Wiesbaden: „Schuhkauf mit Rutsche“

„Ein Besuch bei den Großeltern in Wiesbaden bedeutete meist auch einen Einkaufsbummel in der Stadt. Manchmal gab es Profanes wie Kleidung. Ein Abstecher ins Spielzeuggeschäft fand meist im Anschluss statt … Diese Schuhkauf-Fotostrecke muss 1977/78 entstanden sein, als man nahe der Marktkirche noch oberirdisch parken konnte. Die reizenden Damen, die mich begleiteten, waren meine Tante, meine Oma und meine Mutter (v. l. n. r.), mein Opa führte die Kamera. Die Parkplatz-Brache heißt seit 2005 offiziell ‚Dernsches Gelände‘. Das Polizeipräsidium im Hintergrund, ein stilvoller Fünfziger-Jahre-Bau, wurde 2009 abgerissen. An seiner statt sprengen nun die ‚Dernschen Höfe‘ die Dimensionen des Platzes. Lustigerweise existiert die Rutsche bei ‚Fink Schuhe‘ noch immer, es gibt heute sogar zwei! Damals rutschte ich nur auf Bitten meines Opas fürs Foto, heute wollte ich aus eigenem Antrieb heruntersausen. Hat leider nicht geklappt, ich blieb unerklärlicherweise stecken.“ (Daniel Bartetzko, * 1969, heute Journalist, Architekturnerd und potenzielles Fashionvictim)

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Fotospezial 16: „Generation Beton“

ESSAY: Heimat Beton

ESSAY: Heimat Beton

Martin Bredenbeck, * 1977, (Kunst-)Historiker, kehrt heim zum Mülheimer Pfarrerbungalow seiner Familie – und sinniert grundsätzlich über Beton und Heimat.

Gundernhausen: "Auf dem Balkon"

Gundernhausen: „Auf dem Balkon“

Tobias Wolf, * 1979, Bezirkskonservator, blickt für mR noch einmal vom Wohnhaus seiner Kindheit in einer Neubausiedlung der Nachkriegszeit bei Darmstadt.

Gera-Lusan: "Die Birkenstraße blieb"

Gera-Lusan: „Die Birkenstraße blieb“

Christoph Liepach, * 1990, Grafiker/Kunstpädagoge, sucht das Plattenbauviertel seiner Kindheit auf.

Saarbrücken: "Blütenbote im Museum"

Saarbrücken: „Blütenbote im Museum“

Julius Reinsberg, * 1986, Historiker, ging im Archäologischen Institut auf Spurensuche – und fand den Ort seiner ersten Erfahrungen in der Schauspielerei.

Berlin: "Der kleine Stadtbummler"

Berlin: „Der kleine Stadtbummler“

Denis Barthel, * 1970, Architekturfotograf, machte seine ersten Gehversuche in der Architekturmoderne mit einem Kinderbuch – und mit was für einem!

Wiesbaden: "Schuhkauf mit Rutsche"

Wiesbaden: „Schuhkauf mit Rutsche“

Daniel Bartetzko, * 1969, Journalist, findet den Höhepunkt seines damaligen Einkaufsbummels wieder – und hat wieder genauso viel Spaß daran.

Blomberg: "Sieben Tage urlaubskrank"

Blomberg: „Sieben Tage urlaubskrank“

Karin Berkemann, * 1972, Theologin/Kunsthistorikerin, quälte sich einst liegend durch den Urlaub. Jetzt wohnen Flüchtlinge im westfälischen Feriendörfchen.

Garbsen: Ein Stadtteil fotografiert sich!

Garbsen: Ein Stadtteil fotografiert sich!

Aus einer Plattenbausiedlung bei Hannover: Bewohner stellen historische Fotografien an den heutigen Orten nach.

Foto-Wettbewerb: Alle Gewinner!

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Die preisgekrönten Einsendungen unserer Leser!

Foto-Wettbewerb: Außer Konkurrenz!

Foto-Wettbewerb: Außer Konkurrenz!

Einfach zu charmant zum verstecken: Einsendungen auf unseren Foto-Wettbewerb „Generation Beton“, die wir Ihnen nicht vorenthalten können.

