wollte ja damals schon Architekt werden und so baute ich mit Hilfe der Mauerplatte ‚Backstein‘ von Faller ein Abfertigungsgebäude mit seitlichen Flügelbauten und Kontrollkabine auf dem Dach.“ Hinzu kamen Katalog-Modelle wie der Kiosk B-2123 und die Tankstelle B-217 von Faller. Auf dem Vorfeld war Platz für drei Flieger aus Revell-Bausätzen: eine Vickers Viscount der Lufthansa, eine Lockheed Constellation der US Air Force und ein damals neuartiger Jet, die elegante „Caravelle“ in den Farben der SAS. Und drumherum standen Wiking-Autos.

„Bei den Besuchen am Flughafen wurden aus der Schalterhalle Prospekte und Flugpläne mitgenommen. Besonders nett waren die Leute von der Lufthansa und der KLM. Als die KLM von Propellermaschinen auf Jets umstellte, schenkte sie uns das nicht mehr benötigte Schaufenster-Modell einer Lockheed-Constellation.“ Im Kinderzimmer wurde ein Reisebüro eingerichtet. Wenn die Eltern Besucher hatten, mussten diese zuerst bei den Söhnen eine Flugreise buchen!

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In Plastik sind alle gleich

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"Im Kopf weiterspielen"

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Falk Jaeger, * 1950

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Rudolf Evert, * 1946

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Der Anwalt schätzte schon früh präzise Abläufe.

Amandus Sattler, * 1957

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Wolfgang Voigt, * 1950

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Außer Konkurrenz

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Zu schön, um sie nicht zu zeigen.