Blomberg: „Sieben Tage urlaubskrank“

„Meine Erinnerungen an den Familienurlaub im August 1978 im Teutoburger Wald sind blass, was der Eigenart der westfälischen Landschaft wohl ebenso entspricht wie meinem damaligen Alter von sechs Jahren. Im Fotoalbum ist vermerkt: ‚Karin war leider 7 Tage krank‘. Demnach habe ich den halben Urlaub mit Wadenwickeln und Vorleseorgien verbracht. Die Feriensiedlung Blomberg wirkte auf mich als Kind nicht spektakulär. Sie war wohl für uns (nicht nur finanziell) die günstigste Lösung, da wir so immer andere Kinder zu Spielen fanden. Heute erscheinen mir die kleinen, über das Gelände verstreuten Bungalows reizvoll. Und sie dienen wieder als Heimat auf Zeit: Das Deutsche Erholungswerk hat die 1960 errichtete Anlage im Januar 2016 an die Kommune verpachtet, die hier Flüchtlingsfamilien unterbringt.“ (Karin Berkemann, * 1972, heute Theologin, Kunsthistorikerin und passionierte Städteurlauberin)

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Literatur

Bockwinkel, Patrick, Stadt Blomberg pachtet das Feriendorf für fünf Jahre. In den 30 Häuschen sollen bis zu 180 Flüchtlinge untergebracht werden, in: Lippische Landes-Zeitung 19. Januar 2016.

Schack, Martin, Ein Haus auf Zeit. Bungalow-Feriendörfer der 1960er Jahre im Teutoburger Wald, Eggegebirge und Weserbergland, Detmold 2014, S. 24-25.

Diekmann, Sibylle, Die Ferienhaussiedlungen Schleswig-Holsteins. Eine siedlungs- und sozialgeographische Studie (Schriften des Geographischen Instituts der Universität Kiel XXI, 3), Kiel 1963, S. 160, 176.

Feriendorf Blomberg, in: Die Zeit 1. April 1960.

Fotospezial 16: „Generation Beton“

ESSAY: Heimat Beton

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Martin Bredenbeck, * 1977, (Kunst-)Historiker, kehrt heim zum Mülheimer Pfarrerbungalow seiner Familie – und sinniert grundsätzlich über Beton und Heimat.

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Garbsen: Ein Stadtteil fotografiert sich!

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Garbsen: Ein Stadtteil fotografiert sich!

Ein ganzer Stadtteil ist auch für moderneREGIONAL eine große Nummer. So sind wir sehr stolz, dass sich die Menschen in Garbsen bei Hannover auf Spurensuche machten: Sie nahmen historische Aufnahmen (freundlicherweise ausgewählt vom Stadtarchiv Garbsen) und empfanden das Motiv heute nach. Die Plattenbausiedlung „Auf der Horst“ entstand Mitte der 1960er Jahre für 10.000 Menschen. Damals wohnten hier gutbürgerliche Erstbezieher in Atriumshäusern neben Flüchtlingen, die nach Behelfsunterkünften endlich eigene Räume im Wohnblock erhielten. Heute leben „Auf der Horst“ 7.600 Menschen aus 76 Nationen. Was hier in den letzten 50 Jahren gleich blieb, was sich geändert hat, sehen Sie auf den vier schönsten Bildpaaren, die wir aus der Fotoaktion für Sie ausgewählt haben.

Geblieben: die kleinen Läden

Ende der 1960er Jahre eröffnete am Orionhof eines der Nahversorgungszentren: kleine Läden unter modernen Laubengängen. Heute sind die Laubengänge verschwunden, aber kleine Läden gibt es hier immer noch. In einem von ihnen bietet „Nazan Market“ Obst und Gemüse feil.

Geblieben: ein Platz zum Begegnen

1973 trafen sich die Kinder auf dem von-Woyna-Platz, der heute Hérouville-St.-Clair-Platz heißt. Inzwischen wurde der Pflasterbelag erneuert, im Hintergrund entstanden eine Seniorenwohnanlage und eine Begegnungsstätte. Familie S. kommt aus Neustadt am Rübenberge zum Wochenendeinkauf nach Garbsen, wo Herr S. aufgewachsen ist. Mit seinen Kindern bringt er die nächste Generation auf den zentralen Platz in der Siedlung „Auf der Horst“.

Umgezogen: das Ladenzentrum

1967 wurde am Bärenhof ein Nahversorgungszentren eröffnet, das heute u. a. ein „Kaufhaus für Soziales“ aufnimmt. Das aktuelle Foto zeigt das neue Planetencenter, einige Straßen weiter, das viele Geschäfte zentral zusammenbindet. Ein Crêpes-Stand, der eigens aus Lehrte nach Garbsen gekommen ist, bringt Farbe in die Plattenbausiedlung.

Geblieben: Raum für Spiele

Egal wo: Aufwachsen war nie etwas für Feiglinge, aber schon Mitte der 1960er Jahre eroberten sich Kinder ihre Freiräume zwischen den maßstäblichen Wohnblocks mit viel Grünfläche. Heute bieten die breiten Plattenwege auch mal Auslauf für das Skateboard.

Mehr?

Die Fotoaktion fand im Rahmen der Buchvorstellung von „Der Griff nach den Sternen“ statt, einer besonderen Form von Chronik des Stadtteils „Auf der Horst“ mit vielen historischen Aufnahmen aus örtlichen dem Stadtarchiv.

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